Mal wieder ein wenig spät kam mir der Gedanke, setzte ich einen endlich notwendigen Entschluss in die Tat um. Am 01.07. legte ich mir eine Körperwaage zu. Die, dabei eine Rolle spielenden, Zauberworte waren/sind: Dezidierte Gewichtskontrolle + Zielorientierte Gewichtsreduktion = Absolutes Idealgewicht. Quasi mit Traumkörper! – Und eine Körperwaage, inklusive Angabe von Fettanteil und Wasseranteil, ist dabei natürlich absolut notwendiges Utensil! Die Erkenntnis schlummerte schon eine ganze Weile in meinem Hirn, der Gedanke lag aber mehr brach, als dass er Befruchtung empfing. Letzte Woche kaufte ich mir dann doch noch so ein heißes Teil. – Kaum war ich mit meiner “Soehnle Body Control Signal F3″ zu Hause, nahm ich das Ding in Betrieb: Ich musste Angaben über meine Körpergröße, mein Alter und mein Geschlecht machen. Danach teilte mir die Waage mit, dass ich mindestens leichtes Übergewicht mit 23,6 % Fettanteil habe. – Naja gut, dachte ich mir: Der erste Schritt ist getan! Dann aber: Der erste Schritt(?)… im ungünstigsten aller Zeitpunkte! Endlich ist Sommer! Seit Tagen herrschen Temperaturen über 30 Grad. Genau, es ist Sommer. Jetzt ist Sommer! …und nicht vielleicht Winter… Wo ist meine Strandfigur, mein Sommer-Sonne-Body, der sich nicht nur sehen lässt, sondern nach dem die Mädels lechzen???
Egal, ich war auch schon als Kind mal fett! Und da war auch Sommer und ich war im Freibad schwimmen und schämte mich, und hätte am liebsten immer auch noch T-Shirt dazu getragen.
Dieses Jahr bin ich halt noch ein wenig das fette Kind von damals, nächstes Jahr wird alles besser. – Heute war ich zum ersten Mal in diesem Jahr in meinem Lieblings-Freibad, genoss die knapp 30 Grad Lufttemperatur, die 26,5 Grad Wassertemperatur, das Schwimmen (und die knackigen Mädels). Mit leichtem Sonnenbrand bin ich unbeschadet wieder raus gekommen:
Die Freibadsaison ist eröffnet!!!

Archiv für die Kategorie „Sport & Co“
Sommerfüße
Montag, 5. Juli 201034. Fahrradsternfahrt
Sonntag, 6. Juni 201034. Fahrradsternfahrt, 6. Juni 2010.
Heute fand in Berlin und Brandenburg die 34. Fahrrad-Sternfahrt statt. Die Sternfahrt unter dem Motto “Radfahren – aber sicher!” ist die größte Fahrraddemonstration weltweit! Auf 19 Routen konnten die Radfahrer aus dem Berliner Umland via Avus und Autobahn-Südring zum Großen Stern radeln. Die Sternfahrt endete gegen 14 Uhr beim traditionellen Umweltfestival der Grünen Liga am Brandenburger Tor.
Bei der Sternfahrt handelt es sich um eine Demonstration für den Fahrradverkehr, die nach dem Versammlungsrecht angemeldet ist. Ihr Zweck ist es, für die Anerkennung des Fahrrades als vollwertiges Verkehrsmittel zu demonstrieren. ADFC-Berlin
Ich hatte mich für die etwa 63,5km lange Tour Nummer 7 entschieden. Das Wetter war richtig gut. So gut, dass man sich gegen Sonnenbrand schützen musste. Bekleidet war ich mit einem T-Shirt und kurzer Hose. Startpunkt war für mich gegen 09:00 Uhr am Bahnhof Oranienburg. Mit der S-Bahn fuhr ich zum Bahnhof Oranienburg und reihte mich, als es endlich losging, hinter den Spitzenfahrern vom ADFC ein, die Tempo und Strecke vorgaben. Am Anfang war ich doch ein wenig enttäuscht darüber, dass das Tempo sehr gemütlich und ohne Schwitzen zu bewerkstelligen war. Aber mittendrin gefiel mir dieser gemütliche Charakter immer mehr, ich ließ mich mal fallen, holte wieder auf oder machte am Rand eine kurze Pause, um mir das Ganze von Außen anzugucken.

Zuerst waren es nur wenige hundert Leute, aber je weiter man mit dem Rad nach Berlin radelte, desto dichter wurde es, umso mehr Radfahrer stießen hinzu. In der Schönhauser Allee gab es dann auch die ersten kleinen Zwangspausen, weil es kurz nicht mehr weiter ging. Aber vor allem in den angrenzenden Straßen warteten Autofahrer darauf, endlich wieder freie Fahrt zu haben.

Aber durch die immer mehr werdenden Radfahrer waren Autofahrer zu erheblicher Wartezeit verdammt, die mit Sicherheit an den Kräften zerrte. Als Radfahrer war das Gefühl dafür umso schöner, die breiten Hauptverkehrsstraßen der Stadt für eine schöne und ungestörte Tour in Beschlag zu nehmen.

Highlight der Sternfahrt war das Befahren der Stadtautobahn, die man von allen Touren aus erreichte. Besonders die Fahrt durch den Autobahntunnel war beeindruckend und gerade deshalb wohl mit besonders lautem Klingel- und Trällerkonzert, mit begeistertem Gegrölle und mit Freudenschreie begleitet.
Video auf YouTube.de

Auf der Autobahn konnte ich dann auch das erste Mal richtig Geschwindigkeit aufnehmen. Andere wiederum machten eine kleine Snack-Pause am Standstreifen. Danach ging die Fahrt über den Kurfürstendamm zur Siegessäule und fand kurz vor dem Brandenburger Tor beim Umweltfestival ihr Ende. Ich lief hinter den Ständen der Aussteller an dem Ganzen vorbei, weil ich keine Möglichkeit hatte, mein Rad anzuschließen und verzichtete auf eine Erkundung des Umweltfestivals. Ich machte mich auf den direkten Heimweg und gönnte mir zu Hause ein schönes Vollbad und ein Nachmittagsschläfchen.

Fazit: Große sportliche Herausforderungen sind mit der Sternfahrt nicht zu bewältigen, weil man überwiegend gemächlich mit etwa 15-20km/h unterwegs ist. Also eigentlich eine ideale Veranstaltung für Familienausflüge. Jedenfalls eine Tour, auf der man ungestört immer Zeit und Kraft hat, mit anderen Radfahrern gemütlich Plausch zu halten. Nächstes Jahr gerne wieder…
Meine Fotos zur Sternfahrt, hier klicken!
Liebe ist Fußball
Montag, 26. April 2010
“Liebe ist Fußball.” Dieser Satz prangt nun kurz vor der Weltmeisterschaft 2010 in großen Lettern auf einer Werbefläche auf dem Breitscheidplatz. – Die Realität zweifelslos sieht, fernab von Lehreinrichtungen und Vereinen, anders aus! Die Spielwiesen der praktizierten Liebe fristen ohne den Beistand einer zwingenden Daseinsberechtigung oder aber durch eine angemessenen Entfernung eine eher tragische Rolle. Mit der Liebe zum Fußball ist es nicht weit her! Na klar, mit seinen bierbäuchigen Männerfreundschaften vor dem Fernseher zu sitzen und Expertisen zum Besten zu geben, ist keine große Kunst. Aber wenn es um den Fußball im eigentlichen Sinne geht, will jeder lieber seine Ruhe haben. Fußballplätze in Wohngebieten sind so beliebt wie hartnäckiger Fußpilz! Kein Wunder also, als die FIFA anläßlich der Fußball-WM im eigenen Land finanziell für die Errichtung von kleinen Fußballplätzen zur Verfügung stehen wollte, sich dafür keine Stadt oder kleine Kommune interessierte, obwohl alles für umme war. Ein gutes Beispiel dafür, wie es kleinen Fußballplätzen in Wohngebieten ergeht, findet sich in meiner mittelbaren Nachbarschaft. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mit anderen dort Fußball gespielt habe. Zunächst war der Platz immer und rund um die Uhr zugänglich. Plötzlich war dann irgendwann abgeschlossen und nach und nach wurden die Öffnungszeiten immer weiter begrenzt, bis der Fußballplatz schließlich gar nicht mehr geöffnet wurde und nun allmählich vor sich hin moddert… Gott sei Dank läuft die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 im Fernsehen und findet nicht auf dem nächtsbesten Fußballplatz in irgendeiner Wohnsiedlung statt!
Alle Fotos:

30. Berliner Halbmarathon
Sonntag, 11. April 2010
Letzten Sommer hatte ich zum ersten Mal an einem allgemeinen Volkslauf teilgenommen. An dem 10km-Stadtlauf City-Nacht. Seit dem ist die City-Nacht für mich Pflichtprogramm. Für dieses Jahr stand zunächst aber der Halbmarathon als nächste Hürde fest, obwohl meine körperlichen Einschränkungen und auch mein Gewicht mich etwas zweifeln ließen, ob ich überhaupt dazu in der Lage wäre. Anfang des Jahres wog ich 113kg und ich hatte auch eine ganze Zeit nicht mehr trainiert. So setzte ich mir das Ziel, bis zum Anmeldeschluss des Halbmarathons unter Hundert Kilo zu kommen, und mich nur unter dieser Voraussetzung anzumelden. Im Januar legte ich ein ordentliches Sportprogramm ein, verzichtete auf Alkohol und Süßigkeiten und nahm ohne Probleme 10 kg ab. Seitdem blieb ich auf meinem Gewicht von 103kg sitzen, aber auch, weil ich mein Sportprogramm wieder mehr und mehr vernachlässigte. – Am 19. Februar bin ich dann aber trotz dessen zum ersten Mal die 21km am Stück gejoggt. Weil es absolut gut für mich lief, war für mich anschließend klar: Den diesjährigen 30. Berliner Halbmarathon laufe ich auf jeden Fall mit! Die Anmeldung wurde ausgefüllt und mit der Post abgeschickt. Die Wochen darauf blieb es aber bei meinem spärlichen Sportprogramm und nur weil der Tag des Halbmarathons immer näher rückte, absolvierte ich als Abschlussüberprüfung eine Woche davor, am Sonntag den 21.03., eine 20km-lange Joggingeinheit. Mit ordentlicher Quälerei schleppte ich mich mit einer Zeit von über zwei Stunden und zwanzig Minuten nach Hause. Die nächsten Tage hatte ich ordentlichen Muskelkater und eine leichte Zerrung am rechten, hinteren Oberschenkel, die erst am Freitag komplett abgeklungen war. Auch Verbrennungen an den Körperseiten und am Rücken heilten langsam ab. Das erfreuliche an der Sache war aber, dass egal wie, ich den Lauf auf alle Fälle bewältigen werde und das Ziel erreiche. Am Samstag den 27.03., einen Tag vor dem Lauf, besuchte ich die, in dem Gebäude und auf dem Flugfeld des ehemaligen Flughafen Tempelhof ausgerichtete Sportmesse “Berlin Vital“, um meine Startunterlagen abzuholen. Den ganzen Tag über aß ich nur leicht verdauliches Essen und auch nur soviel, um den großen Hunger zu stillen. Am Abend folgten dann die letzten Vorbereitungen zum Lauf. Ich packte Wechselwäsche und Laufsachen in meinen Halbmarathon-Plastiksack ein, ebenfalls eine Flasche Mineralwasser, meine Unterlagen… Und auch Heftpflaster, um eventuell meine Brustwarzen zu bekleben und damit vor Reibung zu schützen. Ich band den Champion-Chip (Zeitmesser) in den rechten Laufschuh ein und packte auch die Laufschuhe in den Plastiksack. Anschließend ging ich ausgiebig baden und cremte mich danach am ganzen Körper ein. Ich setzte noch Tee auf und versuchte, mich auch mental auf den folgenden Tag vorzubereiten, bevor ich dann schließlich in das Bett ging. Irgendwann schlief ich mehr schlecht als recht ein und wurde am nächsten Tag vom Wecker um acht Uhr aus dem Schlaf gerissen. Ich aß eine kleine Portion Haferflocken mit Wasser, ging nochmals baden und cremte mich wieder ein. Anschließend machte ich mich mit der U-Bahn in Richtung Alexanderplatz auf. Am Bahnhof und in der U-Bahn waren viele andere Gleichgesinnte, die man am sportlichen Erscheinungsbild, an Laufschuhe oder den weißen Halbmarathon-Plastiksack erkannte, und es stiegen bei jedem Halt immer wieder welche hinzu. Als die U-Bahn kurz vor 10 Uhr am Alexanderplatz ankam, waren bereits Scharren von Läufer und deren Anhang unterwegs. Als ich den U-Bahnhof verließ, hatte sich der Himmel bereits mit dunklen Wolken zugezogen und ein kalter Wind zischte über den Platz. Die ganze Woche über war absolutes Sonnen- fast Sommerwetter und pünktlich zum Wochenende und Lauf war es kalt und regnerisch. Mal wieder typisch! Ich verschaffte mir am Alexanderplatz zunächst einen kurzen Überblick und guckte mir zuerst den Startverlauf am Berliner Dom an, lief dann Richtung Rotes Rathaus und suchte hinter dem Zielbereich den von unzähligen abgestellten roten Lkw-Anhängern für mich zuständigen Anhänger aus, um meinen Plastiksack während des Laufs abgeben zu können. Als ich den richtigen Lkw-Anhänger gefunden hatte, zog ich mich wie viele andere am Anhänger um. Lange Jogginghose aus, kurze Hose an. Weißes T-Shirt aus, blaues Event-Shirt an. Laufschuhe an. Heftpflaster in die Hosentasche. Die Laufjacke wurde wegen des unbeständigen Wetters anbehalten. – Ich gab meinen Plastiksack ab.
Kurz vor halb elf traf ich mich mit meiner Mutter, meinem Bruder Marc, seiner Freundin Janine und deren Tochter am Neptunbrunnen, die zu meiner Unterstützung gekommen waren, und wir liefen dann gemeinsam zum Startbereich. Um 11:45 Uhr stand ich schon im Rattenschwanz vor der Startlinie an, meine Begleitung am Rand, und als der Regen immer kräftiger wurde, bat ich darum, nicht auf mich zu warten. Als der Startschuss fiel, trabten die insgesamt 23.800 Läufer endlich los. Mir wurde noch zugewunken und viel Glück gewünscht, anschließend lief ich über die Startlinie und der Lauf begann.
• Streckenverlauf 2010:

Große Bildansicht des Streckenverlaufs öffnen>>>
Ich lief los und behielt mir im Hinterkopf, nicht zu schnell zu laufen, um am Ende nicht schlapp zu machen. Die gesamte Strecke “Unter den Linden” regnete es kräftig und ich war froh, meine Laufjacke an zu haben. Hinter dem Brandenburger Tor klarte der Himmel aber auf und die Sonne kam hervor. Bis zum Kurfürstendamm herrschte richtig frühlingshaftes Wetter mit Sonnenschein und morgendlich-frisch aber doch warmer Luft. Die Laufjacke wurde da dann doch ein wenig zur Qual und ich überlegte schon, mich der Jacke einfach zu entledigen und sie an den Straßenrand zu werfen. Aber ich behielt sie an.
Es lief trotz der Jacke gut, ich hatte keine körperlichen Probleme, mir machte es einfach richtig Spaß, mitten der anderen Läufer an dieser attraktiven Strecke mitlaufen zu können. Mittendrin heizten am Rand postierte Musikbands die Läufer ein. Mal war es eine Jazzband, mal eine Rockband, oder auch Indigos und Trommler verschiedener Couleur. Auch die zahlreichen Zuschauer klatschten und feuerten den Läufern zu. Manche hielten Transparente oder kleine Pappschilder in die Höhe, wo zum Beispiel Sätze standen, wie: “Ihr seid Alle Sieger!”. Es machte richtig Spaß, ich lief ganz ruhig und recht langsam und griff bei jedem Erfrischungspunkt nach einem Plastikbecher mit Wasser. Auch in der Läuferschar entdeckte man Leute, die Sprüche auf den T-Shirts hatten, wie: “Ich bin über 50 Jahre alt und laufe hier mit, weil meine Frau mich angemeldet hat!”, oder mit anderen interessanten Sprüchen. – Am Kurfürstendamm, die Hälfte der Strecke lag hinter mir, bemerkte ich, dass meine Brustwarzen aufscheuerten, ließ es aber sein, die Heftpflaster aufzukleben (wenn sie denn überhaupt gehalten hätten, bei dem Schweiß), weil ich es nicht als sehr unangenehm empfunden hatte.
Ab Kilometer 17 aber, am Potsdamer Platz, wurde es wieder kalt und windig, regnete aber zum Glück nicht, und die Beine wurden merklich schwerer. Auch die Brustwarzen begannen zu bluten und unangenehm zu schmerzen. Ab da hoffte ich auf jede weitere Kilometermarke, auf jedes weitere Schild, welches den aktuellen Kilometerstand angab, und zählte ab, nur noch so und soviel Kilometer vor mir zu haben. Als ich endlich, nach zwei Stunden und dreizehn Minuten, über die Ziellinie laufen konnte, war ich doch froh, es endlich geschafft zu haben, aber vor allem glücklich.
Hinter dem Zielbereich trank ich noch an den Verpflegungsstationen einige Becher Wasser und Zitronentee und aß zwei Bananen. Dann wurde mir meine Medaille um den Hals gehängt und ein Siegerfoto wurde gemacht. Schließlich gönnte ich mir noch einen halben Liter alkoholfreies Bier, holte meinen Plastiksack ab, erhielt meine provisorische Urkunde und machte mich dann auf dem Weg nach Hause.
Zu Hause gönnte ich mir ein volles Bad, cremte dann die leichten Verbrennungen ein und stellte mich auf die Waage, die das erste Mal seit einigen Jahren ein Gewicht von unter Hundert Kilo, genau 99,5kg, anzeigte!
- Das ist jetzt zwei Wochen her: Nach dieser sportfreien Erholungsphase wiege ich wieder meine 103kg. Meine leichten Blessuren sind auch wieder verheilt. Und jetzt ist schon gewiss: Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder! Dann aber mit abgeklebten Brustwarzen. Mit Pulsuhr. Und mit dem Ziel unter zwei Stunden zu kommen!

Alle eigenen Bilder vom Halbmarathon angucken
30. Halbmarathon Ergebnisse:
Name: Augstein, Andreas Wolfgang. Startnummer: 3308. Platz: 11676. Altersklasse: M30. Altersklassen-Platz: 1452. Netto: 02:13:49. Brutto: 02:29:11. Zeit pro km: 06:20. Geschwindigkeit: 9.46 km/h.
Video-Impression:
City-Nacht 09
Freitag, 14. August 2009
Am 01.08.2009 war es endlich so weit. Meine erste größere Laufveranstaltung sollte endlich sein – die Berliner City-Nacht. Mehr als 60 Mal zuvor bin ich in diesem Jahr alleine meine eigene 10km-Strecke gejoggt, und habe immer 1 Stunde 10 Minuten gebraucht. Mehr war nicht drin, vor allem wegen meinen Wehwehchen, die ich mit mir rum schleppe. Zuletzt waren es die Knieschmerzen, die ich einen Monat vor dem Lauf in der Reha halbwegs wegkurieren lies. Die letzten Läufe vor dem großen Start verliefen dann beinah Schmerzfrei und ohne Leistungseinbuße. Am Tag der City-Nacht endlich, am Morgen bin ich mit einer verhärteten Wade aufgewacht und dachte schon daran, nicht an den Start zu gehen. Ich verfluchte mein Unglück, behandelte die rechte Wade mit Massagen und mit einer Wärmesalbe und machte mich gegen 18.00 Uhr auf den Weg Richtung Kudamm.
• Streckenverlauf 2009:

Bild öffnen>>>
Kurz vor zwanzig Uhr reihte ich mich in den Rattenschwanz vor dem Startportal ein. An der Seite standen meine Bekannten und unterstützten mich. Die rechte Wade machte mir Kummer. Um 20:30 Uhr fiel der Startschuss und die vorderen Reihen liefen los. Allmählich rückte alles nach und wurde schneller. Ich wurde durch die laufende Menge mitgezogen und lief schon gleich nach dem Start sehr schnell. Ich dachte immer weniger an die Wade und schließlich mehr daran, wie einfach mir das Laufen fiel. Ab dem dritten Kilometer war ich schon sehr ins Schwitzen gekommen, ich wollte mein Tempo zügeln und langsamer laufen. Alle Läufer atmeten allmählich schwerer, und man musste kämpfen, ein wenig Sauerstoff abzubekommen. Darüber hinaus war es eh sehr warm an diesem Tag, ein wenig zu warm zum Laufen. Es lief trotzdem alles klasse! Ab dem fünften Kilometer merkte ich zwar meine Knie, ich war aber so euphorisiert, dass mir kein Schmerz die Lust nehmen konnte. Ich genoss es, durch die an dem Rand jubelnden Schaulustigen angetrieben zu werden – ab und an stand auch mal eine Musikband und heizte mit rhythmischen Klängen ein. Ab dem siebten Kilometer wurde ich aber deutlich langsamer und hatte mit mir zu kämpfen. Ich hatte viel Feuchtigkeit verloren und griff an den letzten zwei Getränkeständen jeweils einen Plastikbecher mit Wasser. Ein zwei Schlücke, den Mund ausspülen, den Rest über den Kopf, Plastikbecher achtlos zu den anderen Hunderten auf den Boden werfen. – Es war bereits dunkel, als ich die Gedächtniskirche am Ende der Strecke erblickte. Die letzten Streckenmeter vor dem Ziel waren wie eine Art “roter Teppich” ausgeleuchtet und ich lief nach unter eine Stunde umjubelt, erschöpft und überglücklich ein.
Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!
P.S.: Vielen Dank an Janine, Marc und Melissa für die Unterstützung!
18. City-Nacht Ergebnisse:
Name: Augstein, Andreas Wolfgang. Startnummer: 3051. Platz: 3318. Altersklasse: M30. Altersklassen-Platz: 378. Netto: 00:56:50. Brutto: 00:59:11.