Archiv für die Kategorie „Ich & Co“

Der Ausstieg aus dem Ausstieg ist mein Ausstieg

Mittwoch, 14. Juli 2010


Der Kampf um die Zukunft der Atomwirtschaft ist neu entbrannt. Die 17 deutschen Kernkraftwerke sollen länger laufen – darunter auch Uraltmeiler. Um den Bürgern die Entscheidung schmackhaft zu machen, verspricht die Koalition günstige Energiepreise und klimafreundlichen Strom.
Gekürzte Inhaltsangabe aus Frontal21-Fernsehdokumentation: “Der große Bluff”, ZDF am 13.07.2010.:
Höhere Gewinne für Konzerne.
Atomstrom sei billig, behaupten die Befürworter der Kernenergie. Eine Verlängerung der Laufzeiten von alternden Kernkraftwerken könne daher helfen, die Strompreise stabil zu halten oder gar zu senken. Olav Hohmeyer, Professor für Energie- und Ressourcenmanagement an der Universität Flensburg und vom Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung (SRU), hält die These von sinkenden Preisen durch Laufzeitverlängerungen für falsch. Der Strompreis werde an der Strombörse gebildet, die Produktionskosten spielten da fast keine Rolle. Von dem günstig produzierten Atomstrom profitierten die Verbraucher nicht, wohl aber die Atomkonzerne – ein Geldsegen in Milliardenhöhe. Atomstrom ist billig? Seit Jahrzehnten erhält die Atomindustrie Subventionen und Privilegien wie kein anderer Industriezweig. Die Nutzung der Atomenergie haben die Bundesbürger bisher mit Milliarden an staatlicher Förderung finanziert. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gab allein der Bund bereits mehr als 40 Milliarden Euro für die Förderung der Atomenergie aus. Hinzu kamen Steuervorteile und Privilegien bei der Versicherung. Während die Energiekonzerne bisher Milliarden mit der Atomkraft verdient haben, wurden die Kosten auf den Verbraucher abgewälzt.
Sichere Atomanlagen.
Risikotechnik Kernenergie: In der Vergangenheit kam es weltweit schon häufig in Atomanlagen zu Fehlfunktionen und Unfällen. Ob Materialversagen, technische Defekte oder menschliches Versagen – schon vermeintlich kleine Fehler können Katastrophen verursachen. Trotzdem halten Politiker von Union und FDP an der Laufzeitverlängerung für veraltete Atomanlagen fest. Ihr Versprechen: Für höchste Sicherheit wird gesorgt. Kernenergie könne man nicht komplett sicher machen, warnt Olav Hohmeyer. Vor allem alte Reaktoren seien gegen die Gefahr eines Flugzeugabsturzes nicht ausreichend gerüstet. Wolfgang Renneberg, bis Ende 2009 Abteilungsleiter Reaktorsicherheit im Bundesumweltmisiterium, kennt die Sicherheitsprobleme der deutschen Atomwirtschaft und plädiert deshalb dafür, die alten Atomanlagen vom Netz zu nehmen. Renneberg kritisiert, dass sicherheitstechnische Maßstäbe in der politischen Auseinandersetzung um Laufzeitverlängerungen keine Rolle spielen. Der Verfassungsrechtler Professor Joachim Wieland von der Verwaltungshochschule Speyer sieht die Rechtmäßigkeit des Betriebs von Kernkraftwerken durch neue Gefahren, wie Terrorangriffe aus der Luft, in Frage gestellt. Wenn dagegen keine ausreichende Vorsorge getroffen werde, verletze der Staat gegenüber dem Bürger seine Schutzpflicht.
Geeignete Endlager.
Seit Jahrzehnten verdienen die Konzerne mit Atomstrom Geld, doch ein Endlager für hoch radioaktiven Müll ist nicht in Sicht. Wird kein Endlager gefunden, steht die Atomwirtschaft grundsätzlich in Frage. Die schwarz-gelbe Regierung verspricht Sorgfalt bei der Endlagersuche. Doch der Bundesumweltminister setzt alles auf eine Karte, lässt nur in Gorleben suchen. Professor Olav Hohmeyer glaubt nicht, dass jemals ein sicheres Endlager gefunden wird. Die beiden deutschen Endlagerruinen Asse und Morsleben zeigten, dass Strahlenmüll über kurz oder lang immer Probleme bereite. Für die müsse dann die Allgemeinheit gerade stehen. Asse und Morsleben werden zurzeit mit Steuermilliarden saniert. Hohmeyer kritisiert, dass die Gewinne privatisiert, die Kosten aber sozialisiert werden. Die Energiekonzerne Vattenfall, EnBW, E.on und RWE drängen darauf, Gorleben endlich als Atommüllendlager frei zu geben. Jährlich fällt tonnenweise Atommüll an. Sie brauchen dringend ein Endlager, gerade in Hinblick auf die Laufzeitverlängerungen. Professor Gerd Lüttig war Vizepräsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und des Niedersächsischen Landesamtes. Er hat im Auftrag der Bundesregierung zwischen 1972 und 1975 bundesweit 250 verschiedene Salzstöcke für die Lagerung atomarer Reststoffe untersucht. Gegen seinen Rat habe sich der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) für Gorleben als Erkundungsort für ein Atom-Endlager entschieden. Der Kieler Geologe Ulrich Schneider, der Anfang der 80er Jahre bei Probebohrungen in Gorleben dabei war, hält bereits heute den Standort Gorleben für ungeeignet. Es gebe ein Sicherheitsrisiko: Über dem Salzstock fehle vielerorts eine Tonschicht, die das Salz vor dem Wasser einer eiszeitlichen Rinne schützt. So könne Radioaktivität in die Biosphäre gelangen. Immer weiter Atommüll zu produzieren, ohne ein gesichertes Endlager, das sei mit der Verfassung nicht zu vereinbaren, warnt der Professor für Verfassungsrecht, Joachim Wieland. Das würde das Schutzgebot des Grundrechts auf Leben und Gesundheit der Bürger verletzen.
Energiewende mit klimafreundlicher Atomkraft.
Die Regierung verspricht eine Energiewende. Allerdings soll Atomkraft eine Brücke bauen – zu Strom aus Sonne und Wind. Die Kernkraftwerke sollen so lange laufen, bis die erneuerbaren Energien zuverlässig den in Deutschland benötigten Strom erzeugen. Der ehemalige Atommanager und heutige Gegner der Atomenergienutzung, Klaus Traube, widerspricht dabei der These, Atomkraft sei klimafreundlich. Denn beim Bau von Kernkraftwerken, bei der Uranförderung sowie bei der Brennelemente-Herstellung werden große Mengen an CO2 ausgestoßen. Für Traube gehört die Zukunft den erneuerbaren Energien. Werner Frohwitter ist Sprecher der Firma Energiequelle, nach eigenen Angaben bundesweit der zweitgrößte Windpark-Hersteller. Das brandenburgische Unternehmen fürchtet um seine Zukunft. Schon heute werden immer wieder Windmühlen vom Stromnetz abgekoppelt, weil Atomstrom der alten Großkraftwerke die Netze verstopft.
Ausstieg aus dem Ausstieg?
Die Bundesregierung hat sich den Ausstieg aus dem Atomausstieg vorgenommen. Sie hofft auf zusätzliche Steuereinnahmen. Die Pläne stoßen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf massive Kritik: Die Regierung setze auf “Technik von gestern”, anstatt auf regenerative Energie. Doch kann die Regierung ihre Ziele durchsetzen – ohne Mehrheit im Bundesrat? Die Verlängerung der Laufzeiten bedeutet für Professor Olav Hohmeyer “einen völlig falschen Weg in der Entwicklung des Energiesystems”. Die Debatte um die Laufzeitverlängerung ist nach Ansicht Hohmeyers davon “getrieben, dass einige große Konzerne Kraftwerke besitzen, mit denen man quasi Geld drucken kann, wenn man eine längere Laufzeit bekommt”. Der ehemalige Atommanager und spätere Kritiker dieser Technik, Professor Klaus Traube, warnt: Wenn sich in Deutschland eine Katastrophe wie 1986 in Tschernobyl ereignen würde, wären hierzulande bis zu 20 Mal mehr Menschen direkt betroffen als damals in der Ukraine. Die Atomenergie hält er für nicht beherrschbar. Trotz aller Kritik hält die Bundesregierung am Atomkurs fest. Bei der Laufzeitverlängerungen will man die Bundesländer bei der Gesetzgebung übergehen, ihre Zustimmung wird für überflüssig gehalten, sofen es sich um eine “moderate” Laufzeitverlängerung handelt. Der Verfassungsrechtler Professor Joachim Wieland kritisiert scharf das Ansinnen der Bundesregierung, Laufzeiten zu verlängern. Angesichts eines immer noch fehlenden Endlagers und wachsender Terrorgefahr, hält er einen Weiterbetrieb der Reaktoren über die bisher festgelegten Restlaufzeiten für verfassungswidrig. Der Staat bürde seinen Bürgern damit zu hohe Risiken auf. Den Plan, eine Laufzeitverlängerung ohne Zustimmung des Bundesrates durchzusetzen, verurteilt er als “kalkulierten Verfassungsbruch”.


Der Ausstieg aus dem Ausstieg ist mein Ausstieg
Endlich wechsel ich von einem der großen Atom- und Kohle-Stromerzeuger zu einen unabhängigen Öko-Stromanbieter, der seinen Strom zu 100 % aus regenerativen Quellen bereit stellt. – Vielleicht spät, aber nicht zu spät: Ich will meine viel beschworene Verantwortlichkeit als Verbraucher in die Hand nehmen und meinen Beitrag zum Atomausstieg leisten. Gerade jetzt, wo die Politik versagt…
Also: JETZT WECHSELN!

Echte Öko-Strom-Anbieter:
EWS Schönau
Greenpeace-Energy
Lichtblick
Naturstrom
Weitere interessante Internetseiten:
Ökostrom-Vergleich.com
Atomausstieg selber machen
Die Anti-Kohle-Seite
20 Fakten über Atomkraft
Wikipedia: Atomausstieg

Sommerfüße

Montag, 5. Juli 2010

Mal wieder ein wenig spät kam mir der Gedanke, setzte ich einen endlich notwendigen Entschluss in die Tat um. Am 01.07. legte ich mir eine Körperwaage zu. Die, dabei eine Rolle spielenden, Zauberworte waren/sind: Dezidierte Gewichtskontrolle + Zielorientierte Gewichtsreduktion = Absolutes Idealgewicht. Quasi mit Traumkörper! – Und eine Körperwaage, inklusive Angabe von Fettanteil und Wasseranteil, ist dabei natürlich absolut notwendiges Utensil! Die Erkenntnis schlummerte schon eine ganze Weile in meinem Hirn, der Gedanke lag aber mehr brach, als dass er Befruchtung empfing. Letzte Woche kaufte ich mir dann doch noch so ein heißes Teil. – Kaum war ich mit meiner “Soehnle Body Control Signal F3″ zu Hause, nahm ich das Ding in Betrieb: Ich musste Angaben über meine Körpergröße, mein Alter und mein Geschlecht machen. Danach teilte mir die Waage mit, dass ich mindestens leichtes Übergewicht mit 23,6 % Fettanteil habe. – Naja gut, dachte ich mir: Der erste Schritt ist getan! Dann aber: Der erste Schritt(?)… im ungünstigsten aller Zeitpunkte! Endlich ist Sommer! Seit Tagen herrschen Temperaturen über 30 Grad. Genau, es ist Sommer. Jetzt ist Sommer! …und nicht vielleicht Winter… Wo ist meine Strandfigur, mein Sommer-Sonne-Body, der sich nicht nur sehen lässt, sondern nach dem die Mädels lechzen???
Egal, ich war auch schon als Kind mal fett! Und da war auch Sommer und ich war im Freibad schwimmen und schämte mich, und hätte am liebsten immer auch noch T-Shirt dazu getragen.
Dieses Jahr bin ich halt noch ein wenig das fette Kind von damals, nächstes Jahr wird alles besser. – Heute war ich zum ersten Mal in diesem Jahr in meinem Lieblings-Freibad, genoss die knapp 30 Grad Lufttemperatur, die 26,5 Grad Wassertemperatur, das Schwimmen (und die knackigen Mädels). Mit leichtem Sonnenbrand bin ich unbeschadet wieder raus gekommen:
Die Freibadsaison ist eröffnet!!!

Die weite Reise ins Paradies

Samstag, 19. Juni 2010


Darf ich vorstellen? AJ und Ice (von rechts nach links, von klein zu groß).
Flughafen Tegel – Beginn der Sommermission reloaded.
- Zwei Freunde wollen drei Wochen lang irgendwo Traumurlaub machen und ich sollte / wollte zum Abschiedswinken zum Flughafen kommen.
Heute war es soweit und ich hab natürlich eine gute Reise gewünscht.
Rausgesprungen ist für mich auf Umme eine große Portion Pommes und eine Limonade. Dafür musste ich meine Digitalkamera mitbringen und sogar versprechen, einen Blogbeitrag zu schreiben. :-)
Gesagt, getan! – Selbst ein kleines Video ist dabei:

Video auf YouTube.de

34. Fahrradsternfahrt

Sonntag, 6. Juni 2010

34. Fahrradsternfahrt, 6. Juni 2010.
Heute fand in Berlin und Brandenburg die 34. Fahrrad-Sternfahrt statt. Die Sternfahrt unter dem Motto “Radfahren – aber sicher!” ist die größte Fahrraddemonstration weltweit! Auf 19 Routen konnten die Radfahrer aus dem Berliner Umland via Avus und Autobahn-Südring zum Großen Stern radeln. Die Sternfahrt endete gegen 14 Uhr beim traditionellen Umweltfestival der Grünen Liga am Brandenburger Tor.
Bei der Sternfahrt handelt es sich um eine Demonstration für den Fahrradverkehr, die nach dem Versammlungsrecht angemeldet ist. Ihr Zweck ist es, für die Anerkennung des Fahrrades als vollwertiges Verkehrsmittel zu demonstrieren. ADFC-Berlin

Ich hatte mich für die etwa 63,5km lange Tour Nummer 7 entschieden. Das Wetter war richtig gut. So gut, dass man sich gegen Sonnenbrand schützen musste. Bekleidet war ich mit einem T-Shirt und kurzer Hose. Startpunkt war für mich gegen 09:00 Uhr am Bahnhof Oranienburg. Mit der S-Bahn fuhr ich zum Bahnhof Oranienburg und reihte mich, als es endlich losging, hinter den Spitzenfahrern vom ADFC ein, die Tempo und Strecke vorgaben. Am Anfang war ich doch ein wenig enttäuscht darüber, dass das Tempo sehr gemütlich und ohne Schwitzen zu bewerkstelligen war. Aber mittendrin gefiel mir dieser gemütliche Charakter immer mehr, ich ließ mich mal fallen, holte wieder auf oder machte am Rand eine kurze Pause, um mir das Ganze von Außen anzugucken.

Zuerst waren es nur wenige hundert Leute, aber je weiter man mit dem Rad nach Berlin radelte, desto dichter wurde es, umso mehr Radfahrer stießen hinzu. In der Schönhauser Allee gab es dann auch die ersten kleinen Zwangspausen, weil es kurz nicht mehr weiter ging. Aber vor allem in den angrenzenden Straßen warteten Autofahrer darauf, endlich wieder freie Fahrt zu haben.

Aber durch die immer mehr werdenden Radfahrer waren Autofahrer zu erheblicher Wartezeit verdammt, die mit Sicherheit an den Kräften zerrte. Als Radfahrer war das Gefühl dafür umso schöner, die breiten Hauptverkehrsstraßen der Stadt für eine schöne und ungestörte Tour in Beschlag zu nehmen.

Highlight der Sternfahrt war das Befahren der Stadtautobahn, die man von allen Touren aus erreichte. Besonders die Fahrt durch den Autobahntunnel war beeindruckend und gerade deshalb wohl mit besonders lautem Klingel- und Trällerkonzert, mit begeistertem Gegrölle und mit Freudenschreie begleitet.
Video auf YouTube.de

Auf der Autobahn konnte ich dann auch das erste Mal richtig Geschwindigkeit aufnehmen. Andere wiederum machten eine kleine Snack-Pause am Standstreifen. Danach ging die Fahrt über den Kurfürstendamm zur Siegessäule und fand kurz vor dem Brandenburger Tor beim Umweltfestival ihr Ende. Ich lief hinter den Ständen der Aussteller an dem Ganzen vorbei, weil ich keine Möglichkeit hatte, mein Rad anzuschließen und verzichtete auf eine Erkundung des Umweltfestivals. Ich machte mich auf den direkten Heimweg und gönnte mir zu Hause ein schönes Vollbad und ein Nachmittagsschläfchen.

Fazit: Große sportliche Herausforderungen sind mit der Sternfahrt nicht zu bewältigen, weil man überwiegend gemächlich mit etwa 15-20km/h unterwegs ist. Also eigentlich eine ideale Veranstaltung für Familienausflüge. Jedenfalls eine Tour, auf der man ungestört immer Zeit und Kraft hat, mit anderen Radfahrern gemütlich Plausch zu halten. Nächstes Jahr gerne wieder…
Meine Fotos zur Sternfahrt, hier klicken!

Was ich mit Lena gemeinsam habe…

Donnerstag, 3. Juni 2010


Deutschland ist im Lena-Fieber und gerade jetzt, nach dem Sieg beim Grand Prix, behaupten viele selbstzufrieden: “Wir sind Lena!”. Aber was bleibt davon bei einer nüchternen Betrachtung übrig?

Sind wir Lena? Bin ich Lena Meyer-Landrut? Wie viel Lena ist in mir? Und vor allem wer ist wir? – Lena ist Deutsche, ich bin Deutscher. Und wir sind Lena, weil ich Deutschland bin! Was aber noch? – Ohne billige Allgemeingemeinsamkeiten Raum zu geben? … Sie steht im öffentlichen Leben, ich nicht. Sie kann singen, ich nicht. Sie kennt Stefan Raab persönlich, ich nicht. … Eine Auflistung, was mich von ihr trennt, wird wohl länger sein, als alles andere.

Aber da gibt es zwischen mir und Lena doch noch was! – Durch die Berichterstattung der vergangenen Tage stellte ich eine Gemeinsamkeit fest, die nicht ganz so üblich ist!

Lena hat seit Kurzem ein Tattoo, welches sie in der Innenseite ihres linken Oberarms trägt! Und zwar eine Ritterlilie! – Lena will sich nicht zu dem Tatoo äußern. Aber man weiß, dass die Ritterlilie das Erkennungszeichen des Verbandes “Christlicher Pfadfinderinnen” ist und die Lilie allgemein seit 1907 das Zeichen der Pfadfinder weltweit.
In der westlichen Symbolik steht die Lilie für Ehre, Treue, Freundschaft, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe, Naturverbundenheit und eine einfache Lebensweise. Tja – und was soll ich sagen? Mit zarten 23 Jahren hatte ich mir Anfang des Jahres 2002 auch eine Lilie auf den linken Oberarm tätowieren lassen! Wahrscheinlich nicht so schön gestaltet, wie bei Lena, aber ich bin ja auch ein Kerl und keine Schönheit. Meine Tätowierung trage ich seitdem mit Stolz (und Verpflichtung) und habe sie bisher nie bereut! Das verbindet mich doch noch etwas mehr mit Lena! Aber kaufen kann ich mir davon natürlich auch nichts…
Mal sehen, ob nach dem Lena-Fieber auch der Lilien-Hype beginnt… Alles zu meiner Tätowierung und zur Symbolik der Lilie, hier klicken!

Meine Tätowierung

Donnerstag, 3. Juni 2010

Die Blaue Lilie auf meinem linken Oberarm.
Ich habe seit dem Jahr 2002 eine Tätowierung auf meinem linken Oberarm. Eine Stilisierung in Form eines Wappens:
Eine blaue Lilie!
Genauer: Eine blaue Rautenlilie!
(Auf der linken Seite, weil man als Ritter sein Schild nun mal links getragen hat und sein Schwert rechts.)
Blau ist unter den Farben jene, die meist als Symbol für alles Spirituelle angesehen wird. Im Gegensatz zum Rot wirkt sie »kühl« und stimmt die meisten Menschen nachdenklich. Tiefenpsychologen bringen es mit einer »seelischen Gelöstheit, einer milden, leichten und überlegenen Lebensgestaltung« in Verbindung. Es ist die Himmelsfarbe, in Altägypten mit dem Himmelsgott Amûn assoziiert. Das Blau ist die »tiefste und am wenigsten materielle Farbe, das Medium der Wahrheit, die Transparenz der kommenden Leere: in der Luft, dem Wasser, dem Kristall und dem Diamant. Darum ist Blau die Farbe des Firmaments. Zeus und Jahwe stellen ihre Füße auf Azur.« Amulette in blauer Farbe sollen den »bösen Blick« neutralisieren. Der Mantel des nordgermanischen Gottes Odin ist blau, wie jener der Jungfrau Maria, die poetisch auch als »blaue Lilie« angesprochen wurde. Auch der lehrende Jesus wird in blauem Gewand dargestellt. »Das Blau, Symbol der Wahrheit und der Ewigkeit Gottes (denn was wahr ist, ist ewig), wird immer das Zeichen der menschlichen Unsterblichkeit bleiben« – Altchina hatte dem Blau gegenüber eine zwiespältige Einstellung. Wesen mit blauem Gesicht sind in der traditionellen Kunst Dämonen und Gespenster. Blaue Blumen, Augen, Bänder und Streifen galten als häßlich und unglückbringend, während in Europa die »blaue Blume der Romantik« geistigen Gedankenflug nahelegt. Literarische Bedeutung erlangte im 19. Jahrhundert das Motiv der blauen Blume. Die blaue Blume wurde zu einem Motiv der Romantik und der Sehnsucht.
In der mitteleuropäischen Volkssymbolik gilt das Blau als die Farbe der Treue, doch auch als des Geheimnisvollen, der Täuschung und Unsicherheit (»blauer Dunst, ins Blaue hinein reden, die Fahrt ins Blaue«). Die Ideenverbindung »blau« und »betrunken« ist nicht leicht erklärbar und hängt vielleicht mit der bläulichen Verfärbung von Wangen und Nasen schwerer Alkoholiker zusammen. – In der politischen Symbolik wird das Blau den Liberalen (bzw. National-Liberalen) zugeordnet. Die »Blaue Maurerei« ist das traditionelle System der »Johannis-Freimaurerei« .
Lilie. »Die weiße Lilie mit Pracht und Herrlichkeit / viel Blumen übertrifft, doch währt sie kurze Zeit. / Also muß auch der Mensch vergehen und eralten, / wo ihn nicht Gottes Gnad und Auffsicht wird erhalten« (Hohberg 1675). Die Lilie war schon vor der Formulierung ihres Symbolwertes hochgeschätzt und in Ägypten wie im minoischen Kreta sowie in Mykenä beliebtes Dekor-Kunstmotiv. »Lilienhaft« (zart) wird die Stimme der Zikaden und der Musen in der Dichtkunst genannt. Die Mythe läßt Lilien aus der Milch Heras entsprießen, die zur Erde tropfte, während auch die Milchstraße entstand. Die Liebesgöttin Aphrodite (Venus) haßte das unschuldsvoll-rein wirkende Gewächs und setzte ihr den Stempel ein, der an den Phallus eines Esels erinnert. Dennoch wurde die Lilie im Christentum Symbol der reinen, jungfräulichen Liebe. Gabriel, der Verkündigungsengel, wird meist mit einer Lilie in der Hand dargestellt, ebenso der Nährvater Josef und die Eltern Mariae, Joachim und Anna. Die »Lilien des Feldes«, die keine Arbeit leisten, aber in der Bergpredigt Jesu wegen ihrer Rolle des nie Fragen stellenden Gottvertrauens gepriesen werden, machten die Blume zum Attribut vieler Heiliger (u. a.: Antonius von Padua, Dominikus, Filippus Neri, Vinzenz Ferrer, Katharina von Siena, Philomena).
Wichtig ist das »Fleur de Lis«-Motiv in der Wappenkunst, denn die Lilien »seynd Königliche Blumen…, insonderheit weil die Lilien-Gestalt einen Scepter gleicht, oder weil die Schlangen vor den Lilien fliehen, die einen hertz-erquickenden Geruch von sich geben« (Böckler 1688). Eine Lilie soll dem Frankenkönig Chlodwig I. (481-511) durch einen Engel verliehen worden sein; sie schmückte seit 1179 das Wappen der Könige von Frankreich. Durch Ludwig XI. gelangte sie in das Wappen der Medici und von dort in jene von Florenz und der Toskana. –
In der Volkssymbolik ist die Lilie nicht nur Symbol der Reinheit – etwa bei kirchlichen Prozessionen –, sondern auch des »bleichen Todes«. In Volkssagen kündigt eine geheimnisvoll erscheinende Lilie den Tod eines Klosterbruders an (Corvey, Hildesheim, Breslau). Auch das Volkslied von den auf das Grab gepflanzten »drei Lilien« spielt auf die Todessymbolik an.
[Quellen: Wikipedia & „Knaurs Lexikon der Symbole“]

6 Tage auf dem 66-Seen-Wanderweg

Sonntag, 30. Mai 2010


6 Tage auf dem 66-Seen-Wanderweg.
Oder: Zu Fuß von Hennigsdorf nach Erkner.
Eine Wanderung vom 04.05 bis 09.05.2010.

Länderkürzel nach ISO 3166: Deutschland DE.
Land: Deutschland.
Reisezeit: Mai 2010; 04.05-09.05.10.
Region: Brandenburg.
Wanderweg: 66-Seen-Wanderweg.

– — Einträge folgen hier nach und nach und in Kürze! — –

Chronologische Auflistung der Twitter-Einträge, Linkliste
Twitter-Account auge24eu:
Apr 12th: 9:26 PM
Apr 25th: 8:58 AM
May 3rd: 6:53 PM
May 4th: 10:50 AM / 4:26 PM
May 5th: 1:42 PM / 2:34 PM / 5:26 PM
May 6th: 2:29 PM / 4:00 PM
May 7th: 12:14 PM / 4:04 PM / 5:56 PM
May 8th: 3:28 PM / 4:24 PM / 5:14 PM
May 9th: 10:08 AM / 12:31 PM / 3:40 PM / 5:14 PM
May 26th: 2:19 PM

Endlich Urlaub! …und du kannst live dabei sein.

Montag, 3. Mai 2010

Hallo liebe Leut! Seit dem 25. April hab ich Urlaub und jetzt geht es endlich auf Fahrt! – Am 04.05.2010, also morgen, mach ich mich auf den Weg von meinem Wohnort (Berlin-Reinickendorf) nach Hennigsdorf… Von da an will ich im Uhrzeigersinn im besten Falle um ganz Berlin herum wandern (mehr als 400km).
Wer in Echtzeit meine Tour (in kurzen SMS-Nachrichten) mitverfolgen möchte, dem kann gesagt sein, dass ich ab und an Informationen auf meinem Twitter-Account senden werde! Vor allem werden das aktuelle Ortsangaben sein. Also Namensbezeichnungen von den Dörfern, in denen ich gerade angekommen bin, von den Seen, von anderen Örtlichkeiten und Sehenswürdigkeiten und vielleicht erwähne ich, wo ich gerade mein Zelt aufgeschlagen habe. … Wie es mir geht und wie das Wetter ist, wird bestimmt auch mal zwischendurch erwähnt… – Wer das alles verfolgen will, der geht auf: http://twitter.com/AUGE24eu!
Dort werden meine öffentlichen SMS-Nachrichten chronologisch aufgelistet (die neueste immer zuerst)!
Was mich auf dieser Tour ganz genau erwarten wird, weiß ich trotz halbwegs guter Vorbereitung auch nicht.
Ich bin mit Rucksack und Zelt unterwegs, will eigentlich überwiegend im Freien übernachten und auch im Wald, wenn kein preiswerter Campingplatz in der Nähe ist. Im besten Falle schaffe ich den Rundkurs um Berlin in etwa 14 Tagen, – oder aber ich breche nach dem zweiten Tag doch noch ab, weil …. All das erfährst du ab jetzt live bei Twitter!
Sollte ich im schlimmsten Falle verloren gehen, dann hat die Polizei mit meinen Twitter-Veröffentlichungen erste Anhaltspunkte!
Na dann! Bis dann!
Gruß, Auge…
P.S.: Tipp für Weiterinteressierte: Die meisten Örtlichkeiten, Seen u.s.w. werden u.a. bei Wikipedia beschrieben oder finden sich mittels GoogleMaps (auch mit Routenberechnung)!

Am Ende der Tour folgt dann aber auf diesem Blog noch ein ausführlicher Bericht nebst Fotos (soweit geplant!).

Prima Blut

Montag, 3. Mai 2010


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Vor einer knappen Woche hab ich eine Erinnerungs-Postkarte zum Blutspendetermin in meiner Nähe erhalten. Ich find die Karte wirklich nett gemacht… P.S.: Heute war ich zum zweiten Mal Blut spenden!
- Einen Erfahrungsbericht zum ersten Blutspenden gibt es hier!
Information und weitere Termine bei Ihrem Roten Kreuz unter Tel.: 08001194911 und www.blutspende.de

30. Berliner Halbmarathon

Sonntag, 11. April 2010


Letzten Sommer hatte ich zum ersten Mal an einem allgemeinen Volkslauf teilgenommen. An dem 10km-Stadtlauf City-Nacht. Seit dem ist die City-Nacht für mich Pflichtprogramm. Für dieses Jahr stand zunächst aber der Halbmarathon als nächste Hürde fest, obwohl meine körperlichen Einschränkungen und auch mein Gewicht mich etwas zweifeln ließen, ob ich überhaupt dazu in der Lage wäre. Anfang des Jahres wog ich 113kg und ich hatte auch eine ganze Zeit nicht mehr trainiert. So setzte ich mir das Ziel, bis zum Anmeldeschluss des Halbmarathons unter Hundert Kilo zu kommen, und mich nur unter dieser Voraussetzung anzumelden. Im Januar legte ich ein ordentliches Sportprogramm ein, verzichtete auf Alkohol und Süßigkeiten und nahm ohne Probleme 10 kg ab. Seitdem blieb ich auf meinem Gewicht von 103kg sitzen, aber auch, weil ich mein Sportprogramm wieder mehr und mehr vernachlässigte. – Am 19. Februar bin ich dann aber trotz dessen zum ersten Mal die 21km am Stück gejoggt. Weil es absolut gut für mich lief, war für mich anschließend klar: Den diesjährigen 30. Berliner Halbmarathon laufe ich auf jeden Fall mit! Die Anmeldung wurde ausgefüllt und mit der Post abgeschickt. Die Wochen darauf blieb es aber bei meinem spärlichen Sportprogramm und nur weil der Tag des Halbmarathons immer näher rückte, absolvierte ich als Abschlussüberprüfung eine Woche davor, am Sonntag den 21.03., eine 20km-lange Joggingeinheit. Mit ordentlicher Quälerei schleppte ich mich mit einer Zeit von über zwei Stunden und zwanzig Minuten nach Hause. Die nächsten Tage hatte ich ordentlichen Muskelkater und eine leichte Zerrung am rechten, hinteren Oberschenkel, die erst am Freitag komplett abgeklungen war. Auch Verbrennungen an den Körperseiten und am Rücken heilten langsam ab. Das erfreuliche an der Sache war aber, dass egal wie, ich den Lauf auf alle Fälle bewältigen werde und das Ziel erreiche. Am Samstag den 27.03., einen Tag vor dem Lauf, besuchte ich die, in dem Gebäude und auf dem Flugfeld des ehemaligen Flughafen Tempelhof ausgerichtete Sportmesse “Berlin Vital“, um meine Startunterlagen abzuholen. Den ganzen Tag über aß ich nur leicht verdauliches Essen und auch nur soviel, um den großen Hunger zu stillen. Am Abend folgten dann die letzten Vorbereitungen zum Lauf. Ich packte Wechselwäsche und Laufsachen in meinen Halbmarathon-Plastiksack ein, ebenfalls eine Flasche Mineralwasser, meine Unterlagen… Und auch Heftpflaster, um eventuell meine Brustwarzen zu bekleben und damit vor Reibung zu schützen. Ich band den Champion-Chip (Zeitmesser) in den rechten Laufschuh ein und packte auch die Laufschuhe in den Plastiksack. Anschließend ging ich ausgiebig baden und cremte mich danach am ganzen Körper ein. Ich setzte noch Tee auf und versuchte, mich auch mental auf den folgenden Tag vorzubereiten, bevor ich dann schließlich in das Bett ging. Irgendwann schlief ich mehr schlecht als recht ein und wurde am nächsten Tag vom Wecker um acht Uhr aus dem Schlaf gerissen. Ich aß eine kleine Portion Haferflocken mit Wasser, ging nochmals baden und cremte mich wieder ein. Anschließend machte ich mich mit der U-Bahn in Richtung Alexanderplatz auf. Am Bahnhof und in der U-Bahn waren viele andere Gleichgesinnte, die man am sportlichen Erscheinungsbild, an Laufschuhe oder den weißen Halbmarathon-Plastiksack erkannte, und es stiegen bei jedem Halt immer wieder welche hinzu. Als die U-Bahn kurz vor 10 Uhr am Alexanderplatz ankam, waren bereits Scharren von Läufer und deren Anhang unterwegs. Als ich den U-Bahnhof verließ, hatte sich der Himmel bereits mit dunklen Wolken zugezogen und ein kalter Wind zischte über den Platz. Die ganze Woche über war absolutes Sonnen- fast Sommerwetter und pünktlich zum Wochenende und Lauf war es kalt und regnerisch. Mal wieder typisch! Ich verschaffte mir am Alexanderplatz zunächst einen kurzen Überblick und guckte mir zuerst den Startverlauf am Berliner Dom an, lief dann Richtung Rotes Rathaus und suchte hinter dem Zielbereich den von unzähligen abgestellten roten Lkw-Anhängern für mich zuständigen Anhänger aus, um meinen Plastiksack während des Laufs abgeben zu können. Als ich den richtigen Lkw-Anhänger gefunden hatte, zog ich mich wie viele andere am Anhänger um. Lange Jogginghose aus, kurze Hose an. Weißes T-Shirt aus, blaues Event-Shirt an. Laufschuhe an. Heftpflaster in die Hosentasche. Die Laufjacke wurde wegen des unbeständigen Wetters anbehalten. – Ich gab meinen Plastiksack ab. Vor dem Lauf Kurz vor halb elf traf ich mich mit meiner Mutter, meinem Bruder Marc, seiner Freundin Janine und deren Tochter am Neptunbrunnen, die zu meiner Unterstützung gekommen waren, und wir liefen dann gemeinsam zum Startbereich. Um 11:45 Uhr stand ich schon im Rattenschwanz vor der Startlinie an, meine Begleitung am Rand, und als der Regen immer kräftiger wurde, bat ich darum, nicht auf mich zu warten. Als der Startschuss fiel, trabten die insgesamt 23.800 Läufer endlich los. Mir wurde noch zugewunken und viel Glück gewünscht, anschließend lief ich über die Startlinie und der Lauf begann.
• Streckenverlauf 2010:

Große Bildansicht des Streckenverlaufs öffnen>>>
Ich lief los und behielt mir im Hinterkopf, nicht zu schnell zu laufen, um am Ende nicht schlapp zu machen. Die gesamte Strecke “Unter den Linden” regnete es kräftig und ich war froh, meine Laufjacke an zu haben. Hinter dem Brandenburger Tor klarte der Himmel aber auf und die Sonne kam hervor. Bis zum Kurfürstendamm herrschte richtig frühlingshaftes Wetter mit Sonnenschein und morgendlich-frisch aber doch warmer Luft. Die Laufjacke wurde da dann doch ein wenig zur Qual und ich überlegte schon, mich der Jacke einfach zu entledigen und sie an den Straßenrand zu werfen. Aber ich behielt sie an.
Es lief trotz der Jacke gut, ich hatte keine körperlichen Probleme, mir machte es einfach richtig Spaß, mitten der anderen Läufer an dieser attraktiven Strecke mitlaufen zu können. Mittendrin heizten am Rand postierte Musikbands die Läufer ein. Mal war es eine Jazzband, mal eine Rockband, oder auch Indigos und Trommler verschiedener Couleur. Auch die zahlreichen Zuschauer klatschten und feuerten den Läufern zu. Manche hielten Transparente oder kleine Pappschilder in die Höhe, wo zum Beispiel Sätze standen, wie: “Ihr seid Alle Sieger!”. Es machte richtig Spaß, ich lief ganz ruhig und recht langsam und griff bei jedem Erfrischungspunkt nach einem Plastikbecher mit Wasser. Auch in der Läuferschar entdeckte man Leute, die Sprüche auf den T-Shirts hatten, wie: “Ich bin über 50 Jahre alt und laufe hier mit, weil meine Frau mich angemeldet hat!”, oder mit anderen interessanten Sprüchen. – Am Kurfürstendamm, die Hälfte der Strecke lag hinter mir, bemerkte ich, dass meine Brustwarzen aufscheuerten, ließ es aber sein, die Heftpflaster aufzukleben (wenn sie denn überhaupt gehalten hätten, bei dem Schweiß), weil ich es nicht als sehr unangenehm empfunden hatte. Kurz vor dem ZielAb Kilometer 17 aber, am Potsdamer Platz, wurde es wieder kalt und windig, regnete aber zum Glück nicht, und die Beine wurden merklich schwerer. Auch die Brustwarzen begannen zu bluten und unangenehm zu schmerzen. Ab da hoffte ich auf jede weitere Kilometermarke, auf jedes weitere Schild, welches den aktuellen Kilometerstand angab, und zählte ab, nur noch so und soviel Kilometer vor mir zu haben. Als ich endlich, nach zwei Stunden und dreizehn Minuten, über die Ziellinie laufen konnte, war ich doch froh, es endlich geschafft zu haben, aber vor allem glücklich.
Hinter dem Zielbereich trank ich noch an den Verpflegungsstationen einige Becher Wasser und Zitronentee und aß zwei Bananen. Dann wurde mir meine Medaille um den Hals gehängt und ein Siegerfoto wurde gemacht. Schließlich gönnte ich mir noch einen halben Liter alkoholfreies Bier, holte meinen Plastiksack ab, erhielt meine provisorische Urkunde und machte mich dann auf dem Weg nach Hause.
Zu Hause gönnte ich mir ein volles Bad, cremte dann die leichten Verbrennungen ein und stellte mich auf die Waage, die das erste Mal seit einigen Jahren ein Gewicht von unter Hundert Kilo, genau 99,5kg, anzeigte!
- Das ist jetzt zwei Wochen her: Nach dieser sportfreien Erholungsphase wiege ich wieder meine 103kg. Meine leichten Blessuren sind auch wieder verheilt. Und jetzt ist schon gewiss: Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder! Dann aber mit abgeklebten Brustwarzen. Mit Pulsuhr. Und mit dem Ziel unter zwei Stunden zu kommen!

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30. Halbmarathon Ergebnisse:
Name: Augstein, Andreas Wolfgang. Startnummer: 3308. Platz: 11676. Altersklasse: M30. Altersklassen-Platz: 1452. Netto: 02:13:49. Brutto: 02:29:11. Zeit pro km: 06:20. Geschwindigkeit: 9.46 km/h.

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