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	<title>Auge24.eu &#187; Film &amp; Fernsehen</title>
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		<title>Tanz der Vampire.</title>
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		<pubDate>Sun, 08 May 2011 20:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Auge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anekdoten]]></category>
		<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Als kleiner Murks stand ich irgendwie voll auf Vampire. Angefangen hatte alles mit &#8220;Der kleine Vampir&#8220;. Danach konnte es laufen wie es wollte. Ich war immer auf der Seite der Vampire! Auch wenn es sich um die Trash-Filme mit Christopher Lee handelte. Jedes Mal tat mir der Vampir leid, wenn ihm der Pflock in die [&#8230;] <a class="more-link" href="http://www.auge24.eu/2011/05/tanz-der-vampire/">&#8595; Read the rest of this entry...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/blog_vampire_dkv.jpg" title="Der kleine Vampir" class="alignright" width="178" height="249" />Als kleiner Murks stand ich irgendwie voll auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vampir">Vampire</a>. Angefangen hatte alles mit &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_kleine_Vampir">Der kleine Vampir</a>&#8220;. Danach konnte es laufen wie es wollte. Ich war immer auf der Seite der Vampire! Auch wenn es sich um die Trash-Filme mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_Lee">Christopher Lee</a> handelte. Jedes Mal tat mir der Vampir leid, wenn ihm der Pflock in die Brust gerammt wurde, oder wenn man ihn mit Knoblauch oder dem Kreuz ärgerte. Es dauerte nicht lange bis ich die Bücher von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anne_Rice">Anne Rice</a> entdeckte. Spätestens seit dem war es nicht mehr peinlich, lieber Vampir statt Vampirjäger sein zu wollen. Zwischendrin gab es mehr als genug: Bram Stoker&#8217;s Dracula. Das Buch. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bram_Stoker%E2%80%99s_Dracula">Verfilmung</a> (1992). Schon davor &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nosferatu_%E2%80%93_Phantom_der_Nacht">Nosferatu</a>&#8221; (1979) mit Klaus Kinski, die Lee-Filme oder Polanski&#8217;s &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tanz_der_Vampire_%28Film%29">Tanz der Vampire</a>&#8221; (1967), die ich alle mehr oder weniger heimlich gesehen hatte. Mit großer <img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/blog_vampire_tdv.jpg" title="Tanz der Vampire - DVD-Cover" class="alignright" width="178" height="252" />Erwartung freute ich mich schließlich auf die erste Verfilmung eines Rice-Romans. &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Interview_mit_einem_Vampir">Interview mit einem Vampir</a>&#8221; (1994). Das war dann aber auch der Wendepunkt. Der Film war enttäuschend. Die Vampire traten aus meinem Leben. Eine lange Jahre anhaltende Faszination ging zu Ende. Und dabei ist es auch geblieben&#8230; Alles was danach folgte, interessierte mich nicht mehr. Buffy und Blade, das war alles Schrott für mich.<br />
<strong>Vieles ist vergessen.</strong> An die Unzahl der Lee-Filme kann ich mich kaum noch erinnern. Vom kleinen Vampir ist auch nicht viel übrig. Die Erinnerung an &#8220;Tanz der Vampire&#8221; verblasst. Ja&#8230; wenn nicht&#8230; wenn ich nicht vor ein paar Tagen bei Media Markt vorbeigeschlappt wäre und einen Blick über die 5€-DVD-Wühltische geworfen hätte. Da lag sie nämlich, die &#8220;Tanz der Vampire&#8221;-DVD. &#8211; Gesehen, Gekauft, Geguckt!<br />
Der Film ist einfach genial!<br />
<small><strong>Und das Beste für Alle: Auf YouTube.de gibt es den Film komplett und sogar in HD! </strong><br />
In elf Kapiteln: <a href="http://youtu.be/wLeU6GJaeCo?hd=1">01von11</a> | <a href="http://youtu.be/Hn6LLyHePu4?hd=1">02von11</a> | <a href="http://youtu.be/kaUwGUN1tNo?hd=1">03von11</a> | <a href="http://youtu.be/o4UQu0TZSzk?hd=1">04von11</a> | <a href="http://youtu.be/Vq0T1KizOO8?hd=1">05von11</a> | <a href="http://youtu.be/TXCuqs8J40A?hd=1">06von11</a> | <a href="http://youtu.be/KgioyzzryPU?hd=1">07von11</a> | <a href="http://youtu.be/KdBNKYLGtlY?hd=1">08von11</a> | <a href="http://youtu.be/_FU-_vR8B5g?hd=1">09von11</a> | <a href="http://youtu.be/pxL38HmbowM?hd=1">10von11</a> | <a href="http://youtu.be/TTWw5PiZe8o?hd=1">11von11</a>.</small></p>
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		<title>Interview Project Germany</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 21:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Auge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegte Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Leute Heute]]></category>

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		<description><![CDATA[LinkTipp: Interview Project Germany: Porträts aus den Nischen der Republik. Über Interview Project Germany: Was ist Interview Project Germany? Eine so einfache wie geniale Idee – ein Roadtrip quer durch Deutschland – hunderte von Kilometern von Ost nach West und von Nord nach Süd. Eine Reise, die von ganz und gar zufälligen Begegnungen mit fünfzig [&#8230;] <a class="more-link" href="http://www.auge24.eu/2011/03/interview-project-germany/">&#8595; Read the rest of this entry...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small><strong><em>LinkTipp:</em></strong></small><br />
Interview Project Germany: Porträts aus den Nischen der Republik.<br />
<iframe title="YouTube video player" width="500" height="311" src="http://www.youtube.com/embed/JxK7DtZgrVs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Über <a href="http://www.interviewproject.de/">Interview Project Germany</a>:</strong><br />
<small>Was ist Interview Project Germany? Eine so einfache wie geniale Idee – ein Roadtrip quer durch Deutschland – hunderte von Kilometern von Ost nach West und von Nord nach Süd. Eine Reise, die von ganz und gar zufälligen Begegnungen mit fünfzig sehr unterschiedlichen Menschen lebt. Jeder dieser Menschen hat der IPG Filmcrew eine andere Geschichte erzählt – seine eigene. Vom Lebensglück, plötzlichen Wendungen und lebenslanger Suche, vom Scheitern, Angst und Wiederaufstehen, von Sehnsucht, Liebe und Glauben. Persönlich und unerwartet, authentisch und berührend. Viele von ihnen haben ihr Leben so noch nie mit jemandem geteilt. &#8211; Das Ergebnis: ganz gewöhnliche Menschen erlauben uns ganz ungewöhnliche Einblicke.</small></p>
<p><strong>DER SPIEGEL:</strong><br />
<small>&#8220;&#8230; Es sind einfache Fragen, die Jason S. und Austin Lynch &#8211; Sohn des Filmemachers David Lynch &#8211; auf dem Herzen haben: Wie war meine Kindheit? Wie würde ich mich selbst beschreiben? Gibt es etwas, das ich bereue? Was war das einschneidendste Erlebnis in meinem Leben? Wie war meine Jugendzeit? Worauf bin ich stolz? Wie ist mein Erwachsenenleben bisher gelaufen? Wie würde ich gern in Erinnerung bleiben? &#8211; Mit diesem Fragenkatalog fuhren die beiden amerikanischen Dokumentarfilmer im Oktober 2010 durch Deutschland. Vier Wochen lang kurvten sie mit ihrem Team über die Landstraßen, durch die Dörfer, Kleinstädte und Metropolen zwischen Lübeck, Potsdam, Bonn und Regensburg. Eine feste Route hatten sie nicht. Sie entschieden nach Gefühl, wohin es als nächstes gehen sollte. Ebenso hielten sie es bei der Auswahl ihrer Interviewpartner: Sie sprachen an, wen sie auf dem Weg trafen und interessant fanden. &#8230; Das Rohmaterial von 30 bis 40 Minuten pro Interview haben die beiden Filmemacher im Schnittraum zu fünfminütigen Videos verdichtet. Vieles bleibt im Dunkeln, vieles nur angedeutet und unvollständig. Doch gerade in der Kürze liegt der Charme: Zurechtgestutzt auf das im Facebook- und YouTube-Zeitalter übliche Clip-Format funktionieren die Interview-Porträts von Austin Lynch und Jason S. wie eine Antithese zum Web-2.0-Entertainment-Zwang. Neben all den Spaßclips und Spektakelschnippseln, die uns Normalität als Abfolge lustiger, greller Episödchen vorführen, wirken die &#8220;Interview Project&#8221;-Clips wie wie Schlaglichter auf eine andere, vergessene Form der menschlichen Kommunikation. &#8220;Viele Leute haben uns ihr Herz ausgeschüttet &#8211; manchmal hat es sich so angefühlt, als hätten sie nur auf uns gewartet&#8221;, berichten die Filmemacher.<br />
50 Interview-Clips umfasst das &#8220;Interview Project Germany&#8221;, ab dem 10. März werden sie nach und nach auf der Website des Projektes veröffentlicht &#8211; nonchalant anmoderiert von Daddy David. Los geht es mit Luci aus Neubrandenburg, die im Schrebergarten ihrer Eltern sitzt und über ihre burschikose Jugend, ihre beiden Ehen und über die Wende reflektiert. Bis Ende März erscheinen zwei neue Clips pro Woche auf der Website des Projekts, danach wöchentlich ein Interview pro Woche &#8211; bis zum Jahresende 2011. &#8230;</small><br />
- Zum <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,749901,00.html">SPIEGEL-Artikel</a><br />
- Zum <a href="http://www.interviewproject.de/">Interview Project Germany</a></p>
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		<title>Berlinale Fußnote</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 18:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Auge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin & Co]]></category>
		<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Ich & Co]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Promis & VIPs]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab dem zweiten Berlinale-Tag wollte ich mir keine Karte mehr wegschnappen lassen. Mein Wecker klingelte von nun an täglich um 05:50 Uhr. Eine Stunde später war ich im Center am Potsdamer Platz und ganz vorne mit dabei. Um diese Zeit erwachten die ersten Leute, die die Nacht vor dem Ticketschalter verbrachten, weil allmählich auch Reinigungsmaschinen [&#8230;] <a class="more-link" href="http://www.auge24.eu/2011/02/berlinale-fussnote/">&#8595; Read the rest of this entry...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_berlinale_fussnote1.jpg" title="Morgen früh um Sechs Uhr" class="alignnone" width="500" height="650" /><br />
Ab dem zweiten Berlinale-Tag wollte ich mir keine Karte mehr wegschnappen lassen. Mein Wecker klingelte von nun an täglich um 05:50 Uhr. Eine Stunde später war ich im Center am Potsdamer Platz und ganz vorne mit dabei. Um diese Zeit erwachten die ersten Leute, die die Nacht vor dem Ticketschalter verbrachten, weil allmählich auch Reinigungsmaschinen durch das Center gesteuert, Teppiche gesaugt, Böden gewischt und Schaufensterscheiben geputzt wurden, sich eben rege Betriebsamkeit einstellte. Etwa zu diesem Zeitpunkt erwachte auch der Typ auf meinem Foto (s.o.). Als er wach wurde, zückte ich meine Digitalkamera und machte das Foto. In der Eile aber vergessen, den Blitz auszuschalten. Vollen Strahl in die Fresse geleuchtet! Er ist erst mal wieder umgefallen&#8230; Hat mir dann den Scheibenwischer gezeigt. Naja, so lief das ab. Man lernte die anderen Wartenden ein wenig kennen! Vor den Kinos traf man den ein oder anderen wieder und hielt ein wenig Smalltalk.<br />
Vor den Kinos hieß es Frühzeitig da sein, um nicht ganz hinten in der Warteschlange zu stehen. Denn bei der Berlinale gibt es die Tickets nur mit freier Platzwahl: Anstehen und Warten ist Berlinale-typisch und gehört einfach dazu!<br />
Unter meinen Vorstellungen war nur ein echter Flop dabei, alle anderen Filme waren klasse. Im Kino ist dieses Jahr auch immer etwas los gewesen, ob es der anfängliche Platzkampf um die besten Sitze war, oder der Vordermann, der sich anschickte, lauthals abzuschnarchen (und den man diskret mit einem beherzten Fußstupser gegen seinen Sitz wecken musste), oder ob es ein Filmriss war oder eine kaputte Lautsprecherbox&#8230; irgendwas war immer&#8230; Wirklich toll bei der Berlinale ist aber, dass die Filme durch einen Moderator präsentiert werden, dass nach dem Film oftmals Interviews mit Regisseuren, Schauspielern &#038; Co geführt werden und das Publikum Fragen stellen kann und auch das mehr oder weniger aber immer applaudiert wird. Berlinale hat schon sein eigenes Feeling&#8230;<br />
Insgesamt habe ich 170 Euro für die Tickets ausgegeben. Und fast alle, bis auf eine bei Eventim, über den Berlinale-Ticketschalter erstanden. &#8211; Berlinale ist vorbei! &#8211; Nächstes Jahr vielleicht wieder!<br />
P.S.: Stars und Sternchen sieht man immer mal. Oder man wird selbst dafür gehalten. Als ich auf dem S-Bahnhof Schönhauser Allee stand, bettelte mich ein Junkie an, der mich schon öfter wegen paar Cent angequatscht hat. Diesmal hielt er kurz inne, drehte sich nochmal um, schaute mir in das Gesicht und sagte: &#8220;Dich kenn ich doch!&#8221; Ich schüttelte mit dem Kopf. &#8220;Du bist doch Schauspieler?!&#8221; Ich: &#8220;Wer weiß&#8230;&#8221;</p>
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		<title>Berlinale Programm 2011</title>
		<link>http://www.auge24.eu/2011/02/berlinale-programm-2011/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 03:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Auge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlinale 2011 (10.02. &#8211; 20.02.11) Freitag, 11.02.2011, Berlinale Tag 2 &#8211; Mein Kinoprogramm: 11:00 Uhr, Kino: CineStar 8 Titel: Himmel und Erde Österreich, 1979-1982, 285 min, Deutsch, Regie: Michael Pilz, Sektion: Forum Michael Pilz’ epischer Dokumentarfilm erzählt in zwei Teilen vom Leben in einem Bergdorf in der Steiermark. &#8220;Wenn man sich ein bisschen auf diesen [&#8230;] <a class="more-link" href="http://www.auge24.eu/2011/02/berlinale-programm-2011/">&#8595; Read the rest of this entry...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small>Berlinale 2011 (10.02. &#8211; 20.02.11)</small><br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Freitag, 11.02.2011, Berlinale Tag 2 &#8211; Mein Kinoprogramm:</strong></big></p>
<p><strong>11:00 Uhr, Kino: CineStar 8</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Himmel und Erde</strong></big><br />
<small><strong>Österreich, 1979-1982, 285 min, Deutsch, Regie: Michael Pilz, Sektion: Forum</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_himmel_erde.jpg" title="Himmel und Erde" class="alignright" width="200" height="134" />Michael Pilz’ epischer Dokumentarfilm erzählt in zwei Teilen vom Leben in einem Bergdorf in der Steiermark. &#8220;Wenn man sich ein bisschen auf diesen Film einlässt, zieht er einen bald in einen eigenen Kosmos hinein; man kann ihn zu jenen Werken rechnen, die einen wieder neu sehen und hören lehren.&#8221; (Ulrich Gregor, Forum 1983) &#8220;Nimm das, was vor dir ist, so wie es ist, wünsche es nicht anders als es ist. Sei einfach da.&#8221; Dieser dem Film vorangestellte Spruch von Laotse ist programmatisch für das offene Konzept von Michael Pilz, das nicht soziologisch motiviert ist. Sein fast fünfstündiger filmischer Essay war ein Meilenstein für das unabhängige Dokumentarfilmschaffen. Außergewöhnlich ist er bis heute aufgrund seines ästhetischen Eigensinns und der freien Form, einer Mischung aus teilnehmender Beobachtung, selbstreflexivem Offenlegen der Präsenz des Filmemachers und seiner Verfahren, dem kontrapunktischen Einsatz von Ton und kommentierenden Texten aus dem Off, von Laotse über die Bibel bis zu Stanislaw Lem. Der Film zeigt das Pflügen am Steilhang als gemeinsame Anstrengung von Mensch und Tier. Pilz fragt einen Bauern, wo er sich denn für eine Aufnahme am besten hinstellen wolle. Himmel und Erde ist Zeitdokument und modernes Kino zugleich. </p>
<p><strong>22:30 Uhr, Kino: CinemaxX 8 </strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Aus dem Leben der Marionetten</strong></big><br />
<small><strong>Bundesrep. Deutschland, 1979/80, 103 min, Deutsch, Regie: Ingmar Bergman, Sektion: Retrospektive &#8220;Ingmar Bergman&#8221;</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_marionetten.jpg" title="Aus dem Leben der Marionetten" class="alignright" width="200" height="180" />Eine fast nackte Frau streichelt einem Mann den Kopf. Plötzlich dreht der Mann durch, wirft sie zu Boden. Sie flüchtet, versucht sich zu verstecken, er verfolgt sie. In der Dunkelheit des samtroten Zimmers findet er sie und würgt sie, bis sie tot ist. AUS DEM LEBEN DER MARIONETTEN beginnt wie ein Krimi, offenbart jedoch unmittelbar am Anfang das Mordgeschehen. Dann folgt eine Reihe von Szenen (jetzt in Schwarzweiß), in denen der Film versucht, die Motive des Täters zu ergründen. Eine psychologische Studie in bester Bergman-Manier. &#8211; Der tüchtige Geschäftsmann Peter Egermann (Robert Atzorn) hat die Prostituierte Katarina, genannt Ka (Rita Russek), umgebracht. Der Vernehmungsrichter spricht mit mehreren Personen, um Näheres über den Mörder zu erfahren. Zu Wort kommen Peters alter Freund und Psychiater, Prof. Mogens Jensen (Martin Benrath), seine Mutter Cordelia (Lola Müthel), sein Frau Katarina (Christine Buchegger) und deren schwuler Kollege Tim (Walter Schmidinger). Jeder hat eine andere Sicht auf den Täter, der in Hassliebe mit seiner Frau zusammenlebte, und jeder hat Peter betreffend eigene Wünsche und Sehnsüchte. &#8211; In München, wo Bergman mit Unterbrechungen zwischen 1976 und 1985 lebte und arbeitete, brachte er eine Gruppe herausragender deutscher Schauspieler zusammen, die auch diesem Drama eine große Intensität verleihen – einem Drama, das viele Motive aus früheren Bergman-Filmen wieder aufnimmt, sie aber in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Samstag, 12.02.2011, Berlinale Tag 3 – Mein Kinoprogramm:</strong></big></p>
<p><strong>12:30 Uhr, Kino: Arsenal</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Folge mir</strong></big><br />
<small><strong>Österreich, 2010, 109 min, Deutsch, Regie: Johannes Hammel, Sektion: Forum</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_folge_mir.jpg" title="Folge mir" class="alignright" width="200" height="134" />Am Rand einer Stadt, in einer Wohnung mit Blick auf den Hafen, lebt eine vierköpfige Familie. Der jüngere Sohn wird vom Religionslehrer tyrannisiert, der ältere hat einen schweren Unfall. Die Mutter leidet unter Angstzuständen, fällt immer wieder aus der Rolle – und schließlich aus ihrem Leben. Der Vater ist überfordert. Alle leiden unter der Zurichtung ihres Selbst. Auf Ordnung und Strenge im familiären Alltag folgen Zusammenbruch und Zerfall. Folge mir findet dafür eine ungewöhnliche Form: Die Cinemascope-Bilder in strahlendem Schwarzweiß sind nicht chronologisch montiert, die Erzählung bleibt fragmentarisch. Es werden mehrere Zeitebenen etabliert, wobei absichtsvoll platzierte Anachronismen für kleine Störungen sorgen. Die Mutter wird von zwei Darstellerinnen verkörpert, und oft bleibt offen, ob ihre Träume bzw. Halluzinationen ins Bild gesetzt sind oder ob es sich um reales Geschehen handelt. Außerdem brechen häufig fröhlich-bunte Super8-Home-Movie-Familienbilder aus den 70er Jahren durch das Schwarzweiß, die die beklemmende Stimmung konterkarieren. Sie fungieren nicht als Rückblick, sondern als Sehnsuchtsbilder, als Projektionen eines besseren Lebens. Ein stilles Drama um eine versehrte Familie. Eine wie viele. </p>
<p><strong>19:30 Uhr, Kino: CinemaxX 3</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Die Ausbildung</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, 2011, 85 min, Deutsch, Regie: Dirk Lütter, Sektion: Perspektive Deutsches Kino</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_ausbildung.jpg" title="Die Ausbildung" class="alignright" width="200" height="133" />Der Film handelt von Jan, einem 20-jährigen introvertierten jungen Mann, der im letzten Jahr seiner Ausbildung in einem mittelständischen Betrieb steht. Bei dem Versuch, es allen recht zu machen, wird er zwischen widersprüchlichen Anforderungen zerrieben, denn das Unternehmen soll restrukturiert werden. Seine Mutter, eine engagierte Gewerkschafterin, arbeitet im selben Betrieb. Auch sie kann nicht verhindern, dass immer mehr Zeitarbeiter eingestellt werden und Jan keine Arbeitsplatzgarantie über seine Ausbildungszeit hinaus erhält. Wegen ihres Engagements im Betriebsrat gerät sie von Seiten der Betriebsleitung immer mehr unter Druck. Jan versucht mit allen Mitteln, dem Personalchef Tobias zu gefallen. Tobias stellt Jans Übernahme in Frage, weil die Ergebnisse seiner Abteilung nicht gut genug sind. Unter dem Vorwand, Jans Abteilungsleiterin Susanne helfen zu wollen, bittet Tobias ihn, Susanne im Auge zu behalten und ihm zu berichten. Jan tut Tobias diesen Gefallen, ohne sich über die Folgen im Klaren zu sein. Als die junge Zeitarbeiterin Jenny neu in die Firma kommt, entspannt sich zwischen Jan und ihr eine zarte Romanze, die aber durch ihre Unsicherheit am Arbeitsplatz geprägt wird. Diese unterschiedlichen Pole setzen Jan unter starken Druck, für den er in rasenden Autofahrten und im Konsum ein Ventil sucht. Als seine Mutter unter Vorwänden entlassen werden soll, wird Jan langsam die Tragweite seines Handelns bewusst. Die Ausbildung schildert den Weg eines Berufsanfängers in das Erwachsenenleben. Der unpolitische Jan geht den Weg der Anpassung, des Konsums, nicht des Widerstands. Ein Coming-of-Age Film der besonderen Art, der die Ökonomisierung zwischenmenschlicher Beziehungen in den Mittelpunkt stellt und mit Jan einen Protagonisten entwickelt, der aktuelle gesellschaftliche Trends verkörpert.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Sonntag, 13.02.2011, Berlinale Tag 4 – Mein Kinoprogramm:</strong></big></p>
<p><strong>09:30 Uhr, Kino: FriedrichstadtPalast</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Schlafkrankheit</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, Frankreich, Niederlande, 2011, 91 min, Französisch, Deutsch, Niederländisch, Bassa, Regie: Ulrich Köhler, Sektion: Wettbewerb</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_schlafkrankheit.jpg" title="Schlafkrankheit" class="alignright" width="200" height="133" />Seit fast 20 Jahren leben Ebbo und Vera Velten in verschiedenen afrikanischen Ländern. Ebbo leitet ein Schlafkrankheitsprojekt. Seine Arbeit füllt ihn aus. Vera hingegen fühlt sich zunehmend verloren in der internationalen Community von Yaounde. Sie leidet unter der Trennung von ihrer Tochter Helen, 14, die in Deutschland ein Internat besucht. Ebbo muss sein Leben in Afrika aufgeben, oder er verliert die Frau, die er liebt. Aber mit jedem Tag wächst seine Angst vor der Rückkehr in ein Land, das ihm fremd geworden ist. Jahre später. Alex Nzila, ein junger französischer Mediziner mit kongolesischen Wurzeln, reist nach Kamerun. Er soll ein Entwicklungshilfeprojekt evaluieren. Schon lange hat er den Kontinent nicht mehr betreten. Doch statt auf neue Perspektiven trifft er auf einen destruktiven, verlorenen Menschen: Wie ein Phantom entzieht sich Ebbo seinem Gutachter. </p>
<p><strong>12:00 Uhr, Kino: FriedrichstadtPalast</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Almanya &#8211; Willkommen in Deutschland</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, 2010, 97 min, Deutsch, Türkisch, Regie: Yasemin Samdereli, Sektion: Wettbewerb, außer Konkurrenz</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_almanya.jpg" title="Almanya" class="alignright" width="200" height="133" />Am 10. September 1964 wurde in der Bundesrepublik der millionste „Gastarbeiter“ begrüßt. Der Film der Schwestern Yasemin Samdereli (Regie) und Nesrin Samdereli (Buch) erzählt die Geschichte des Eine-Million-und-Ersten, eines Mannes namens Hüseyin Yilmaz, und seiner Familie. Und das über einen Zeitraum von 45 Jahren. „Wer oder was bin ich eigentlich – Deutscher oder Türke?“ Diese Frage stellt sich der sechsjährige Cenk Yilmaz, als ihn beim Fußball weder seine türkischen noch seine deutschen Mitschüler in ihre Mannschaften wählen. Um Cenk zu trösten, erzählt ihm seine 22-jährige Cousine Canan die Geschichte ihres Großvaters Hüseyin, der Ende der 60er Jahre als „Gastarbeiter“ nach Deutschland kam und später Frau und Kinder nach „Almanya“ nachholte. Längst ist Deutschland zur Heimat der Familie geworden. Doch eines Abends überrumpelt Hüseyin seine Lieben mit der Nachricht, er habe in der Türkei ein Haus gekauft und wolle mit ihnen in die alte Heimat fahren. Widerworte werden nicht geduldet, und so bricht die ganze Familie in die Türkei auf. Es beginnt eine Reise voller Erinnerungen, Streitereien und Versöhnungen – bis der Familienausflug eine unerwartete Wendung nimmt … Bei ihrem Kinodebüt haben die Filmemacherinnen auf eigene Jugend- erlebnisse zurückgegriffen. Yasemin Samdereli: „Wir haben schon früh gemerkt, dass viele Leute es immer sehr lustig fanden, wenn wir ihnen aus unserer Kindheit erzählt haben. Dass Nesrin zum Beispiel Funkenmariechen war und im Gottesdienst voller Inbrunst katholische Kirchenlieder mitsang. Ich wiederum spielte Querflöte in einem Spielmannszug und schrieb meinen Namen Jasmin, bis meine Lehrerin in der zweiten Klasse meine Täuschungsversuche vereitelte.“ </p>
<p><strong>18:00 Uhr, Kino: FriedrichstadtPalast</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Die Vaterlosen</strong></big><br />
<small><strong>Österreich, 2011, 105 min, Deutsch, Regie: Marie Kreutzer, Sektion: Panorama Special</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_vaterlosen.jpg" title="Die Vaterlosen" class="alignright" width="200" height="133" />Ein großes, halbverfallenes Haus auf dem Lande. Niki, der als Mediziner in München lebt, kommt gerade noch rechtzeitig ans Sterbebett seines Vaters. Aber er bekommt nicht, was er sich von seinem Erzeuger erhofft hat: eine späte Bekundung von Anerkennung und Liebe. Kurz nachdem der Vater gestorben ist, treffen weitere seiner mittlerweile erwachsenen Kinder ein: der extrovertierte und im Leben orientierungslose Idealist Vito, die viel jüngere, durch eine neurophysische Störung beeinträchtigte Mizzi – und eine, mit der niemand gerechnet hat: Kyra, sein Kind aus der Blütezeit der alternativen Wohn-, Lebens- und Liebesgemeinschaft. Niki und Vito haben sie nicht mehr gesehen, seitdem sich die Eltern vor 23 Jahren im Streit getrennt haben. Die damals achtjährige Kyra wurde kurz nach der Geburt von Mizzi, dem Kind der aktuellen Freundin des Vaters, samt ihrer lästig gewordenen Mutter vor die Tür gesetzt. Jetzt erfährt Kyra, dass ihre Existenz der damals neugeborenen Halbschwester bis heute verschwiegen wurde. Ein Grund mehr für Kyra, so schnell wie möglich diesen Ort der Verleugnung und Abweisung zu verlassen. Was sie schließlich einwilligen lässt, bis zur Beerdigung zu bleiben, ist die Neugier am lebendigen Teil ihrer Vergangenheit und die Sehnsucht nach einer Fortsetzung der sorglos erlebten Geschwisterbeziehung. Doch die behutsame Annäherung ist überschattet von einer unausgesprochenen Schuld Nikis an Kyras Rauswurf. Und von einem Geheimnis, das den Zerfall der Gemeinschaft damals begleitet hat und über das sich die Geschwister aus unterschiedlichen nebulösen Gründen in Schweigen hüllen.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Montag, 14.02.2011, Berlinale Tag 5 – Mein Kinoprogramm:</strong></big></p>
<p><strong>12:00 Uhr, Kino: CineStar 7</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>BRASCH &#8211; Das Wünschen und das Fürchten</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, 2011, 92 min, Deutsch, Regie: Christoph Rüter, Sektion: Panorama Dokumente</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_brasch.jpg" title="Brasch" class="alignright" width="200" height="133" />2001 starb der Schriftsteller Thomas Brasch. In London als Sohn jüdischer Emigranten geboren, wuchs er in der späteren DDR auf, in der sein Vater rasch Karriere machte und 1965 stellvertretender Minister für Kultur wurde. Zum Karriereknick für den Vater wurde die Inhaftierung des Sohns, der 1968 am Prenzlauer Berg Plakate gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings geklebt hatte. Schon zuvor war Thomas Brasch immer wieder mit DDR-Offiziellen aneinandergeraten. Mal war es wegen „Verunglimpfung führender Persönlichkeiten“, mal wegen eines Vietnamstücks, das die Berliner Volksbühne nicht aufführen durfte. Seine Theaterstücke, Prosatexte, Gedichte und nicht zuletzt seine drei Spielfilme faszinieren mit ihren zahlreichen Bezügen und der scheinbaren Mühelosigkeit, mit der Geschichte und Gegenwart, Klassik und Popkultur, das Jüdische und das Deutsche miteinander verwoben werden. In seinem Film bemüht sich der in Gelsenkirchen geborene Regisseur Christoph Rüter sowohl um eine West- als auch um eine Ostperspektive auf Leben und Werk Braschs. „Ich kann nur glauben, dass Filmemachen, Bildermachen, den Wunsch beinhaltet nach einer Alternative zu der Art, wie wir leben. Es gibt in jeder Beschreibung etwas, das gleichzeitig der Stachel und die Aufforderung ist, die Verhältnisse zu ändern. Dieses Wachhalten von Wunschtraum oder Angsttraum ist die Aufgabe von Kunst; sie hält die Entzündung wach, zeigt die Differenz, das Defizit. Erst wenn eine Gesellschaft so regressiv ist, dass sie den Menschen das Wünschen abtrainiert, ist das Ziel der Mächtigen erreicht.“ Thomas Brasch, 1988 </p>
<p><strong>18:00 Uhr, Kino: FriedrichstadtPalast</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Über uns das All</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, 2011, 88 min, Deutsch, Regie: Jan Schomburg, Sektion: Panorama Special</strong> </small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_all.jpg" title="Über uns das All" class="alignright" width="200" height="133" />Da lebt Martha also in einer glücklichen Beziehung. Hat ein Zuhause. Weiß, wo sie hingehört. Teilt Bett, teilt Tisch, hat Vertrauen. Kennt ihren Mann Paul in- und auswendig. Und blickt sie nach vorn, sieht sie: die Zukunft. Aber dann stehen plötzlich zwei Polizistinnen vor der Tür, und alles ist anders. Der Mann, mit dem Martha jahrelang gelebt hat: ein Phantom. In Marthas Leben ist nichts mehr, wie es war, und war nichts, wie es zu sein schien. Dann begegnet Martha Alexander. Eine kleine Geste reicht, und ihre Sehnsucht lässt sie Paul in Alexander entdecken. Blickt sie nun nach vorn, dann sieht sie: die Vergangenheit. Nun lebt Martha also in einer glücklichen Beziehung. Hat ein Zuhause. Weiß, wo sie hingehört. Teilt Bett, teilt Tisch, hat Vertrauen. Aber kennt sie den, den sie liebt? Oder liebt sie den, den sie kennt? Jan Schomburg: „In der langen Zeit, in der ich Über uns das All entwickelt habe, ist neben dem Motiv des heimlichen Doppellebens ein weiteres Motiv in die Geschichte getreten. Als ich mich gefragt habe, wie jemand umgeht mit dem abrupten Ende einer Liebe, habe ich gemerkt, dass ich am ehesten wissen wollte, wie eine neue Liebesbeziehung aussehen könnte. Lässt sich ein Mensch, den man geliebt hat, durch einen anderen ersetzen? Kann man einen Menschen so sehr vermissen, dass man ihn in jemand anderem wiederentdeckt? Kann die Sehnsucht nach einer vergangenen Liebe eine neue erzeugen?“<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Dienstag, 15.02.2011, Berlinale Tag 6 – Mein Kinoprogramm:</strong></big></p>
<p><strong>17:30 Uhr, Kino: Cubix 7</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Im Himmel, Unter der Erde. Der Jüdische Friedhof Weißensee</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, 2010, 90 min, Deutsch, Englisch, Russisch, Hebräisch, Regie: Britta Wauer, Sektion: Panorama Dokumente</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_friedhof.jpg" title="Jüdischer Friedhof Berlin-Weissensee" class="alignright" width="200" height="133" />Im Norden Berlins liegt versteckt in einem Wohngebiet, umgeben von Mauern, ein Urwald aus Bäumen, Rhododendron und Efeu. Zwischen dem wuchernden Grün stehen abertausende Steine – große und kleine, kunstvolle und schlichte, prächtige und verfallene, namenlose und solche mit unentzifferbaren Inschriften. Weißensee ist der größte jüdische Friedhof in Europa, auf dem noch bestattet wird. Etwa 86 Fußballfelder hätten dort Platz. Wenn man über den Friedhof geht, spaziert man wie durch ein Geschichtsbuch. Lang ist die Liste berühmter Künstler, Philosophen, Juristen, Architekten, Ärzte, Religionslehrer und Verleger, die dort beerdigt sind. Nur wenige wissen, dass das unter Denkmalschutz stehende Areal in einigen Jahren offiziell zum Welterbe der UNESCO zählen soll. Weißensee ist ein Märchenwald, ein Geschichtsbuch, ein Dschungel inmitten der deutschen Hauptstadt, vor allem aber ist Weißensee ein höchst lebendiger Ort: Auf dem riesigen Gelände suchen argentinische Großfamilien nach dem Grab ihrer Vorfahren. Restauratoren bemalen Gräber mit funkelnden Davidsternen, während der schmächtige Herr in der Friedhofsregistratur einer Busladung Exilanten die Unterlagen zu den Gräbern ihrer Angehörigen aushändigt. Der Greifvogelexperte zählt den Nachwuchs der Habichte, ein 80-Jähriger berichtet, dass er sich hier in seine Mitschülerin verliebte – damals beim Sportunterricht im Feld A8, genau dort, wo heute die bunten Gräber der Russen liegen. Der Jüdische Friedhof Weißensee ist inzwischen 130 Jahre alt und nie geschlossen worden. Der Friedhof gehörte zu den wenigen Institutionen in Deutschland, die auch während der Nazizeit in jüdischer Selbstverwaltung blieben. Am erstaunlichsten ist: Weder der Friedhof noch sein Archiv ist je zerstört worden – ein Paradies für Geschichten-Sammler.<br />
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<big><strong>Mittwoch, 16.02.2011, Berlinale Tag 7 – Mein Kinoprogramm:</strong></big></p>
<p><strong>13:00 Uhr, Kino: Colosseum</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Lollipop Monster</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, 2011, 96 min, Deutsch, Regie: Ziska Riemann, Sektion: Perspektive Deutsches Kino</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_lollipop.jpg" title="Lollipop Monster" class="alignright" width="200" height="133" />Zwei Mädchen, Ari und Oona, träumen vom Ausbruch in die Freiheit. Der Baron, Sänger ihrer Lieblingsband „Tier“ singt: „Wir fühlen alles, uns machst du nichts vor, wir sind Trieb, Lust und Instinkt …“ Doch bei ihnen zu Hause wird nicht gefühlt, sondern geschwiegen. Aris Mutter hat bis heute nicht bemerkt, dass ihre Kinder groß geworden sind, und ihr Bruder tyrannisiert die Familie in ihrer bunten Designwelt. Die lolitahafte Ari holt sich die fehlende Zuneigung beim Sex mit erwachsenen Männern und buhlt um die Aufmerksamkeit der mysteriösen, schwarzgekleideten Oona. Oona fühlt sich schuldig am Selbstmord ihres Vaters, ritzt sich die Arme blutig und bannt ihre Gewaltfantasien mit wilden Kohlestrichen auf Papier. Die beiden Mädchen folgen ihrem Instinkt und gehen auf die Jagd, schleichen durch das Dickicht der Stadt, tanzen mit dem Baron und blecken die Zähne. „Wir verstehen uns blind, weil wir dieselbe Gattung sind.“ Oona lernt von Ari, ihre Wut nach außen zu kehren, und Ari erfährt durch die Freundschaft endlich das Gefühl von Selbstachtung. Doch Ari beginnt eine Affäre mit Oonas verhasstem Onkel Lukas. Als Oona die beiden ertappt, zieht sie sich zutiefst gekränkt zurück. Die Mädchen sehen nur noch eine Chance, ihre Freundschaft zu retten … „Du solltest niemals vergessen – ich könnt’ dich einfach fressen – bin unberechenbar!“ </p>
<p><strong>20:30 Uhr, Kino: HAU1</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Christoph Schlingensief: Five Favourites</strong></big><br />
<small><strong>Sektion: Forum Expanded Talks</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_schlingensief.jpg" title="Schlingensief" class="alignright" width="200" height="133" />Berlinale Talent Campus, Forum Expanded, Goethe-Institut Südafrika und HAU präsentieren einen Abend zu Christoph Schlingensief mit ausgewähltem Film-, Foto und Tonmaterial aus den Bereichen Theater, Bildende Kunst, Film und Oper. Spezialisten, Freunde und Wegbegleiter zeigen, kommentieren und diskutieren ihre Lieblingsarbeiten.<br />
Mit Anselm Franke (Kurator) zu „Kunst auf der Medienbühne“, Carl Hegemann (Dramaturg) zu „Mea Culpa“, Matthias Lilienthal (Künstlerische Leitung HAU) zu „Ausländer raus!“, Francis Kéré (Architekt) zum „Operndorf“ und Georg Seeßlen (Filmkritiker) zu den filmischen Reigen, Tänzen und Läufen.<br />
Moderation: Dorothee Wenner (Filmemacherin und Programmer bei der Berlinale)<br />
(Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.)<br />
Christoph Schlingensief, 1960 in Oberhausen geboren, Filmemacher, Theater- und Opernregisseur, Autor und Künstler, ist im Sommer 2010 gestorben.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Donnerstag, 17.02.2011, Berlinale Tag 8 – Mein Kinoprogramm:</strong></big></p>
<p><strong>12:00 Uhr, Kino: FriedrichstadtPalast</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Mein bester Feind</strong></big><br />
<small><strong>Österreich, Luxemburg, 2010, 109 min, Deutsch, Regie: Wolfgang Murnberger, Sektion: Wettbewerb, außer Konkurrenz</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_feind.jpg" title="Mein bester Feind" class="alignright" width="200" height="133" />Wien, 30er Jahre. Victor Kaufmann, der Sohn eines weltoffenen und wohlhabenden jüdischen Ehepaares, ist in der Kunstgalerie seines Vaters tätig. Seit Kindertagen ist er der nahezu unzertrennliche Freund von Rudi Smekal. Die attraktive und lebenslustige Lena ist mit Victor liiert, aber auch mit Rudi befreundet. In einem Moment des Übermuts zeigt Victor seinem Freund ein gutgehütetes Familiengeheimnis: Eine verschollen geglaubte Zeichnung von Michelangelo. Umso größer ist der Schock, als herauskommt, dass Rudi schon vor langer Zeit der NSDAP beigetreten ist und nach dem Anschluss Österreichs jetzt auf eine Karriere bei den Nazis hofft. Die Kaufmanns haben den richtigen Moment zur Flucht versäumt und sitzen in Wien fest. Sie überschreiben ihr Vermögen an Lena, um es vor der Beschlagnahme zu schützen. Rudi hat mit seinem Wissen um das Michelangelo-Bild angegeben. Prompt folgt der Befehl aus Berlin, das Bild sicherzustellen. Um seine alten Freunde zu retten, schlägt Rudi einen Tausch Bild gegen Freiheit vor. Doch er hat seinen Einfluss überschätzt. Kaum taucht das Bild auf, wird die Familie Kaufmann ins KZ geschickt. Rudi verlobt sich mit Lena. Jahre später wendet sich das deutsche Kriegsglück. Die Michelangelo-Zeichnung soll als Geschenk des Führers an den Duce die Waffenbrüderschaft mit Italien festigen. Doch das Bild erweist sich als gefälscht, und der echte Michelangelo muss her. Rudi bekommt den Befehl, Victor aus dem KZ zu holen und nach Berlin zum Verhör zu bringen. Doch das Flugzeug wird abgeschossen. Die Besatzung stirbt, nur die beiden Freunde überleben </p>
<p><strong>14:30 Uhr, Kino: Cinestar 7</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Mondo Lux &#8211; die Bilderwelten des Werner Schroeter</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, 2011, 97 min, Deutsch, Französisch, Regie: Elfi Mikesch, Sektion: Panorama Dokumente</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_mondo.jpg" title="Mondo Lux" class="alignright" width="200" height="133" />Werner Schroeter, einer der bedeutendsten Regisseure des Neuen deutschen Films, erfährt im Jahr 2006 von seiner Krebserkrankung. Für die Kunsthalle Düsseldorf arbeitet er gerade an „Schönheit der Schatten“, einer musikalischen Inszenierung zu Robert Schumann und Heinrich Heine. Zwischen Hoffnung und Bangen beginnt Werner Schroeter einen Wettlauf mit der Zeit. Elfi Mikesch, die bei mehreren seiner Filme die Kamera geführt hat und persönlich eng in Schroeters Welten eingebunden war, gewährt in ihrem Film einen intimen Einblick in die Arbeiten seiner verbleibenden vier Jahre. Voller Schaffensdrang und Begeisterung für Kino, Theater und Fotografie zeigt MONDO LUX ihn: bei den Theaterproben zu „Antigone/Elektra“, bei den Vorbereitungen für die Foto-Ausstellung „Autrefois &#038; Toujours“ und bei den intensiven Synchronarbeiten zu seinem letzten Film DIESE NACHT, den er 2008 in Portugal gedreht hat. Viele Ausschnitte aus Schroeters Filmen, von EIKA KATAPPA (1969) bis DIESE NACHT (2009), zeichnen das farbige Spektrum seines Schaffens nach. Musik durchdringt diesen Erinnerungsraum. Transparent werden biografische Zusammenhänge und die leidenschaftliche Beziehung zum Film, zur Oper, zum Theater – ebenso wie Schroeters Verbindung zu den Menschen, mit denen er gearbeitet und gelebt hat, mit denen er befreundet war. Eros und Leidenschaft sind die Maßstäbe dieses Künstlers, dem die Schönheit so nahe war wie der Tod. MONDO LUX ist ein intimer Raum – ein Raum, in dem jeder Tag unvergleichlich wird angesichts der verbleibenden Lebenszeit. Werner Schroeter starb am 12. April 2010. </p>
<p><strong>19:15 Uhr, Kino: Cinestar 8</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Unter Kontrolle</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, 2011, 98 min, Deutsch, Regie: Volker Sattel, Sektion: Forum</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_kontrolle.jpg" title="Unter Kontrolle" class="alignright" width="200" height="134" />Eine Besichtigung verschiedener Orte des Nuklearbetriebs in Deutschland und Österreich: aktive und stillgelegte Kernkraftwerke, Anlagen zur Schulung, die Internationale Atomenergiebehörde, ein Institut für Risikoforschung, die Jahrestagung Kerntechnik, ein Endlager für radioaktiven Abfall sowie Forschungsstätten. Ein filmischer Beitrag zur modernen Industrie- und Technikgeschichte. Es sind atemberaubende Bilder: ein Brennstab, an dem die Kamera langsam entlanggleitet. Zahllose bunt blinkende Lämpchen auf den Schalttafeln der Kontrollräume, wie im Cockpit eines Raumschiffs. Eine lange Fahrt in die Tiefe eines Lagerschachts. Ein gigantisches Kettenkarussell im Kühlturm des nie in Betrieb gegangenen Schnellen Brüters in Kalkar. Monumentale Kuppeln und trostlose Ruinen. Bilder, die von Faszination und Bedrohung, Tragik und Risiko gleichermaßen zeugen. Die die monströse Technik und das utopische Projekt zeigen. Bilder zwischen Science Fiction und Industriefilm. In Cinemascope, sorgfältig komponiert und kadriert. Eine eigenwillige Auseinandersetzung mit einer gefährlichen Technologie, ein Einblick in eine hermetische Welt – und nicht zuletzt ein Film über die Ästhetik einer Technik des 20. Jahrhunderts und ihrer Bauten.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Freitag, 18.02.2011, Berlinale Tag 9 – Mein Kinoprogramm:</strong></big></p>
<p><strong>12:00 Uhr, Kino: FriedrichstadtPalast</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Wer wenn nicht wir</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, 2011, 124 min, Deutsch, Regie: Andres Veiel, Sektion: Wettbewerb</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_wir.jpg" title="Wer wenn nicht wir" class="alignright" width="200" height="133" />Westdeutschland, frühe 60er Jahre. Noch ist das Land ruhig. Bernward Vesper beginnt sein Studium in Tübingen. Dort besucht er die Rhetorik­seminare von Walter Jens. Bernward will schreiben und hackt nachts auf seine Schreibmaschine ein. Gleichzeitig verteidigt er seinen Vater, den von den Nazis gefeierten Blut-und-Boden-Dichter Will Vesper. Das Land, in dem Bernward lebt, erstickt an der Vergangenheit. Der Krieg ist gerade 15 Jahre vorbei, alte Nazis machen wieder Karriere, über Kriegsverbrechen wird nicht geredet, die Republik steht stramm. Dann lernt Bernward Gudrun Ensslin und deren Freundin Dörte kennen. Kurz darauf leben die Freunde in einer ménage à trois, doch das Dreieck hält nicht lange. Gudrun und Bernward sind verwandte Seelen, es ist der Beginn einer extremen Liebesgeschichte: bedingungslos, maßlos, bis über die Schmerzgrenze hinaus. Gemeinsam brechen sie auf, um die Welt zu erobern. 1964 kommt das Paar in West-Berlin an. In der Mauerstadt werden sie Teil der linken Bohème. Als die SPD einer großen Koalition mit der CDU zustimmt, wenden sich nicht nur Bernward und Gudrun der außerparlamentarischen Opposition zu. Gudrun und Bernward werden Teil eines Aufbruchs, der die ganze Welt erfasst hat: Befreiungsbewegungen, Studentenproteste und Black Panther in den USA, Drogen und Rock ’n’ Roll. Das Rad der Geschichte dreht sich, und für einen Moment scheint es, als könnte man auch seine Richtung ändern: Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt? Dann taucht mit Andreas Baader ein anderer Mann auf, konsequenter, radikaler und bedingungsloser als Bernward. Andreas, Gudrun und Bernward werden von Fliehkräften einer Geschichte erfasst, die sie nicht kontrollieren können. </p>
<p><strong>17:30 Uhr, Kino: Urania</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>PINA</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, Frankreich, 2010, 100 min, Deutsch, Englisch, Französisch, andere, Regie: Wim Wenders, Sektion: Wettbewerb</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_pina.jpg" title="PINA" class="alignright" width="200" height="133" />PINA ist ein Film für Pina Bausch. Der abendfüllende Tanzfilm wurde mit dem Ensemble des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch in 3D gedreht und handelt von der mitreißenden und einzigartigen Kunst der großen, im Sommer 2009 verstorbenen Choreografin. Er lädt die Zuschauer ein auf eine sinnliche und bildgewaltige Entdeckungsreise in eine neue Dimension: mitten hinein auf die Bühne des legendären Ensembles und mit den Tänzern hinaus aus dem Theater in die Stadt und das Umland von Wuppertal – dem Ort, der mehr als 35 Jahre lang für Pina Bausch Heimat und Zentrum ihres kreativen Schaffens war. Wenders war tief beeindruckt und bewegt, als er 1985 mit „Café Müller“ erstmals ein Stück der Choreografin Pina Bausch sah. Aus der persönlichen Begegnung der beiden Künstler erwuchs eine langjährige Freundschaft und auch der Plan für einen gemeinsamen Film. Doch scheiterte die Umsetzung lange an den verfügbaren Möglichkeiten des Mediums: Wenders spürte, dass er noch keine Form gefunden hatte, Pina Bauschs einzigartige Kunst aus Bewegung, Gestik, Sprache und Musik im Raum adäquat umzusetzen. Erst U2-3D, der 2007 von der irischen Rockband U2 digital produzierte 3D-Konzertfilm, machte Wenders schlagartig klar: „Mit 3D wäre es möglich! Nur so, unter Einbeziehung der Dimension des Raumes, könnte ich mir zutrauen (und eben nicht nur anmaßen), Pinas Tanztheater in einer angemessenen Form auf die Leinwand zu bringen.“ Wenders begann, sich systematisch mit der neuen Generation des 3D-Kinos vertraut zu machen. 2008 fing er an, mit Pina Bausch über die Realisierung ihres gemeinsamen Traums nachzudenken, für dessen Umsetzung Pina Bausch dann zusammen mit Wim Wenders die Stücke „Café Müller“, „Le Sacre du Printemps“, „Vollmond“ und „Kontakthof“ aus ihrem Repertoire auswählte.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Samstag, 19.02.2011, Berlinale Tag 10 – Mein Kinoprogramm:</strong></big></p>
<p><strong>12:00 Uhr, Kino: FriedrichstadtPalast</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Unknown</strong></big><br />
<small><strong>Deutschland, Großbritannien, Frankreich, 2011, 111 min, Englisch, Deutsch, Regie: Jaume Collet-Serra, Sektion: Wettbewerb</strong></small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_unknown.jpg" title="Unknown" class="alignright" width="200" height="133" />Dr. Martin Harris ist ins verregnete Berlin gekommen, um an einem Biotechnologie-Kongress teilzunehmen. Doch kaum ist er in Tegel ins Taxi gestiegen, wird der Wagen in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt. Der Taxifahrerin gelingt es, den bewusstlosen Harris vor dem Ertrinken zu retten, doch vor der eintreffenden Polizei flüchtet sie, denn Gina lebt illegal in Deutschland. Als Dr. Harris aus dem Koma erwacht, liegt er, gründlich bandagiert, in einem Krankenhausbett. „Identität unbekannt“ steht auf einem Schild an dessen Fußende. Für Harris ist dies der Beginn eines Albtraums: Seine Frau Liz erkennt ihn nicht mehr, und ein anderer Mann hat Harris’ Platz eingenommen. Nicht nur als ihr Ehemann, sondern auch als angesehener Wissenschaftler, der auf dem Kongress einen wichtigen Vortrag halten soll. Als wäre das nicht genug, wird Harris darüber hinaus auch noch von einem Killer gejagt. Allmählich zweifelt er selbst an seinem Verstand. Was ist mit ihm passiert?<br />
Um seine Frau und sein altes Leben zurückzugewinnen, macht er Gina ausfindig. Durch sie lernt Harris den ehemaligen Stasi-Agenten Jürgen kennen, der auf eine überraschende Mitteilung gestoßen ist: Dr. Harris „sei nicht der, der er zu sein glaube“. Doch bevor er mit Martin darüber sprechen kann, wird er Opfer eines Mordanschlags. Abermals sind Harris und Gina ganz auf sich allein gestellt im Kampf um seine Identität und gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Sonntag, 20.02.2011, Berlinale Tag 11 – Mein Kinoprogramm:</strong></big></p>
<p><strong>14:00 Uhr, Kino: International</strong><br />
<small>Titel:</small> <big><strong>Dreileben</strong></big><br />
<big>Etwas Besseres als den Tod | Komm mir nicht nach | Eine Minute Dunkel</big><br />
<small><strong>Deutschland, 2011. 88 min, Regie: Christian Petzold | 89 min, Regie: Dominik Graf | 90 min, Regie: <img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/berlinale_filme/blog_dreileben.jpg" title="Dreileben" class="alignright" width="200" height="134" />Christoph Hochhäusler, Sektion: Forum</strong></small><br />
Im Sommer 2006 führten die Regisseure Dominik Graf, Christian Petzold und Christoph Hochhäusler einen Mailwechsel über Filmästhetik, die Berliner Schule, Deutschland und das Genre (veröffentlicht in der Zeitschrift &#8220;Revolver&#8221;). Zwei Jahre später beschlossen sie, die theoretische Diskussion mit einem gemeinsamen Filmprojekt fortzuführen: drei individuelle Geschichten, die um denselben Fait divers kreisen, die Flucht eines verurteilten Straftäters. Grafs Komm mir nicht nach erzählt von einer Polizeipsychologin, die an ihrem Einsatzort alte Bekannte trifft. In Petzolds Etwas Besseres als den Tod erlebt ein Zivildienstleistender eine Liebesgeschichte ohne Perspektive. Und Christoph Hochhäusler lässt in Eine Minute Dunkel einen rastlosen Polizisten auf der Jagd nach dem Geflohenen falsche Gewissheiten anzweifeln. Drei Filme, drei Stile, drei spannende Annäherungen, Abschweifungen, Auseinandersetzungen. Ermöglicht haben das deutsche Fernsehsender. Wie Dominik Graf schrieb: &#8220;… dieses Arbeiten im Angesicht des TV-‚Mainstreams’, an seinem Rand, im Widerspruch und trotzdem, ob gewollt oder nicht, im Kommentar dazu – das finde ich/fand ich schon immer extrem kreativ.&#8221;<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<small>Quelle: <a href="http://www.berlinale.de/de/">Berlinale-Homepage</a></small></p>
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		<item>
		<title>Berlinale 2011: Countdown &amp; Ticketjagd</title>
		<link>http://www.auge24.eu/2011/02/berlinale-2011-countdown-ticketjagd/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 15:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Auge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin & Co]]></category>
		<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Letztes Jahr war ich dabei. Und auch dieses Jahr habe ich mir extra Urlaub genommen. Die 61. Internationalen Filmfestspiele stehen an. Kurz: Berlinale! &#8211; Am Sonntagabend (07.02.) setzte ich mich an den Schreibtisch und notierte, markierte und zeichnete im Programmheft rum. Fast 400 Filme stehen zur Auswahl und an den elf Festivaltagen finden rund 900 [&#8230;] <a class="more-link" href="http://www.auge24.eu/2011/02/berlinale-2011-countdown-ticketjagd/">&#8595; Read the rest of this entry...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2011/blog_berlinale_ticket1.jpg" title="Ticketschalter am Potsdamer Platz" class="alignnone" width="500" height="301" /><br />
Letztes Jahr war ich dabei. Und auch dieses Jahr habe ich mir extra Urlaub genommen. Die 61. Internationalen Filmfestspiele stehen an. Kurz: Berlinale! &#8211;<br />
Am Sonntagabend (07.02.) setzte ich mich an den Schreibtisch und notierte, markierte und zeichnete im Programmheft rum. Fast 400 Filme stehen zur Auswahl und an den elf Festivaltagen finden rund 900 Filmvorführungen statt. Da gehört etwas Planungsgeschick dazu, auch wenn ich nicht die hochkarätigen Blockbuster auf meinen Listen habe. Montag war der Start des Vorverkaufs. Mit einem etwas wirren Plan A (Alternativpläne B und C werden aus der Situation geboren) machte ich mich Montag früh auf dem Weg zum Potsdamer Platz. Um 08.30 Uhr erreichte ich den Ticketschalter und reihte mich in die Schlange ein. Die Leute an vorderster Front waren schon einige Stunden vor mir da. Profis! Leute die die Filmpremieren im Berlinale-Palast inmitten von Stars und Sternchen miterleben wollen. Ausgestattet mit Isomatten, Klappstühlen, randgefüllten Picknickkörben und natürlich mit Programmheft und Handy. Es herrschte gute Stimmung. Obwohl so manch einer, laut Boulevard-Presse, seit zwei Uhr nachts mit seiner Isomatte vor dem Ticketschalter verharrte. Ich fläzte mich dann auch liegend auf dem roten Teppich herum und vertrieb mir die Zeit mit dem Studium des Programmhefts oder mit Smalltalk. Um 10.00 Uhr öffneten die Ticketschalter und um halb zwölf hatte ich endlich meine ersten Tickets sicher in der Hand. &#8211; Weil für die meisten Filme die Tickets erst drei oder vier Tage im Voraus verkauft werden, hat sich die morgendliche Prozedur im Ablauf kaum geändert. Auch am Dienstag war es so. Und heute, sprich Mittwoch, war es so. Ich stand in der Schlange, wartete Stunden, blätterte im Programmheft und hielt irgendwann einige Tickets mehr in meiner Hand. Am Montag wuselten auch die ein oder anderen Kamerateams herum und zeichneten das Treiben auf. Am Dienstag wurde ich von einer älteren Dame zum Keks eingeladen (Kaffee hatte ich selbst). Und heute steckte ich meine Nase tief in das Buch, als eine Radioreporterin vorbei lief. Es half nicht, sie steuerte mich schnurstracks an und ließ mich mit ihren dussligen Fragen nicht in Ruhe. Nach dem Interview war ich so geschafft, dass ich nicht mal mehr auf die Idee kam zu fragen, wo dass ausgestrahlt wird. Morgen zum Berlinale-Start (10.02.) wird es bei mir wieder mit Schlangestehn anfangen, abends dann gucke ich im Fernsehen die große Eröffnungsgala. Bevor es ab Freitag auch für mich so richtig losgeht. Denn neben der morgendlichen Ticketjagd heißt es dann auch auf in die Kinos! &#8211; Es wird einfach geil!<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<iframe title="YouTube video player" width="500" height="405" src="http://www.youtube.com/embed/7TkhJ2uzCiQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small><a href="http://www.youtube.com/watch?v=7TkhJ2uzCiQ">YouTube-Video</a></small></p>
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		<title>Filmkonzert &#8220;Die Nibelungen&#8221;</title>
		<link>http://www.auge24.eu/2010/04/filmkonzert-die-nibelungen/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 17:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Auge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik & Co]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterbesuche]]></category>

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		<description><![CDATA[DIE NIBELUNGEN; Teil 1: Siegfried, Teil 2: Kriemhilds Rache &#8211; Von Fritz Lang Stummfilm mit großem Orchester, Uraufführung der restaurierten Filmfassung Theater: Deutsche Oper Berlin Werk: Die Nibelungen (1924) Regie: Fritz Lang Manuskript: Thea von Harbou, Fritz Lang Kamera: Carl Hoffmann, Günter Rittau Musik: Gottfried Huppertz (1924) Filmrestaurierung: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (2009) Rekonstruktion der Filmmusik: Europäische FilmPhilharmonie [&#8230;] <a class="more-link" href="http://www.auge24.eu/2010/04/filmkonzert-die-nibelungen/">&#8595; Read the rest of this entry...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2010/blog_nibelungen.jpg" title="Die Nibelungen (1924), Filmplakat" class="aligncenter" width="425" height="317" /><br />
<strong>DIE NIBELUNGEN; Teil 1: Siegfried, Teil 2: Kriemhilds Rache &#8211;<br />
Von Fritz Lang</strong><br />
Stummfilm mit großem Orchester, Uraufführung der restaurierten Filmfassung<br />
<small><br />
<strong>Theater:</strong> <a href="http://www.deutscheoperberlin.de/">Deutsche Oper Berlin</a><br />
<strong>Werk:</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Nibelungen_%281924%29">Die Nibelungen</a> (1924)<br />
<strong>Regie:</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Lang">Fritz Lang</a><br />
<strong>Manuskript:</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thea_von_Harbou">Thea von Harbou</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Lang">Fritz Lang</a><br />
<strong>Kamera:</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Hoffmann">Carl Hoffmann</a>, Günter Rittau<br />
<strong>Musik:</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Huppertz">Gottfried Huppertz</a> (1924)<br />
<strong>Filmrestaurierung:</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung">Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung</a> (2009)<br />
<strong>Rekonstruktion der Filmmusik:</strong> Europäische FilmPhilharmonie / <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Strobel">Frank Strobel</a> / Marco Jovic<br />
<strong>Orchester:</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hr-Sinfonieorchester">hr-Sinfonieorchester</a><br />
<strong>Musikalische Leitung:</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Strobel">Frank Strobel</a><br />
<strong>Dauer:</strong> 6 Stunden | Eine Pause (60 Min.)</small></p>
<p><strong>Beschreibung:</strong> Fritz Langs zweiteilige Verfilmung des mittelhochdeutschen Nibelungenliedes gehört zu den monumentalen Produktionen der 1920er Jahre. Beide Teile – Siegfried und Kriemhilds Rache – kamen 1924 in die Kinos und begeisterten Tausende. ( Uraufführung am 14. Februar 1924 (Siegfried) und 26. April 1924 (Kriemhilds Rache) in Berlin, Ufa-Palast am Zoo. ) Dieser Meilenstein der Filmgeschichte überwältigt auch heute noch durch seine Kombination von visuellen Effekten, monumental stilisierten Kulissen und opulent inszenierten Kampfszenen.<br />
<strong>Hintergrund:</strong> Dieses Film- und Musikwerk wurde von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung für Aufführungen mit großem Orchester restauriert. Weltweit fand eine umfassende Recherche aller verfügbaren Film-Materialien statt. Original eingefärbte Vorführkopien werden das Ziel der aufwändigen Restaurierungsarbeiten sein.<br />
<strong>Informationen zu Inhalt und Interpretation:</strong> Die neue, von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung aufwändig restaurierte Filmfassung des Nibelungen-Epos stellt eine bisher nicht gekannte Annäherung an die erhaltenen historischen Versionen dar: Erstmals war es möglich, die ungewöhnlich reichhaltige Überlieferung von fünfzehn zeitgenössischen Filmmaterialien – darunter auch die Kameranegative – für die Restaurierungsarbeiten zu berücksichtigen. Ausgehend von den Kameranegativen kann eine deutsche Version in hervorragender Bildqualität sowie, entsprechend der erhaltenen Verleihkopien, in orangefarbener Virage präsentiert werden. Darüber hinaus wurde die bisher verschollen geglaubte Schlussszene wiederentdeckt und in den Film eingepasst. Mit DIE NIBELUNGEN entstand ein Film über „Menschen, denen die Begriffe national und international fremd waren. Sie waren Menschen, die wie alle anderen in ihr Schicksal hineinwuchsen und sich damit abzufinden hatten.“ (Die Filmwoche, 1924). Als Schauspieler wählte Fritz Lang keine bereits bekannten Stars, sondern „Menschen, die Menschen darstellen konnten“. In jeder Einstellung verleihen die Schauspieler durch ihre Haltung und ihr Spiel dem Werk, gepaart mit Fritz Langs Neigung zum Monumentalen, eine große szenische Wirkung. Der Film folgt im Wesentlichen der Nibelungen-Sage: Im ersten Teil (Siegfried) geht es um den strahlenden Helden Siegfried: wie er Brünhilde für Gunther besiegt, Kriemhild freit und schließlich das Opfer von Hagens Intrige wird. Im zweiten Teil (Kriemhilds Rache) erlebt das Publikum die dunkle Seite der Tragödie, die im Inferno des brennenden Hofes von Etzel endet. Beide Teile sind in jeweils sieben „Gesänge“ unterteilt. Zu diesem zweiteiligen Filmepos schrieb Gottfried Huppertz (* 1887 Köln, † 1937 Berlin) die Filmmusik auf Grundlage des Drehbuchs, das ihm Thea von Harbou zur Verfügung gestellt hatte. Gottfried Huppertz orientiert sich in seiner Filmmusik an Richard Wagners „Ring des Nibelungen“. Neben vereinzelten Anklängen sakraler Musik arbeitet der spätromantische Satz ausgiebig mit der erweiterten Tonalität und Leitmotiv-Technik. Er evoziert so den Eindruck eines Wagner-Klanges, aber nicht epigonenhaft nachahmend, sondern gebrochen durch den Blickwinkel einer neuen Zeit und durch das Medium des Filmes. Die erhaltene Filmmusik von Gottfried Huppertz wurde anhand von überlieferten Autographen und Skizzen unter musik- und filmhistorischen sowie unter museumseditorischen Gesichtspunkten neu herausgegeben. Wo Teile der Partitur verloren waren, wurden diese restauratorisch instrumentiert.<br />
<strong>Pressestimmen:</strong><br />
<strong>Eigene Notiz:</strong> Sechs Stunden klasse Aufführung. Klasse Film, klasse (Live)-Orchester. Ich hab sogar zwei Damen &#8220;wieder getroffen&#8221;, die ich auf der Berlinale flüchtig kennen lernte. Beide diesmal in Begleitung. Ich hab mich nicht bemerkbar gemacht&#8230;<br />
<strong>Sonstiges:</strong> </p>
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		<title>Berlinale Rückblende</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 17:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Auge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin & Co]]></category>
		<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Ich & Co]]></category>

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		<description><![CDATA[Die 60. Internationalen Filmfestspiele in Berlin (11. bis 21. Februar), meine erste Berlinale, sind vorüber. Die Erinnerungen verschwimmen bereits und Notizen habe ich keine gemacht, um hier einen einwandfrei lückenlosen Bericht abzuliefern. &#8211; Als ich im Januar von der Berlinale erfuhr, nahm ich für die Zeit extra Urlaub und machte mit Beginn des Vorverkaufs den [&#8230;] <a class="more-link" href="http://www.auge24.eu/2010/02/berlinale-rueckblende/">&#8595; Read the rest of this entry...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2010/blog_berlinalelogo1.jpg" title="Berlinale-Bär" class="alignright" width="93" height="120" />Die 60. Internationalen Filmfestspiele in Berlin (11. bis 21. Februar), meine erste Berlinale, sind vorüber. Die Erinnerungen verschwimmen bereits und Notizen habe ich keine gemacht, um hier einen einwandfrei lückenlosen Bericht abzuliefern. &#8211; Als ich im Januar von der Berlinale erfuhr, nahm ich für die Zeit extra Urlaub und machte mit Beginn des Vorverkaufs den Wahnsinn mit, täglich eine ordentliche Portion an Arbeit, Wille und Geschick zu investieren, um Tickets für die favorisierten Vorstellungen zu kriegen. Der Vorverkauf lief für Premieren drei Tage zuvor an, für Wiederholungen vier Tage im Voraus. &#8211; Die Ticketjagd war mitunter sehr anstrengend: Ich stand einige Male am Zentralen Vorverkauf am Potsdamer Platz und ich nutzte auch andere Theaterkassen in Berlin-Mitte, die alle pünktlich um zehn Uhr öffneten. Bereits einige Stunden vorher ließen sich schon die ersten Ticketjäger mit Picknickdecken vor dem Zentralen Vorverkauf nieder und erwarteten die Öffnung. Ich nutzte daher vor allem die allgemeinen Theaterkassen, die zwar nur ein begrenztes Kontingent an Karten zur Verfügung hatten, aber allemal nicht solch einen Zulauf an Menschen bewältigen mussten. Ich stand häufig pünktlich um 10 Uhr an der Theaterkasse, ich hinterließ Vorbestellungen. Ich telefonierte immer wieder oder verschickte Faxe, wenn ich irgendwie verhindert war und nicht zur Theaterkasse konnte. Im Lauf der Zeit lernte ich so alle Mitarbeiterinnen meiner Theaterkassen kennen. Ich erstellte Listen, welche Filme ich sehen will und wann diese Filme gezeigt werden. Dazu verplante ich die Tage und versuchte dann endlich die betreffenden Tickets zu kriegen. Und weil dann die eine Vorstellung bereits ausverkauft war, musste der ganze Plan geändert werden. So hatte ich nach wenigen Tagen gelernt und schließlich auch noch Alternativpläne in der Tasche, als ich wieder an der Theaterkasse anstand. Im Großen und Ganzen konnte ich jedoch, mit Ausnahme der Premieren im Berlinale-Palast, alles sehen, was ich sehen wollte. Ich war bei diversen Welturaufführungen und Premieren dabei. &#8211; Ich war im Friedrichstadtpalast, im Babylon, im Kino International, im HAU1, in der Urania, im CinemaxX, im Collosseum und im Cinestar. Insgesamt war ich bei achtzehn Veranstaltungen und habe für die Tickets 170 Euro ausgegeben. Dazu kam noch Geld für das unterwegs gekaufte Essen, die Systemgebühr der Ticketbestellungen und die Berlinale-Tasche, mit der eine Vielzahl von Menschen in den U- und S-Bahnen unterwegs waren und die auch als Erkennungszeichen diente. &#8211; Die ganz großen internationalen Stars habe ich nicht zu Gesicht bekommen, den ganz großen Rummel nicht erlebt, weil der ja am Berlinale-Palast ablief. Dafür aber die Schauspieler vor den Kinos, die bei meinen besuchten Premierenfilmen beteiligt waren. Ich lief über rote Teppiche in die Kinohäuser ein. Mal mit Schauspielern, mal von ihnen getrennt, je nachdem, wie wichtig der Film und wie bekannt die Schauspieler waren. Kamerateams und Fotografen hielten sich am Rand auf, interviewten den Einen, fotografierten den Anderen. Alles war hell erleuchtet. Auch in den Zuschauerreihen entdeckte ich immer wieder bekannte Gesichter. Ich genoss das Flair und das Leben, welches selbst in den Vorführungen herrschte. Fast jede Vorstellung fand durch einen Moderator einleitende Worte und am Ende erschienen Regisseure, Darsteller und Produzenten auf die “Bühne”, vor die Leinwand, wurden durch den Moderator interviewt und standen dann dem Publikum für Fragen zur Verfügung. Jeder Film wurde durch Applaus des Publikums gewürdigt, und auch nachher kamen die beteiligten Schauspieler &#038; Co unter Beifall auf die Bühne. Anschließend traf sich, wer wollte, noch im Foyer oder in einer Lounge und konnte mit einigen Schauspielern über den Film reden. Es war wirklich klasse. Leben herrschte auch sonst. Man kam sehr schnell ins Gespräch, man redete mit fremden Menschen, die im Kino neben einem saßen, die mit einem zufällig im selben Bus auf den Weg in die selbe Vorstellung waren, oder die gemeinsam mit mir am Ticketschalter warteten. Man redete über alles rund um Berlinale, über Tickets, Filme und Schauspieler. &#8211; Ich war ständig unterwegs, von der Theaterkasse zum Kino, dann vielleicht irgendwo hin was Essen oder noch mal zum Potsdamer Platz, nach Hause zum Schlafen, aber schließlich wieder in irgendein Kino. An einigen Tagen standen drei Kinobesuche auf dem Programm. Einmal hatte ich noch eine Vorstellung um 22:30 Uhr und war, weil ich die letzte S-Bahn verpasst hatte, mit dem Nachtbus erst gegen zwei Uhr nachts wieder zu Hause. Am nächsten morgen um 09:30 Uhr stand dann aber wieder der erste von drei Kinobesuchen an. Es war total anstrengend, aber auch wirklich toll! Und bei meinem Berlinale-Programm waren Glanzperlen, wie Metropolis oder L`Inferno dabei, klasse deutsche Filme und witzige, charmante Low-Budget und No-Budget Filme / Dokumentationen, die fast alle den Eintritt wert waren, und auf die man wohl bis zu einer Fernsehausstrahlung lange (und teilweise wohl auch vergebens) warten müsste. (Einen absoluten Reinfall gab es nur einmal mit dem Film Jud Süß.) Es war ein toller Berlinale-Urlaub. Nächstes Jahr vielleicht wieder…und wieder mit dem Schwerpunkt deutsche Filme, deutsche Dokumentation… </p>
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		<item>
		<title>Berlinale Programm</title>
		<link>http://www.auge24.eu/2010/02/berlinale-programm/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 15:25:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Auge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Ich & Co]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Berlinale-Programm (Zu meinen Berlinale-Fotos: Februar 2010.) Metropolis Dtsch. Stummfilm Freitag, 12. Februar. Berlinale Special, Galavorstellung: Fritz Langs Stummfilmklassiker Metropolis kehrt 83 Jahre nach der Uraufführung in der restaurierten Fassung der Murnau-Stiftung auf die Kinoleinwand zurück. Die Weltpremiere dieser Fassung wird mit neu editierter Musik im Friedrichstadtpalast stattfinden. Nach der Originalpartitur von Gottfried Huppertz wird [&#8230;] <a class="more-link" href="http://www.auge24.eu/2010/02/berlinale-programm/">&#8595; Read the rest of this entry...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mein Berlinale-Programm</strong><br />
(Zu meinen Berlinale-Fotos: <a href="http://www.flickr.com/photos/auge24/sets/72157623369772690/">Februar 2010</a>.)<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Metropolis</strong></big> <small>Dtsch. Stummfilm</small><br />
<em><strong>Freitag, 12. Februar.</strong> Berlinale Special, Galavorstellung:</em><br />
Fritz Langs Stummfilmklassiker Metropolis kehrt 83 Jahre nach der Uraufführung in der restaurierten Fassung der Murnau-Stiftung auf die Kinoleinwand zurück. Die Weltpremiere dieser Fassung wird mit neu editierter Musik im Friedrichstadtpalast stattfinden. Nach der Originalpartitur von Gottfried Huppertz wird die Aufführung vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin begleitet. Diese besondere Präsentation läßt sich außerdem am Brandenburger Tor in einer öffentlichen Live-Übertragung verfolgen.<br />
<small>YouTube.de: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=4wRLbnxgzIM">Comeback für Film-Meisterwerk</a></small><br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Neukölln Unlimited</strong></big> <small>Dtsch. Dokumentation</small><br />
<em><strong>Samstag, 13. Februar.</strong> Berlinale Generation 14plus:</em><br />
Als deutscher Langfilmbeitrag bewirbt sich die Dokumentation von Agostino Imondi und Dietmar Ratsch um den Gläsernen Bären. Der Titel legt den Bezug zu Berlin schon nah, und in der Tat widmet sich der Film den Geschwistern Lial, Hassan und Maradona Akkouch, die zwar seit 18 Jahren in Berlin zu Hause sind, aber trotzdem permanent von der Abschiebung in den Libanon bedroht bleiben. Zwischen Ausländerbehörde und Hip-Hop-Bühne versuchen sie, die Widersprüchlichkeiten ihres Lebens selbst in den Griff zu bekommen. Ihr künstlerisches Talent muss für den Unterhalt sorgen und ist gleichzeitig eine Möglichkeit, den Druck, der ihnen von der Gesellschaft auferlegt wird, sinnlich abzulassen.<br />
<small>YouTube.de: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=D2fzHBt-vys">Neukölln &#8211; Trailer</a></small><br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>New York Memories</strong></big> <small>Dtsch. Dokumentarfilm</small><br />
<em><strong>Samstag, 13. Februar.</strong> Berlinale Panorama:</em><br />
Der Filmregisseur Rosa von Praunheim besucht seine Heldinnen aus früheren Filmen, vornehmlich aus &#8220;Überleben in New York&#8221;. Gleichzeitig gelingt ihm mit NEW YORK MEMORIES ein markantes Bild New Yorks von den 70ern bis heute.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Tanzträume</strong></big> <small>Deutsch</small><br />
<em><strong>Sonntag, 14. Februar.</strong> Berlinale Special:</em><br />
Regie: Anne Linsel, Rainer Hoffmann. <strong>/</strong> Dokumentarfilm, Inhalt: In Erinnerung an die 2009 verstorbene, international gefeierte Choreographin Pina Bausch zeigt die Berlinale den Dokumentarfilm Tanzträume. Im Sommer 2008 hatte Bausch eine Wiederaufnahme ihres Klassikers &#8220;Kontakthof&#8221; einstudiert. In dem Tanzstück über menschliche Begegnungen und elementare Gefühle übernahmen 26 Schüler und Schülerinnen die Hauptrollen. Der Film beobachtet die Proben mit den Jugendlichen und begleitet sie bis zur Premiere. Im Vordergrund steht das Hineinwachsen in einen künstlerischen Prozess.<br />
<small>YouTube.de: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GTq62e80IUA">Zum Tod von Pina Bausch</a></small><br />
<small>YouTube.de: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=G779q4DvCjE">Tanzträume &#8211; Trailer</a></small><br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>L`Inferno</strong></big> <small>Ital. Stummfilm/ Vortrag: Deutsch</small><br />
<em><strong>Sonntag, 14. Februar.</strong> Berlinale Internationales Forum:</em><br />
Christoph Schlingensief zeigt und kommentiert den Film L´Inferno (1911) von Guiseppe De Liguoro. &#8211; L’Inferno basiert auf dem ersten Teil der Göttlichen Komödie von Dante Alighieri, in der der Dichter in Ichform seine Reise durch die jenseitige Welt beschreibt. Der Film folgt detailgetreu dem Weg Dantes durch die Hölle – l’inferno –, der geführt wird von dem von ihm verehrten römischen Dichter Vergil. Ausstattung und Setdesign des Films wurden getreu der berühmten Illustrationen Gustave Dorés entwickelt und machen den Film zu einem visuellen Vergnügen. Auf Beatrice’ Geheiß führt Vergil Dante auf seiner spirituellen Reise durch die zehn ‚Kreise’ der Hölle, die einem antiken Amphitheater gleich wie ein Trichter geformt ist, der zum Erdmittelpunkt führt. Während Dante die Konsequenzen jeder der Hauptsünden vor Augen geführt bekommt, durchlebt er das ganze Spektrum menschlicher Gefühle, von Mitgefühl bis Empörung.<br />
<small>Kommentar: <a href="http://blog.prinz.de/berlin/2010/02/14/inferno/">Prinz Blog Berlin</a></small><br />
<small>Kommentar: <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/berlinale/Schlingensief-L-Inferno-Berlinale;art16892,3031428">Tagesspiegel</a></small><br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Welt am Draht</strong></big> <small>Deutsch</small><br />
<em><strong>Montag, 15. Februar.</strong> Berlinale Special:</em><br />
1973 drehte Rainer Werner Fassbinder einen Film über computersimulierte Realitäten. In der zweiteiligen, für das FErnsehen entstandenen Produktion geht es um einen Supercomputer, der imstande ist, eine ganze Welt künstlich zu erschaffen. Das Gerät wird an einem Institut entwickelt, dessen Direktor wahnhafte Bewusstseinsveränderungen erlebt. Fassbinder bediente sich klassischer Genremotive, um effektvoll über Fragen der Korruption und Manipulation zu reflektieren. Welt am Draht wird bei der Berlinale erstmals im Kino zu sehen sein.<br />
<small>YouTube.de: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=B_PW518xcJw">Welt am Draht &#8211; Ausschnitte</a></small><br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Frauenzimmer</strong></big> <small>Dtsch. Dokumentarfilm</small><br />
<em><strong>Montag, 15. Februar.</strong> Berlinale Perspektive Deutsches Kino:</em><br />
Die Regisseurin Saara Waasner bringt drei kluge und selbstbewusste Prostituierte jenseits der für das Gewerbe üblichen Altersgrenze dazu, frei und reflektiert über ihren Beruf und ihren Lebensalltag zu sprechen.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Der Räuber</strong></big> <small>Deutsch</small><br />
<em><strong>Dienstag, 16. Februar.</strong> Berlinale Wettbewerb:</em><br />
Regie: Benjamin Heisenberg. Darsteller: Andreas Lust, Franziska Weisz. <strong>/</strong> Inhalt: Johann Rettenberger ist erfolgreicher Marathonläufer und zugleich professioneller Bankräuber. Vor allem aber ist er ein Getriebener, ein Mann, der immer in Bewegung ist und dabei stets Einzelkämpfer bleibt. Menschliche Nähe kann er nur schlecht ertragen.<br />
<small>YouTube.de: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=oLeOeh_dtQ8">Der Räuber &#8211; Trailer</a></small><br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Cindy liebt mich nicht</strong></big> <small>Deutsch</small><br />
<em><strong>Dienstag, 16. Februar.</strong> Berlinale Perspektive Deutsches Kino:</em><br />
Weil zwei Männer nicht nur dieselbe Frau lieben, sondern beide sie auch nicht wirklich kennen, müssen sie sich zusammentun, um sie zu suchen, als sie beiden zu entschwinden droht. Ein Roadmovie der Gefühle.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Boxhagener Platz</strong></big> <small>Deutsch</small><br />
<em><strong>Dienstag, 16. Februar.</strong> Berlinale Special:</em><br />
Regie: Matti Geschonnek. Darsteller: Gudrun Ritter, Michael Gwisdek, Samuel Schneider, Meret Becker, Jürgen Vogel. <strong>/</strong> Inhalt: Ost-Berlin im Jahr 1968: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Eine Familie am Boxhagener Platz erlebt ihre eigenen Dramen. Ottilie ist der Mittelpunkt der Familie Jürgens. Ihr Enkel Holger ist Jungpionier und mit ersten Liebesabenteuern beschäftigt. Holgers Vater ist Polizist, die Mutter dauerhaft schlecht gelaunt. Eines Tages wird der Kleinhändler Fisch-Winkler erschlagen aufgefunden. Der Kreis der Verdächtigen erstreckt sich bis hin zu einer Westberliner Studentenkommune.<br />
<small>YouTube.de: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=OfoHcpgCJMs">Boxhagener Platz &#8211; Trailer</a></small><br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Filmreihe</strong></big> <small>Drei deutsche Filme</small><br />
<em><strong>Mittwoch, 17. Februar.</strong> Berlinale Perspektive Deutsches Kino:</em><br />
Der Film <strong>Lebendkontrolle</strong> von Florian Schewe setzt das Thema für ein Programm mit mittellangen Arbeiten aus drei deutschen Filmhochschulen, die sich im weiteren und doch eigentlichen engen Sinne mit gesellschaftlicher und persönlicher Verantwortung beschäftigen. Und damit, wie diese manchmal gar nicht mehr zu bewältigen ist. <strong>Die Narben im Beton</strong> werden in dem Film von Juliane Engelmann auf schmerzliche Weise sichtbar gemacht. Es geht um eine junge Mutter in der Mitte des immer größer werdenden Randes, die ihre Kinder mit Liebe allein nicht mehr schützen zu können scheint. <strong>Jessi</strong> ist schon alt genug, sich selbst zu schützen, obwohl sie noch viel zu jung dazu ist. Ihre familiäre Situation lässt ihr aber keine andere Wahl. Der gleichnamige Film von Mariejosephin Schneider schließt ein Programm ab, dessen Beiträge Schmerzgrenzen überschreiten.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Barriere</strong></big> <small>Dtsch. Dokumentation</small><br />
<em><strong>Mittwoch, 17. Februar.</strong> Berlinale Panorama:</em><br />
In stilvollem Schwarz-Weiß zeichnet Andreas Kleinert in Barriere eine wichtige Karrierephase junger Schauspieler: Sie sind zum Vorsprechen eingeladen. Für Hamlet im Freilichttheater Zittau! Witzig und präzise entwickelt sich ein liebevolles Charakter-Kaleidoskop.<br />
<small>YouTube.de: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0_aTnk5QtkM">Barriere &#8211; Trailer</a></small><br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Shahada</strong></big> <small>Deutsch</small><br />
<em><strong>Donnerstag, 18. Februar.</strong> Berlinale Wettbewerb:</em><br />
Der Episodenfilm spielt während des Fastenmonats Ramadan und erzählt von Maryam, Samir und Ismail, drei jungen Muslimen in Deutschland. Alle drei geraten in Krisen, die ihr bisheriges Werte- und Glaubenssystem auf die Probe stellt. Ismail, ein türkischer Polizist und Familienvater in Berlin, kann einen dramatischen Unfall mit seiner Dienstwaffe nicht verkraften. Der aus Nigeria stammende Samir gerät wegen seiner Homosexualität in einen Glaubenskonflikt. Maryam ist die sehr westlich orientierte Tochter eines türkischen Geistlichen, doch nach einem schlimmen Erlebnis kehren sich die Wertvorstellungen von Vater und Tochter um.<br />
<small>YouTube.de: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=e_8O5RWiJfQ">Shahada &#8211; Trailer</a></small><br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Portraits deutscher Alkoholiker</strong></big> <small>Dtsch. Dokumentarfilm</small><br />
<em><strong>Donnerstag, 18. Februar.</strong> Berlinale Perspektive Deutsches Kino:</em><br />
In dem brisanten Dokumentarfilm der Kölner Regisseurin Carolin Schmitz sind die Protagonisten gar nicht zu sehen. Trotzdem liefert der Film genaue, spannende und erschütternde Portraits deutscher Alkoholiker.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Play It &#8230; Short! 2</strong></big> <small>Dtsch. Kurzfilme</small><br />
<em><strong>Donnerstag, 18. Februar.</strong> Berlinale Retrospective:</em><br />
Filme: Annie, Geschichten vom Kübelkind (Episode 17), Soldaten Soldaten, Sszzttt, Zum Glück gibts kein Patent.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Jud Süss &#8211; Film ohne Gewissen</strong></big> <small>Deutsch</small><br />
<em><strong>Freitag, 19. Februar.</strong> Berlinale Wettbewerb:</em><br />
Regie: Oskar Roehler. Darsteller: Tobias Moretti, Martina Gedeck, Moritz Bleinbtreu, Justus von Dohnanyi. <strong>/</strong> Inhalt: Deutschland während der nationalsozialistischen Herrschaft: Der mittelmäßig erfolgreiche Schauspieler Ferdinand Marian nimmt 1939 widerstrebend die Hauptrolle im Propagandafilm Jud Süß an. Marian lässt sich auf ein Spiel mit der Macht ein. Zu spät begreift er, dass er selbst zum Instrument geworden ist und das Leben seiner jüdischen Frau auf Spiel setzt. Seine persönliche Tragödie nimmt ihren Anfang.<br />
<small>YouTube.de: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cyKB0yjTFDE">Jud Süss &#8211; Trailer</a></small><br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Wiegenlieder</strong></big> <small>Dtsch. &#8220;Berlin-Film&#8221;</small><br />
<em><strong>Samstag, 20. Februar.</strong> Berlinale Panorama:</em><br />
Einen grandiosen Berlin-Film zeigen Johann Feindt und Tamara Trampe mit Wiegenlieder. Mit ihren Fragen nach den Liedern der Kindheit katapultieren sie ihre Protagonisten, ein liebevolles Sammelsurium typisch alternativer Berliner, in die unschuldigen Zeiten ihres Lebens zurück und verweben die Eindrücke zu einem vielstimmigen filmischen Gedicht.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /><br />
<big><strong>Alle meine Stehaufmädchen</strong></big> <small>Deutsch</small><br />
<em><strong>Samstag, 20. Februar.</strong> Berlinale Panorama:</em><br />
Alle meine Stehaufmädchen. Von Frauen, die sich was trauen. &#8211; Der von Lothar Lambert so sehr bewunderte Pragmatismus der Frauen erfährt eine berührende Hommage in einem Potpourri Berliner Lebensgeschichten.<br />
<img src='http://www.augstein.org/pics/elements/line1.gif' alt='line1' class='aligncenter' /></p>
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		<title>Berlinale Tickets</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 20:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Auge</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[FlickR-Bilder öffnen: Bild1 / Bild2; Ort: &#8220;Potsdamer Platz Arkaden&#8221; Berlinale 2010: 1&#8230;, 2&#8230;, 3: Heute startete der Vorverkauf für die Berlinale. Mein Berlinale light Programm ist schon mal in Sack und Tüten! Die Ticket-Jagd ist eröffnet!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2010/blog_berlinale_vorverkauf08.jpg" title="Ticketverkaufsstelle" class="aligncenter" width="425" height="457" /><br />
<small> FlickR-Bilder öffnen: <a href="http://www.flickr.com/photos/auge24/4341084268/in/set-72157623369772690/">Bild1</a> / <a href="http://www.flickr.com/photos/auge24/4340342433/in/set-72157623369772690/">Bild2</a>;  Ort: &#8220;Potsdamer Platz Arkaden&#8221;</small><br />
<strong>Berlinale 2010:</strong> <a href="http://auge24.eu/2010/01/kulturnotiz/">1</a>&#8230;, <a href="http://auge24.eu/2010/01/berlinale-warm-up/">2</a>&#8230;, <strong>3:</strong> Heute startete der Vorverkauf für die <a href="http://www.berlinale.de/">Berlinale</a>. Mein <em>Berlinale light</em> Programm ist schon mal in Sack und Tüten! Die Ticket-Jagd ist eröffnet!</p>
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		<title>Berlinale Warm-up</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 12:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Auge</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Weltpremiere der rekonstruierten Originalfassung und Galaveranstaltung für die Berlinale 2010: Metropolis, (DEU 1927/2010). R: Fritz Lang. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Musikalische Leitung: Frank Strobel. Berlinale-Tickets gibt es ab 8. Februar. Für die Weltpremiere der rekonstruierten Originalfassung von Fritz Langs Metropolis am 12.02 im Friedrichstadtpalast begann der Kartenvorverkauf aber schon am 18.01., diese Woche Montag. Am [&#8230;] <a class="more-link" href="http://www.auge24.eu/2010/01/berlinale-warm-up/">&#8595; Read the rest of this entry...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2010/blog_berlinale_metropolis.jpg" title="Metropolis Ticket Berlin Friedrichstadtpalast" class="aligncenter" width="425" height="175" /><br />
<small>Weltpremiere der rekonstruierten Originalfassung und Galaveranstaltung für die Berlinale 2010: Metropolis, (DEU 1927/2010). R: Fritz Lang. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Musikalische Leitung: Frank Strobel.</small><br />
<img alt="" src="http://www.augstein.org/pics/2010/blog_berlinalelogo1.jpg" title="Berlinale-Bär" class="alignright" width="93" height="120" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlinale_2010">Berlinale</a>-Tickets gibt es ab 8. Februar. Für die <strong>Weltpremiere</strong> der rekonstruierten Originalfassung von Fritz Langs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metropolis_(1927)">Metropolis</a> am 12.02 im Friedrichstadtpalast begann der Kartenvorverkauf aber schon am 18.01., diese Woche Montag. Am Freitag zuvor stand ich bereits an der Theaterkasse und &#8220;bestellte&#8221; auf Absprache eine Karte. Da war noch gar nichts bekannt, keine Preise, keine Sitzverteilung, nichts. Ich erhielt eine Telefonnummer von der Theaterkasse am Alexanderplatz, weil die am Montag bereits um 08:00 und nicht wie die anderen Kassen erst um 10:00 Uhr öffnet. Am Montag rief ich sofort um 08:00 Uhr an. Die Dame am Telefon bestätigte mir, dass ein Hinweis auf meinem Namen hinterlegt wurde, ich aber bitte noch mal um 10:00 Uhr anrufen solle, da dann der Vorverkauf möglich sei und die Theaterkasse erst Informationen online abrufen kann. Um 10:00 Uhr erhielt ich die Bestätigung: <em>Eine Karte für 22 Euro.</em> Juchhu! <em>Bitte bald abholen!</em> Als ich Tags darauf an der Theaterkasse erschien, sagte mir die Dame noch zum Abschied: <em>Sie haben Glück, überhaupt noch eine Karte bekommen zu haben!</em> Puh!<br />
Und tatsächlich: <strong>Ausverkauft!</strong><br />
<small>Mal sehn, welche A-bis-Z-Promis ich zu Gesicht bekomme&#8230; Ich hoffe, um die Beitragsfilme sehen zu können, wird es etwas einfacher werden&#8230; sonst passierts vielleicht, dass mein <a href="http://auge24.eu/2010/01/kulturnotiz/">Berlinale-Urlaub</a> anders verläuft, als geplant&#8230;</small><br />
<object width="425" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/vq2Uc61YRMY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/vq2Uc61YRMY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="295"></embed></object><br />
<small><a href="http://www.youtube.com/watch?v=vq2Uc61YRMY">Video</a> auf YouTube.de</small></p>
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