
Weltpremiere der rekonstruierten Originalfassung und Galaveranstaltung für die Berlinale 2010: Metropolis, (DEU 1927/2010). R: Fritz Lang. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Musikalische Leitung: Frank Strobel.
Berlinale-Tickets gibt es ab 8. Februar. Für die Weltpremiere der rekonstruierten Originalfassung von Fritz Langs Metropolis am 12.02 im Friedrichstadtpalast begann der Kartenvorverkauf aber schon am 18.01., diese Woche Montag. Am Freitag zuvor stand ich bereits an der Theaterkasse und “bestellte” auf Absprache eine Karte. Da war noch gar nichts bekannt, keine Preise, keine Sitzverteilung, nichts. Ich erhielt eine Telefonnummer von der Theaterkasse am Alexanderplatz, weil die am Montag bereits um 08:00 und nicht wie die anderen Kassen erst um 10:00 Uhr öffnet. Am Montag rief ich sofort um 08:00 Uhr an. Die Dame am Telefon bestätigte mir, dass ein Hinweis auf meinem Namen hinterlegt wurde, ich aber bitte noch mal um 10:00 Uhr anrufen solle, da dann der Vorverkauf möglich sei und die Theaterkasse erst Informationen online abrufen kann. Um 10:00 Uhr erhielt ich die Bestätigung: Eine Karte für 22 Euro. Juchhu! Bitte bald abholen! Als ich Tags darauf an der Theaterkasse erschien, sagte mir die Dame noch zum Abschied: Sie haben Glück, überhaupt noch eine Karte bekommen zu haben! Puh!
Und tatsächlich: Ausverkauft!
Mal sehn, welche A-bis-Z-Promis ich zu Gesicht bekomme… Ich hoffe, um die Beitragsfilme sehen zu können, wird es etwas einfacher werden… sonst passierts vielleicht, dass mein Berlinale-Urlaub anders verläuft, als geplant…
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Archiv für die Kategorie „Ich & Co“
Berlinale Warm-up
Donnerstag, 21. Januar 2010+++ kulturnotiz +++
Freitag, 8. Januar 2010am gestrigen tag war die welt noch in ordnung. ich stand auf. ich frühstückte. ich ging mittags zur arbeit. ich machte meine arbeit. dann feierabend. ich dachte an nichts böses, als ich abends auf dem weg nach hause in der u-bahn saß und die wiedergabe eines informationsmonitors (berlinfenster) verfolgte. plötzlich stand da: am 12.02.10 wird am brandenburger tor auf einer riesengroße videoleinwand metropolis ausgestrahlt. kostenfrei und in voller länge. kostenfrei und in voller länge, metropolis. aha! ich notierte die angaben in mein moleskine-wochenplaner und recherchierte anschließend im internet. schließlich erfuhr ich, dass metropolis der eröffnungsfilm der diesjährigen berlinale ist, berlinale (!!!), und auch im friedrichstadtpalast ausgestrahlt wird. ich surfte auf den seiten der berlinale, suchte nach programmen, nach tickets, ich surfte auf den seiten des friedrichstadtpalast und beim ticketverkäufer eventim. tja, dann irgendwann ging ich müde ins bett. das vorläufige ende vom lied: heute auf arbeit. irgendwann in der mittagspause zu einer eventim-ticketverkaufsstelle gegangen. hab mich schlau gemacht, wann, wo und wie – weil vielleicht… (abgefallen ist dabei noch eine eintrittskarte für die berliner philharmoniker in der waldbühne am 27.06.10) …und schließlich auf arbeit zurückgekehrt hab ich mir für die berlinale-woche vom 15.02 bis 21.02.10 einfach mal urlaub genommen. so kann’s manchmal gehen –
berlinale, ich komme!!!
Winterliche Begegnung der dunklen Art
Sonntag, 3. Januar 2010
Das Jahr ist drei Tage alt. Der Schnee liegt an einigen Stellen weit über Knöcheltiefe. Es ist kalt. Man könnte auf bessere Zeiten warten, aber der Winterspeck nervt und muss runter! Es hilft nicht, ich muss joggen, egal wie verschneit Berlin zurzeit ist. Heute Abend war ich das erste Mal 2010! Es lief erstaunlich gut. Der Schnee ist nicht schmierig oder glatt. Eisglatte Stellen sind gut ausgestreut und stellen keine echte Gefahr dar. Es macht Spaß, wenn man denn ordentlich gekleidet ist. – Und weil ich nicht erst seit heute so ein harter Hund bin, sondern schon in der Vergangenheit bei weitaus tieferen Minusgraden joggen war, kam die Erinnerung an eine Begebenheit in mir hoch, die ich vielleicht im Winter 2008/2009 erlebt hatte und heute mal erzählen will. Damals war es so kalt, dass ich über einen Kapuzenpullover noch eine Trainingsjacke darüber an hatte. Auf dem Kopf waren eine in das Gesicht gezogene Skimaske, darüber eine Wollmütze und dann noch die Kapuze des Pullovers. Die Hände wurden durch Wollhandschuhe gewärmt. Ich war gut eingepackt und joggte, wie so oft, spät in der Nacht meine Runde durch Nordberliner Straßen. In einer Einfamilienhaussiedlung joggte ich eine Anhöhe hoch. Es war dunkel, der Gehweg war spärlich ausgeleuchtet. Da kam mir dann, auf gleicher Gehwegseite, von oben ein älterer Mann entgegen, der seinen Hund, wohl noch vor dem ins Bettgehen, das letzte Mal ausführte und den ich wohlweißlich vorher noch nie gesehen hatte. Der Gang des Herrn stockte kurz, als er mich wahr nahm und die Leine wurde angezogen. Er sah einen schnaufenden, vermummten 100kg-Koloss von etwa 190cm Größe zügig auf sich zulaufen. Wieder stockte sein Gang und das Herz sank in die Hose. Noch bevor ich nah an dem Mann dran war, entsprang ihm still Stehenderweise ein unterwürfiges: “Guten Abend!” – Ein Satz, der mit der Hoffnung verknüpft war, sich damit retten zu können.
Die Tragik des Verstehens
Sonntag, 3. Januar 2010augstein oder nicht sein
Die Tragik des Verstehens öffnet in uns ein Bild der Welt, das unser ist_
Deine Augen _ deine Welt _ dein Verstehen, – bist du gebunden –
deine Wahrnehmung_ die auch deine Wahrnung bleiben will, trotz aller Prophylaxe mittels psychoaktiver Proteine oder wie auch immer welch hervorgerufene psychische Reaktion unseren Geist und unseren Körper beherrscht_ ist es mir gleich was geschieht, was geschehen ist _ was geschehen wird_ ist mein Körper ein sinnloser Gegenstand, der sich durch den Raum in dieser Zeit drängt und seinen Vorteil beständig realisiert_ durch meinen Geist_ denn nur der macht mir klar- welcher Vorteil mir am liebsten scheint und mit welchem Vorteil sich der Nachteil in einer ausgewogenen mir erträglichen Situation zu der Symbiose katalysiert- die mir- meinem geist- meinem körper, in eben einer gleichen Art von symbiose, das Atmen erleichtert.
Denn dieser Druck , der hervorgerufen durch eine Schwere, die sich ergibt aus der Unausgewogenheit meiner Sinne meiner Wahrnehmung meines Verlangens __ macht mich träge …….
dein Verlangen ruft nach Anhörung nach Erkenntnis und vor allem nach Nahrung_ scheint es doch immer und immer wieder als sehest du mit Absicht all die vielen anderen Dinge, um nur und nur nur nur an dir selbst vorbeizuschauen_ scheint deine Suche nach Erkenntnis nur den lauf eines Kreises zu belegen jedoch den Kern stets mit Vermutungen umhüllend – zu ignorieren.
03.01.2007 – 10:52:56 (Unbekannter E-Mail-Absender)
Aktion 2009
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Aktion 2009! Eine Auflistung…
14.01.09 | BBB – Sammelkarte 10x Früh/Spät.
17.02.09 | Komödie Kudamm – Shakespeare´s “Wie es euch gefällt”
27.02.09 | Zoologischer Garten Berlin (ZooCard)
27.02.09 | Aquarium Berlin (AquariumCard)
01.04.09 | BVG Jahresabo AB
04.05.09 | Deutsches Historisches Museum
05.05.09 | Naturkundemuseum
06.05.09 | Pergamonmuseum
07.05.09 | Gemäldegalerie
08.05.09 | Deutsches Technikmuseum
09.05.09 | Zeiss-Großplanetarium – Augen im All
21.05.09 | Herrentag – Brandenburger Dorftour
28.05.09 | Alte Nationalgalerie
05.06.09 | Gärten der Welt
14.06.09 | Botanischer Garten und Museum
21.06.09 | Berliner Philharmoniker in der Waldbühne
06.07.09 | Strandbad Lübars – Sammelkarte 10x Normal
15.07.09 | 20km-Grunewald-RadRennen (Ich in 36:44min)
01.08.09 | 18. Vattenfall CityNacht (Läufer, 10km in 56:50min)
18.08.09 | Freiluftkino Rehberge – “The Wrestler”
24.08.09 | Freiluftkino Rehberge – “C´est la vie…”
27.08.09 | Rathaus Birkenwerder – “Birkenwerder Freimaurer”
30.08.09 | BE – Kleist´s “Der Zerbrochne Krug”
15.09.09 | BE – Reza´s “Der Gott des Gemetzels”
03.10.09 | Theater Kudamm – Shaffer´s “Komödie im Dunkeln”
05.10.09 | Sea Life + AquaDom Berlin (Jahreskarte)
05.10.09 | Schiffstour “Historische Altstadt” (Eddyline)
14.10.09 | Neue Nationalgalerie – Bilderträume.
15.10.09 | Bode-Museum
17.10.09 | Neues Museum – Tag der offenen Tür.
18.10.09 | Berliner Dom – Jedermann-Festspiel
25.10.09 | Kino Tegel – G-Force – Agenten mit Biss (3D)
20.11.09 | Potsdamer Platz – Apres-Ski-Party (Weihnachtsfeier)
21.11.09 | Theater Kudamm – Magnusson´s “Männerhort”
01.12.09 | Jahresmitgliedschaft McFit
08.12.09 | Jahreskarte Staatliche Museen zu Berlin
08.12.09 | BE – Schiller´s “Der Parasit”
10.12.09 | Neue Nationalgalerie – Thomas Demand
18.12.09 | Helmut Newton Stiftung – SUMO
18.12.09 | BE – Otto Sander liest Joachim Ringelnatz
19.12.09 | Helmut Newton Stiftung – SUMO
19.12.09 | Kino Potsdamer Platz – “Avatar – Aufbruch nach Pandora” (3D)
22.12.09 | Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
24.12.09 | Heiligabend bei den Eltern

Das wird die erste und letzte Auflistung dieser Art sein. In Zukunft werde ich entweder Erfahrungsberichte in meinen Blog stellen, oder aber ich lass es ganz mit einer Erwähnung! Eine reine Auflistung kommt mir nicht mehr in den Blog! Hierzu habe ich mich nach dem Beitrag “Es hat sich ausgeweihnachtet” von Verena entschlossen!
Ein gutes Jahr 2010 wünscht Auge!
Weißer Niederschlag
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Der Winter ist da! Er ist da und wie mir scheint, zu Scherzen aufgelegt. Das erste Weiß war eine zarte Ankündigung. Jedoch – die Schneedecke wuchs über die Tage beharrlich an und man konnte hoffen, es gäbe weiße Weihnachten. Pünktlich zu Heiligabend aber war der Schnee spurlos verschwunden – schneefreie Weihnachten. Seitdem ließ sich die weiße Pracht nicht mehr blicken. Bis heute! Einen Tag vor Silvester schneit es, als ob die Schneekanonen mittlerweile auch in Berlin eingesetzt werden, weil man Rodeln will, aber sich den Urlaub in den Alpen nicht leisten kann. Dabei sind die meisten Stadtmenschen froh, wenn der Schnee nach Weihnachten auch Geschichte ist und bleibt. Gestern noch schmiedete ich Pläne, mir mit Joggingeinheiten den Winterspeck abzutrainieren. Jetzt ist der Schnee doch wieder da. Ob ich im Schneegestöber joggen werde, bleibt abzuwarten.
A(lkohol)A(bstinenz)
Sonntag, 27. Dezember 2009
Manche behaupten, Alkohol sei das Schmiermittel der Gesellschaft. Das kann gut möglich sein. Der erste Kuss, der erste Sex und vieles andere auch, kommen mit Zuhilfenahme von Alkohol zustande. Auch wenn das oft nicht als Zuhilfenahme verstanden wird, sondern eben als ein Faktor zum “Spaß haben”. Nicht nur das. Es gibt Studien, die belegen wollen, dass die Mehrheit der studierten Erfolgsmenschen in der Lehrzeit ausgiebig gesoffen hat. Der Erfolg der trinkfesten Spitzenverdiener liege wohl darin begründet, das auf Studentenpartys aufgrund des Alkohols viel offener mit Menschen umgegangen werde und das Gehirn dadurch Strukturen sozialer Kompetenz erlange, die der Kariere zum Vorteil gereichen. Man muss kein Alkoholiker sein, um zu wissen, dass Alkohol ein fester Bestandteil unserer Alltagskultur ist. – Weil der Alkohol also in kleinen Mengen das Leben versüßen kann, vielleicht sogar bessern, warum sollte man ihn dann verteufeln? Was kann man dafür, wenn Jugendliche in Krankenhäuser eingeliefert werden, weil sie sich ins Koma gesoffen haben. Was kann man dafür, dass betrunkene Autofahrer nicht nur sich selbst um den Baum wickeln, sondern gleich noch andere mitnehmen. Was kann man dafür, dass Gewalt mit Hilfe von Alkohol viel leichter entsteht? Was kann man dafür, solange man selber mit Alkohol umgehen kann? Jeder ist Frei und kann die Art und Weise bestimmen, wie er welche Genussmittel konsumiert. Die Frage ist dann doch immer die, warum jemand auf Alkohol verzichtet. Man wird verdächtig, denn niemand sollte im Ernst freiwillig auf das Schmiermittel, auf den Spaß, auf die Süße des Lebens verzichten. Wer abstinent oder streng gemäßigt lebt, wird automatisch ausgegrenzt und als ein Sonderling betrachtet. Wenn man auf Alles verzichtet, was hat man da noch im Leben? Abgesehen davon ist mäßiger Alkoholkonsum gesund! – Das hartnäckige Gerücht der gesundheitsfördernden Wirkung des berühmt gewordenen täglichen Glases Rotwein ist bereits hinreichend widerlegt. Nur die enthaltenen Pflanzenstoffe rufen den positiven Effekt hervor und nicht der Rotwein oder sein Alkohol. Demnach ist der Verzehr von Weintrauben nicht nur gleich gut, sondern wahrscheinlich weit aus besser. Gesund ist Alkohol beileibe nicht, er kann aber sehr schnell gesundheitsschädigend werden. Und was gerade die Süße des Lebens betrifft, kann es nicht sein, das durch den Verzicht vielleicht andere weit aus wertvollere Farbnuancen in das Leben treten können?

Ich für meinen Teil habe in der Vergangenheit viel Spaß gehabt, auf Partys, auf denen exzessiv gesoffen wurde und ich mich dort auch selber bis zum abwinken abgeschossen habe. Aber nach dem Spaß kam bei mir immer das Leiden, das Kotzen, der Kater, das Bereuen, soviel getrunken zu haben. In solchen Momenten habe ich mir mehr als einmal gesagt: Nie wieder! Mäßiges Trinken wiederum wird bei mir zum immer öfter zelebrierten “Feierabendsbier”, welches mich einfach nur träge macht. Ich bin irgendwie ein Ganz-Oder-Gar-Nicht-Typ. Das hat vielleicht auch was mit Schwäche zu tun, weil Abstinenz wohl leichter ist, als echte Mäßigung. Gerade deshalb hatte ich am 26.12.08 beschlossen, ein Jahr lang kein Alkohol zu trinken. Ein Probelauf so gesehen, der aufgrund des Drängens der Beteiligten am Männertag einige Monate später aufgegeben wurde. Ja, und dann war ich wieder drin, zumindest mit meinen Feierabendbieren. Irgendwie gefällt mir das aber einfach nicht. Und so läute ich nun den zweiten Probelauf ein. (Wohl wissend vollzog ich in der Weihnachtszeit noch ein ordentliches Abschlussszenario mit öfter mal einige kleine Gläser Wodka am Tag und hier und da mal einige Flaschen Bier.) Jetzt ist es aber soweit! Ich habe gestern Abend, 26.12.09, für ein Jahr lang, die letzte Flasche Bier geöffnet, den letzten Schluck Alkohol getrunken. Da können noch so viele Männertage kommen! – Zum Wohle!
Heiligabend 2009
Freitag, 25. Dezember 2009
Es war ein schöner Heiligabend im Kreise der Familie. Man traf sich gegen 15.00 Uhr bei meinen Eltern. Wir waren zu sechst. Es gab zunächst den Weihnachtsbraten, Kartoffeln, Sauerkraut und Rotkohl. Dann wurde die für sechs Personen ausgelegte Brettspielvariante “Mensch Ärger Dich Nicht” gespielt, die ICH im Übrigen gewonnen habe. Mittendrin wurde viel gelacht. Im Hintergrund spielte Weihnachtsmusik. Es gab Cola, Fanta, Bier und Wodka zu trinken. Ich hielt mich an Bier, später an den polnischen Wodka. Nach dem Spiel wurde das Kuchenessen eingeläutet. Ich aß vier oder fünf Stücke Zitronen-Creme-Kuchen und war danach mehr als satt. Anschließend fand die traditionelle Bescherung statt, bei der es bei uns Brauch ist, dass jeder Mal nach der Reihe wahllos ein Geschenk unter dem Tannenbaum hervor holt und es an den Beschenkten aushändigt. Der Beschenkte darf dann in Ruhe sein Geschenk im Kreise der Anwesenden auspacken. Nach der Bescherung wurde noch ein wenig Fernsehen geguckt. Bald machten sich alle langsam gen eigene Heimat auf. Es war wirklich ein schönes und friedvolles Familienfest zu Heiligabend…

Ich wurde nach meinem Empfinden in diesem Jahr viel zu reich beschenkt. Ich weiß gar nicht, womit ich das verdient habe! – Unter dem Tannenbaum meiner Eltern lagen für meine (drei) Katzen drei Sheba-Schälchen, zweimal mit Enten- und Hühnchenbrust, und einmal mit Meeresfrüchten. Für mich lagen unter dem Baum ein 125g Marzipan-Weißbrot, eine Muskatnussreibe und ein Flaschenöffner, eine LED-Wasserhahnlampe in Blau, eine graue Strickmütze mit blauen Rand, ein Feinbiber-Spannbettlaken 140x200cm, und für meine zukünftige Malerkariere eine kleine Atelier-Staffelei mit zwei Paketen Leinwandblock 15 Blatt A3 (100% Baumwolle), eine Unterlegplatte (Spanplatte 50x60cm), ein Studioset Ölfarben (Inhalt: 8x 12ml Tuben-Ölfarbe, 2 Pinsel, 1 Bleistift, 1 Mischpalette, 3 Malbords 22.7×15.2cm, 1x 75ml Öl-Malmittel, 1 Anleitungsheft), Pinselset (7-tlg), Set mit 24 x 12ml Tuben Acrylfarben, Ölfarbenset 18 x 36ml und endgültig am Ende angekommen ein 9 Rund- und 9 Flachpinselset in Stoffrolle.
Damit hab ich nicht gerechnet. Ich rede zwar schon seit einigen Jahren davon, dass ich mir mal eine Staffelei und den ganzen anderen Rest zum Malen zulegen will, aber ohne irgendwelche hochgesteckten Ambitionen zu hegen. Ich will einfach nur mit Farben rumkrakeln… Ich habe mich wahnsinnig gefreut und bedanke mich bei Allen!!!

P.S.: Wer sich dafür interessiert, was ich bisher so gemalt bzw. gezeichnet habe, der kann in meinem FlickR-Ordner “Zeichenstube” stöbern!
Weihnachtsbraten
Mittwoch, 23. Dezember 2009Telefongespräch mit meiner Mutter:
Etwa vor zehn Tagen.
Mutter: Kommst du Heiligabend zu uns?
Sohn: Ja, ich komme. …
Mutter: Es gibt Schweinebraten!
Sohn: Aha, aber nicht nur? Auch Kartoffeln und Rotkohl?
Mutter: Bist du immer noch “Vegetarier”?
Sohn: Ja… aber ist ja kein Problem. Ich esse dann einfach Kartoffeln und Rotkohl.
Mutter: Nur Kartoffeln und Rotkohl, was soll das? Das Fleisch ist ganz mager, das kannst du eigentlich essen.
Sohn: Nein! Ich esse kein Fleisch.
Mutter: Da ist überhaupt kein Fett dran!
Sohn: Ich esse kein Fleisch!
Mutter: Aber Soße?
Sohn: Wenn da Fleisch drin war, – die dann auch nicht!
Mutter: Was ist bloß los mit dir? Du hast doch früher auch immer Fleisch gegessen!
Sohn: Jetzt halt nicht mehr. Dinge ändern sich manchmal.
Mutter: Auf einmal! Du spinnst!
Ende.
Fleischlos Leben
Sonntag, 20. Dezember 2009
Auch wenn es etwas mehr als 30 Jahre gedauert hat, aber seit dem 08.08.09, also seit mehreren Monaten schon, lebe ich vegetarisch! Vor allem bin ich Vegetarier, weil ich es für richtig halte. „Für richtig“ könnte ich ausschweifend mit Umweltschutz und mit Ethik, mit der Ehrfurcht vor dem Leben und sonst mit irgendetwas begründen. Aber ich denke, es ist eine Anlage von mir, ich fühle mich mit dem Verzicht auf Fleisch (und Fisch) einfach besser. Das Rationale ist dabei beiseite gelegt.
Mittlerweile bin ich, den Rechtfertigungsversuchen wegen, die mir abgefordert wurden, halbwegs informiert und davon überzeugt, dass bei einer ausgewogenen (vegetarischen) Lebensweise keine schwerwiegenden gesundheitlichen Nachteile entstehen. Ein Vegetarier lebt jedenfalls gesünder als der bundesdeutsche Durchschnitt.
Die Idee ohne Fleisch leben zu wollen, beschäftigte mich schon als kleinen Jungen. Die Umsetzung hatte ich immer wieder verworfen. Weil aber mein rauchfreies Leben ein Jahr nach X alt wurde, überlegte ich mir im Vorfeld, wie ich noch weiter über mich hinausgehen kann. Frei nach Slotderdijk, vom letzten Gipfelstürmen, welches längst Basislager geworden ist, zu höheren Ebenen streben und nicht verweilen! Nach dem erfolgreichen Besiegen der Nikotinsucht musste ein weiteres grundlegendes Leben veränderndes Element Einzug halten.
Die Prämisse ist jetzt die: Ich esse alles vom lebenden Tier (Eier, Käse) und nichts vom toten Tier. Ich habe mir eine Probephase von einem Jahr auferlegt. Aber jetzt kann ich schon sagen, dass ich paradoxerweise abwechslungsreicher esse und ich mich mit dem Verzicht wirklich gut fühle. Es ist natürlich wie mit den Zigaretten. Wenn sich jemand eine Currywurst mit Pommes holt, dann hätt ich im ersten Moment auch sehr gerne Currywurst, aber vegetarischer Kartoffelsalat mit Pommes geht doch auch!
Das Gute am Rande: Wenn mich in der Zukunft wieder irgendwelche Geldeintreiber von AktionTier in der Fußgängerpassage ansprechen, dann werde ich im Vorbeilaufen sagen können: “Ich bin Vegetarier, – mehr kann man doch wirklich nicht für den Tierschutz tun!” Das gleiche gilt für alle Umweltschutzverbände!
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