Archiv für die Kategorie „Film & Fernsehen“

Filmkonzert “Die Nibelungen”

Dienstag, 27. April 2010


DIE NIBELUNGEN; Teil 1: Siegfried, Teil 2: Kriemhilds Rache –
Von Fritz Lang

Stummfilm mit großem Orchester, Uraufführung der restaurierten Filmfassung

Theater: Deutsche Oper Berlin
Werk: Die Nibelungen (1924)
Regie: Fritz Lang
Manuskript: Thea von Harbou, Fritz Lang
Kamera: Carl Hoffmann, Günter Rittau
Musik: Gottfried Huppertz (1924)
Filmrestaurierung: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (2009)
Rekonstruktion der Filmmusik: Europäische FilmPhilharmonie / Frank Strobel / Marco Jovic
Orchester: hr-Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: Frank Strobel
Dauer: 6 Stunden | Eine Pause (60 Min.)

Beschreibung: Fritz Langs zweiteilige Verfilmung des mittelhochdeutschen Nibelungenliedes gehört zu den monumentalen Produktionen der 1920er Jahre. Beide Teile – Siegfried und Kriemhilds Rache – kamen 1924 in die Kinos und begeisterten Tausende. ( Uraufführung am 14. Februar 1924 (Siegfried) und 26. April 1924 (Kriemhilds Rache) in Berlin, Ufa-Palast am Zoo. ) Dieser Meilenstein der Filmgeschichte überwältigt auch heute noch durch seine Kombination von visuellen Effekten, monumental stilisierten Kulissen und opulent inszenierten Kampfszenen.
Hintergrund: Dieses Film- und Musikwerk wurde von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung für Aufführungen mit großem Orchester restauriert. Weltweit fand eine umfassende Recherche aller verfügbaren Film-Materialien statt. Original eingefärbte Vorführkopien werden das Ziel der aufwändigen Restaurierungsarbeiten sein.
Informationen zu Inhalt und Interpretation: Die neue, von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung aufwändig restaurierte Filmfassung des Nibelungen-Epos stellt eine bisher nicht gekannte Annäherung an die erhaltenen historischen Versionen dar: Erstmals war es möglich, die ungewöhnlich reichhaltige Überlieferung von fünfzehn zeitgenössischen Filmmaterialien – darunter auch die Kameranegative – für die Restaurierungsarbeiten zu berücksichtigen. Ausgehend von den Kameranegativen kann eine deutsche Version in hervorragender Bildqualität sowie, entsprechend der erhaltenen Verleihkopien, in orangefarbener Virage präsentiert werden. Darüber hinaus wurde die bisher verschollen geglaubte Schlussszene wiederentdeckt und in den Film eingepasst. Mit DIE NIBELUNGEN entstand ein Film über „Menschen, denen die Begriffe national und international fremd waren. Sie waren Menschen, die wie alle anderen in ihr Schicksal hineinwuchsen und sich damit abzufinden hatten.“ (Die Filmwoche, 1924). Als Schauspieler wählte Fritz Lang keine bereits bekannten Stars, sondern „Menschen, die Menschen darstellen konnten“. In jeder Einstellung verleihen die Schauspieler durch ihre Haltung und ihr Spiel dem Werk, gepaart mit Fritz Langs Neigung zum Monumentalen, eine große szenische Wirkung. Der Film folgt im Wesentlichen der Nibelungen-Sage: Im ersten Teil (Siegfried) geht es um den strahlenden Helden Siegfried: wie er Brünhilde für Gunther besiegt, Kriemhild freit und schließlich das Opfer von Hagens Intrige wird. Im zweiten Teil (Kriemhilds Rache) erlebt das Publikum die dunkle Seite der Tragödie, die im Inferno des brennenden Hofes von Etzel endet. Beide Teile sind in jeweils sieben „Gesänge“ unterteilt. Zu diesem zweiteiligen Filmepos schrieb Gottfried Huppertz (* 1887 Köln, † 1937 Berlin) die Filmmusik auf Grundlage des Drehbuchs, das ihm Thea von Harbou zur Verfügung gestellt hatte. Gottfried Huppertz orientiert sich in seiner Filmmusik an Richard Wagners „Ring des Nibelungen“. Neben vereinzelten Anklängen sakraler Musik arbeitet der spätromantische Satz ausgiebig mit der erweiterten Tonalität und Leitmotiv-Technik. Er evoziert so den Eindruck eines Wagner-Klanges, aber nicht epigonenhaft nachahmend, sondern gebrochen durch den Blickwinkel einer neuen Zeit und durch das Medium des Filmes. Die erhaltene Filmmusik von Gottfried Huppertz wurde anhand von überlieferten Autographen und Skizzen unter musik- und filmhistorischen sowie unter museumseditorischen Gesichtspunkten neu herausgegeben. Wo Teile der Partitur verloren waren, wurden diese restauratorisch instrumentiert.
Pressestimmen:
Eigene Notiz: Sechs Stunden klasse Aufführung. Klasse Film, klasse (Live)-Orchester. Ich hab sogar zwei Damen “wieder getroffen”, die ich auf der Berlinale flüchtig kennen lernte. Beide diesmal in Begleitung. Ich hab mich nicht bemerkbar gemacht…
Sonstiges:

Berlinale Rückblende

Montag, 22. Februar 2010

Die 60. Internationalen Filmfestspiele in Berlin (11. bis 21. Februar), meine erste Berlinale, sind vorüber. Die Erinnerungen verschwimmen bereits und Notizen habe ich keine gemacht, um hier einen einwandfrei lückenlosen Bericht abzuliefern. – Als ich im Januar von der Berlinale erfuhr, nahm ich für die Zeit extra Urlaub und machte mit Beginn des Vorverkaufs den Wahnsinn mit, täglich eine ordentliche Portion an Arbeit, Wille und Geschick zu investieren, um Tickets für die favorisierten Vorstellungen zu kriegen. Der Vorverkauf lief für Premieren drei Tage zuvor an, für Wiederholungen vier Tage im Voraus. – Die Ticketjagd war mitunter sehr anstrengend: Ich stand einige Male am Zentralen Vorverkauf am Potsdamer Platz und ich nutzte auch andere Theaterkassen in Berlin-Mitte, die alle pünktlich um zehn Uhr öffneten. Bereits einige Stunden vorher ließen sich schon die ersten Ticketjäger mit Picknickdecken vor dem Zentralen Vorverkauf nieder und erwarteten die Öffnung. Ich nutzte daher vor allem die allgemeinen Theaterkassen, die zwar nur ein begrenztes Kontingent an Karten zur Verfügung hatten, aber allemal nicht solch einen Zulauf an Menschen bewältigen mussten. Ich stand häufig pünktlich um 10 Uhr an der Theaterkasse, ich hinterließ Vorbestellungen. Ich telefonierte immer wieder oder verschickte Faxe, wenn ich irgendwie verhindert war und nicht zur Theaterkasse konnte. Im Lauf der Zeit lernte ich so alle Mitarbeiterinnen meiner Theaterkassen kennen. Ich erstellte Listen, welche Filme ich sehen will und wann diese Filme gezeigt werden. Dazu verplante ich die Tage und versuchte dann endlich die betreffenden Tickets zu kriegen. Und weil dann die eine Vorstellung bereits ausverkauft war, musste der ganze Plan geändert werden. So hatte ich nach wenigen Tagen gelernt und schließlich auch noch Alternativpläne in der Tasche, als ich wieder an der Theaterkasse anstand. Im Großen und Ganzen konnte ich jedoch, mit Ausnahme der Premieren im Berlinale-Palast, alles sehen, was ich sehen wollte. Ich war bei diversen Welturaufführungen und Premieren dabei. – Ich war im Friedrichstadtpalast, im Babylon, im Kino International, im HAU1, in der Urania, im CinemaxX, im Collosseum und im Cinestar. Insgesamt war ich bei achtzehn Veranstaltungen und habe für die Tickets 170 Euro ausgegeben. Dazu kam noch Geld für das unterwegs gekaufte Essen, die Systemgebühr der Ticketbestellungen und die Berlinale-Tasche, mit der eine Vielzahl von Menschen in den U- und S-Bahnen unterwegs waren und die auch als Erkennungszeichen diente. – Die ganz großen internationalen Stars habe ich nicht zu Gesicht bekommen, den ganz großen Rummel nicht erlebt, weil der ja am Berlinale-Palast ablief. Dafür aber die Schauspieler vor den Kinos, die bei meinen besuchten Premierenfilmen beteiligt waren. Ich lief über rote Teppiche in die Kinohäuser ein. Mal mit Schauspielern, mal von ihnen getrennt, je nachdem, wie wichtig der Film und wie bekannt die Schauspieler waren. Kamerateams und Fotografen hielten sich am Rand auf, interviewten den Einen, fotografierten den Anderen. Alles war hell erleuchtet. Auch in den Zuschauerreihen entdeckte ich immer wieder bekannte Gesichter. Ich genoss das Flair und das Leben, welches selbst in den Vorführungen herrschte. Fast jede Vorstellung fand durch einen Moderator einleitende Worte und am Ende erschienen Regisseure, Darsteller und Produzenten auf die “Bühne”, vor die Leinwand, wurden durch den Moderator interviewt und standen dann dem Publikum für Fragen zur Verfügung. Jeder Film wurde durch Applaus des Publikums gewürdigt, und auch nachher kamen die beteiligten Schauspieler & Co unter Beifall auf die Bühne. Anschließend traf sich, wer wollte, noch im Foyer oder in einer Lounge und konnte mit einigen Schauspielern über den Film reden. Es war wirklich klasse. Leben herrschte auch sonst. Man kam sehr schnell ins Gespräch, man redete mit fremden Menschen, die im Kino neben einem saßen, die mit einem zufällig im selben Bus auf den Weg in die selbe Vorstellung waren, oder die gemeinsam mit mir am Ticketschalter warteten. Man redete über alles rund um Berlinale, über Tickets, Filme und Schauspieler. – Ich war ständig unterwegs, von der Theaterkasse zum Kino, dann vielleicht irgendwo hin was Essen oder noch mal zum Potsdamer Platz, nach Hause zum Schlafen, aber schließlich wieder in irgendein Kino. An einigen Tagen standen drei Kinobesuche auf dem Programm. Einmal hatte ich noch eine Vorstellung um 22:30 Uhr und war, weil ich die letzte S-Bahn verpasst hatte, mit dem Nachtbus erst gegen zwei Uhr nachts wieder zu Hause. Am nächsten morgen um 09:30 Uhr stand dann aber wieder der erste von drei Kinobesuchen an. Es war total anstrengend, aber auch wirklich toll! Und bei meinem Berlinale-Programm waren Glanzperlen, wie Metropolis oder L`Inferno dabei, klasse deutsche Filme und witzige, charmante Low-Budget und No-Budget Filme / Dokumentationen, die fast alle den Eintritt wert waren, und auf die man wohl bis zu einer Fernsehausstrahlung lange (und teilweise wohl auch vergebens) warten müsste. (Einen absoluten Reinfall gab es nur einmal mit dem Film Jud Süß.) Es war ein toller Berlinale-Urlaub. Nächstes Jahr vielleicht wieder…und wieder mit dem Schwerpunkt deutsche Filme, deutsche Dokumentation…

Berlinale Programm

Freitag, 12. Februar 2010

Mein Berlinale-Programm
(Zu meinen Berlinale-Fotos: Februar 2010.)
line1
Metropolis Dtsch. Stummfilm
Freitag, 12. Februar. Berlinale Special, Galavorstellung:
Fritz Langs Stummfilmklassiker Metropolis kehrt 83 Jahre nach der Uraufführung in der restaurierten Fassung der Murnau-Stiftung auf die Kinoleinwand zurück. Die Weltpremiere dieser Fassung wird mit neu editierter Musik im Friedrichstadtpalast stattfinden. Nach der Originalpartitur von Gottfried Huppertz wird die Aufführung vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin begleitet. Diese besondere Präsentation läßt sich außerdem am Brandenburger Tor in einer öffentlichen Live-Übertragung verfolgen.
YouTube.de: Comeback für Film-Meisterwerk
line1
Neukölln Unlimited Dtsch. Dokumentation
Samstag, 13. Februar. Berlinale Generation 14plus:
Als deutscher Langfilmbeitrag bewirbt sich die Dokumentation von Agostino Imondi und Dietmar Ratsch um den Gläsernen Bären. Der Titel legt den Bezug zu Berlin schon nah, und in der Tat widmet sich der Film den Geschwistern Lial, Hassan und Maradona Akkouch, die zwar seit 18 Jahren in Berlin zu Hause sind, aber trotzdem permanent von der Abschiebung in den Libanon bedroht bleiben. Zwischen Ausländerbehörde und Hip-Hop-Bühne versuchen sie, die Widersprüchlichkeiten ihres Lebens selbst in den Griff zu bekommen. Ihr künstlerisches Talent muss für den Unterhalt sorgen und ist gleichzeitig eine Möglichkeit, den Druck, der ihnen von der Gesellschaft auferlegt wird, sinnlich abzulassen.
YouTube.de: Neukölln – Trailer
line1
New York Memories Dtsch. Dokumentarfilm
Samstag, 13. Februar. Berlinale Panorama:
Der Filmregisseur Rosa von Praunheim besucht seine Heldinnen aus früheren Filmen, vornehmlich aus “Überleben in New York”. Gleichzeitig gelingt ihm mit NEW YORK MEMORIES ein markantes Bild New Yorks von den 70ern bis heute.
line1
Tanzträume Deutsch
Sonntag, 14. Februar. Berlinale Special:
Regie: Anne Linsel, Rainer Hoffmann. / Dokumentarfilm, Inhalt: In Erinnerung an die 2009 verstorbene, international gefeierte Choreographin Pina Bausch zeigt die Berlinale den Dokumentarfilm Tanzträume. Im Sommer 2008 hatte Bausch eine Wiederaufnahme ihres Klassikers “Kontakthof” einstudiert. In dem Tanzstück über menschliche Begegnungen und elementare Gefühle übernahmen 26 Schüler und Schülerinnen die Hauptrollen. Der Film beobachtet die Proben mit den Jugendlichen und begleitet sie bis zur Premiere. Im Vordergrund steht das Hineinwachsen in einen künstlerischen Prozess.
YouTube.de: Zum Tod von Pina Bausch
YouTube.de: Tanzträume – Trailer
line1
L`Inferno Ital. Stummfilm/ Vortrag: Deutsch
Sonntag, 14. Februar. Berlinale Internationales Forum:
Christoph Schlingensief zeigt und kommentiert den Film L´Inferno (1911) von Guiseppe De Liguoro. – L’Inferno basiert auf dem ersten Teil der Göttlichen Komödie von Dante Alighieri, in der der Dichter in Ichform seine Reise durch die jenseitige Welt beschreibt. Der Film folgt detailgetreu dem Weg Dantes durch die Hölle – l’inferno –, der geführt wird von dem von ihm verehrten römischen Dichter Vergil. Ausstattung und Setdesign des Films wurden getreu der berühmten Illustrationen Gustave Dorés entwickelt und machen den Film zu einem visuellen Vergnügen. Auf Beatrice’ Geheiß führt Vergil Dante auf seiner spirituellen Reise durch die zehn ‚Kreise’ der Hölle, die einem antiken Amphitheater gleich wie ein Trichter geformt ist, der zum Erdmittelpunkt führt. Während Dante die Konsequenzen jeder der Hauptsünden vor Augen geführt bekommt, durchlebt er das ganze Spektrum menschlicher Gefühle, von Mitgefühl bis Empörung.
Kommentar: Prinz Blog Berlin
Kommentar: Tagesspiegel
line1
Welt am Draht Deutsch
Montag, 15. Februar. Berlinale Special:
1973 drehte Rainer Werner Fassbinder einen Film über computersimulierte Realitäten. In der zweiteiligen, für das FErnsehen entstandenen Produktion geht es um einen Supercomputer, der imstande ist, eine ganze Welt künstlich zu erschaffen. Das Gerät wird an einem Institut entwickelt, dessen Direktor wahnhafte Bewusstseinsveränderungen erlebt. Fassbinder bediente sich klassischer Genremotive, um effektvoll über Fragen der Korruption und Manipulation zu reflektieren. Welt am Draht wird bei der Berlinale erstmals im Kino zu sehen sein.
YouTube.de: Welt am Draht – Ausschnitte
line1
Frauenzimmer Dtsch. Dokumentarfilm
Montag, 15. Februar. Berlinale Perspektive Deutsches Kino:
Die Regisseurin Saara Waasner bringt drei kluge und selbstbewusste Prostituierte jenseits der für das Gewerbe üblichen Altersgrenze dazu, frei und reflektiert über ihren Beruf und ihren Lebensalltag zu sprechen.
line1
Der Räuber Deutsch
Dienstag, 16. Februar. Berlinale Wettbewerb:
Regie: Benjamin Heisenberg. Darsteller: Andreas Lust, Franziska Weisz. / Inhalt: Johann Rettenberger ist erfolgreicher Marathonläufer und zugleich professioneller Bankräuber. Vor allem aber ist er ein Getriebener, ein Mann, der immer in Bewegung ist und dabei stets Einzelkämpfer bleibt. Menschliche Nähe kann er nur schlecht ertragen.
YouTube.de: Der Räuber – Trailer
line1
Cindy liebt mich nicht Deutsch
Dienstag, 16. Februar. Berlinale Perspektive Deutsches Kino:
Weil zwei Männer nicht nur dieselbe Frau lieben, sondern beide sie auch nicht wirklich kennen, müssen sie sich zusammentun, um sie zu suchen, als sie beiden zu entschwinden droht. Ein Roadmovie der Gefühle.
line1
Boxhagener Platz Deutsch
Dienstag, 16. Februar. Berlinale Special:
Regie: Matti Geschonnek. Darsteller: Gudrun Ritter, Michael Gwisdek, Samuel Schneider, Meret Becker, Jürgen Vogel. / Inhalt: Ost-Berlin im Jahr 1968: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Eine Familie am Boxhagener Platz erlebt ihre eigenen Dramen. Ottilie ist der Mittelpunkt der Familie Jürgens. Ihr Enkel Holger ist Jungpionier und mit ersten Liebesabenteuern beschäftigt. Holgers Vater ist Polizist, die Mutter dauerhaft schlecht gelaunt. Eines Tages wird der Kleinhändler Fisch-Winkler erschlagen aufgefunden. Der Kreis der Verdächtigen erstreckt sich bis hin zu einer Westberliner Studentenkommune.
YouTube.de: Boxhagener Platz – Trailer
line1
Filmreihe Drei deutsche Filme
Mittwoch, 17. Februar. Berlinale Perspektive Deutsches Kino:
Der Film Lebendkontrolle von Florian Schewe setzt das Thema für ein Programm mit mittellangen Arbeiten aus drei deutschen Filmhochschulen, die sich im weiteren und doch eigentlichen engen Sinne mit gesellschaftlicher und persönlicher Verantwortung beschäftigen. Und damit, wie diese manchmal gar nicht mehr zu bewältigen ist. Die Narben im Beton werden in dem Film von Juliane Engelmann auf schmerzliche Weise sichtbar gemacht. Es geht um eine junge Mutter in der Mitte des immer größer werdenden Randes, die ihre Kinder mit Liebe allein nicht mehr schützen zu können scheint. Jessi ist schon alt genug, sich selbst zu schützen, obwohl sie noch viel zu jung dazu ist. Ihre familiäre Situation lässt ihr aber keine andere Wahl. Der gleichnamige Film von Mariejosephin Schneider schließt ein Programm ab, dessen Beiträge Schmerzgrenzen überschreiten.
line1
Barriere Dtsch. Dokumentation
Mittwoch, 17. Februar. Berlinale Panorama:
In stilvollem Schwarz-Weiß zeichnet Andreas Kleinert in Barriere eine wichtige Karrierephase junger Schauspieler: Sie sind zum Vorsprechen eingeladen. Für Hamlet im Freilichttheater Zittau! Witzig und präzise entwickelt sich ein liebevolles Charakter-Kaleidoskop.
YouTube.de: Barriere – Trailer
line1
Shahada Deutsch
Donnerstag, 18. Februar. Berlinale Wettbewerb:
Der Episodenfilm spielt während des Fastenmonats Ramadan und erzählt von Maryam, Samir und Ismail, drei jungen Muslimen in Deutschland. Alle drei geraten in Krisen, die ihr bisheriges Werte- und Glaubenssystem auf die Probe stellt. Ismail, ein türkischer Polizist und Familienvater in Berlin, kann einen dramatischen Unfall mit seiner Dienstwaffe nicht verkraften. Der aus Nigeria stammende Samir gerät wegen seiner Homosexualität in einen Glaubenskonflikt. Maryam ist die sehr westlich orientierte Tochter eines türkischen Geistlichen, doch nach einem schlimmen Erlebnis kehren sich die Wertvorstellungen von Vater und Tochter um.
YouTube.de: Shahada – Trailer
line1
Portraits deutscher Alkoholiker Dtsch. Dokumentarfilm
Donnerstag, 18. Februar. Berlinale Perspektive Deutsches Kino:
In dem brisanten Dokumentarfilm der Kölner Regisseurin Carolin Schmitz sind die Protagonisten gar nicht zu sehen. Trotzdem liefert der Film genaue, spannende und erschütternde Portraits deutscher Alkoholiker.
line1
Play It … Short! 2 Dtsch. Kurzfilme
Donnerstag, 18. Februar. Berlinale Retrospective:
Filme: Annie, Geschichten vom Kübelkind (Episode 17), Soldaten Soldaten, Sszzttt, Zum Glück gibts kein Patent.
line1
Jud Süss – Film ohne Gewissen Deutsch
Freitag, 19. Februar. Berlinale Wettbewerb:
Regie: Oskar Roehler. Darsteller: Tobias Moretti, Martina Gedeck, Moritz Bleinbtreu, Justus von Dohnanyi. / Inhalt: Deutschland während der nationalsozialistischen Herrschaft: Der mittelmäßig erfolgreiche Schauspieler Ferdinand Marian nimmt 1939 widerstrebend die Hauptrolle im Propagandafilm Jud Süß an. Marian lässt sich auf ein Spiel mit der Macht ein. Zu spät begreift er, dass er selbst zum Instrument geworden ist und das Leben seiner jüdischen Frau auf Spiel setzt. Seine persönliche Tragödie nimmt ihren Anfang.
YouTube.de: Jud Süss – Trailer
line1
Wiegenlieder Dtsch. “Berlin-Film”
Samstag, 20. Februar. Berlinale Panorama:
Einen grandiosen Berlin-Film zeigen Johann Feindt und Tamara Trampe mit Wiegenlieder. Mit ihren Fragen nach den Liedern der Kindheit katapultieren sie ihre Protagonisten, ein liebevolles Sammelsurium typisch alternativer Berliner, in die unschuldigen Zeiten ihres Lebens zurück und verweben die Eindrücke zu einem vielstimmigen filmischen Gedicht.
line1
Alle meine Stehaufmädchen Deutsch
Samstag, 20. Februar. Berlinale Panorama:
Alle meine Stehaufmädchen. Von Frauen, die sich was trauen. – Der von Lothar Lambert so sehr bewunderte Pragmatismus der Frauen erfährt eine berührende Hommage in einem Potpourri Berliner Lebensgeschichten.
line1

Berlinale Tickets

Montag, 8. Februar 2010


FlickR-Bilder öffnen: Bild1 / Bild2; Ort: “Potsdamer Platz Arkaden”
Berlinale 2010: 1…, 2…, 3: Heute startete der Vorverkauf für die Berlinale. Mein Berlinale light Programm ist schon mal in Sack und Tüten! Die Ticket-Jagd ist eröffnet!

Berlinale Warm-up

Donnerstag, 21. Januar 2010


Weltpremiere der rekonstruierten Originalfassung und Galaveranstaltung für die Berlinale 2010: Metropolis, (DEU 1927/2010). R: Fritz Lang. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Musikalische Leitung: Frank Strobel.
Berlinale-Tickets gibt es ab 8. Februar. Für die Weltpremiere der rekonstruierten Originalfassung von Fritz Langs Metropolis am 12.02 im Friedrichstadtpalast begann der Kartenvorverkauf aber schon am 18.01., diese Woche Montag. Am Freitag zuvor stand ich bereits an der Theaterkasse und “bestellte” auf Absprache eine Karte. Da war noch gar nichts bekannt, keine Preise, keine Sitzverteilung, nichts. Ich erhielt eine Telefonnummer von der Theaterkasse am Alexanderplatz, weil die am Montag bereits um 08:00 und nicht wie die anderen Kassen erst um 10:00 Uhr öffnet. Am Montag rief ich sofort um 08:00 Uhr an. Die Dame am Telefon bestätigte mir, dass ein Hinweis auf meinem Namen hinterlegt wurde, ich aber bitte noch mal um 10:00 Uhr anrufen solle, da dann der Vorverkauf möglich sei und die Theaterkasse erst Informationen online abrufen kann. Um 10:00 Uhr erhielt ich die Bestätigung: Eine Karte für 22 Euro. Juchhu! Bitte bald abholen! Als ich Tags darauf an der Theaterkasse erschien, sagte mir die Dame noch zum Abschied: Sie haben Glück, überhaupt noch eine Karte bekommen zu haben! Puh!
Und tatsächlich: Ausverkauft!
Mal sehn, welche A-bis-Z-Promis ich zu Gesicht bekomme… Ich hoffe, um die Beitragsfilme sehen zu können, wird es etwas einfacher werden… sonst passierts vielleicht, dass mein Berlinale-Urlaub anders verläuft, als geplant…

Video auf YouTube.de

+++ kulturnotiz +++

Freitag, 8. Januar 2010

am gestrigen tag war die welt noch in ordnung. ich stand auf. ich frühstückte. ich ging mittags zur arbeit. ich machte meine arbeit. dann feierabend. ich dachte an nichts böses, als ich abends auf dem weg nach hause in der u-bahn saß und die wiedergabe eines informationsmonitors (berlinfenster) verfolgte. plötzlich stand da: am 12.02.10 wird am brandenburger tor auf einer riesengroße videoleinwand metropolis ausgestrahlt. kostenfrei und in voller länge. kostenfrei und in voller länge, metropolis. aha! ich notierte die angaben in mein moleskine-wochenplaner und recherchierte anschließend im internet. schließlich erfuhr ich, dass metropolis der eröffnungsfilm der diesjährigen berlinale ist, berlinale (!!!), und auch im friedrichstadtpalast ausgestrahlt wird. ich surfte auf den seiten der berlinale, suchte nach programmen, nach tickets, ich surfte auf den seiten des friedrichstadtpalast und beim ticketverkäufer eventim. tja, dann irgendwann ging ich müde ins bett. das vorläufige ende vom lied: heute auf arbeit. irgendwann in der mittagspause zu einer eventim-ticketverkaufsstelle gegangen. hab mich schlau gemacht, wann, wo und wie – weil vielleicht… (abgefallen ist dabei noch eine eintrittskarte für die berliner philharmoniker in der waldbühne am 27.06.10) …und schließlich auf arbeit zurückgekehrt hab ich mir für die berlinale-woche vom 15.02 bis 21.02.10 einfach mal urlaub genommen. so kann’s manchmal gehen –
berlinale, ich komme!!!

Kinotipp: Avatar – Aufbruch nach Pandora

Sonntag, 20. Dezember 2009


Video auf YouTube.de
Mein aktueller Kinotipp: “Avatar – Aufbruch nach Pandora” ist ein Fantasie-Film der Oberklasse. Pures Staunen mischt sich mit Herzschmerz und Spannung. Ein Film für das 3D-Kino!
Pressestimmen und nicht mehr:
• “(…) Aber in seiner Gesamtheit entfaltet sich Avatar als Werk aus einem Guss, in dem sich Bilder, Farben, Ideen und 3D zu einem großen Ganzen formen, das die Grenzen des filmisch Machbaren noch einmal verrückt und doch nur eines sein will: große Unterhaltung.” Kino.de
• “…und einfach nur staunt: über diesen uralten magischen Effekt des Kinos, der die Leinwand zum Fenster zu einer anderen, nie gesehenen Welt werden lässt. Das macht Avatar zwar nicht zum Film des Jahres [...], aber zu einem Spektakel, dem man sich unbedingt aussetzen sollte.” FAZ.net

Filmtipp: Die Invasion der Barbaren

Donnerstag, 26. November 2009


Video auf YouTube.de
Mein Fimtipp: “Die Invasion der Barbaren” ist eine sehr kluge Tragikkomödie, in der es um weitaus mehr als um Leben und Sterben geht.
Pressestimmen und nicht mehr:
• “(…) Da ist man für das sarkastische Ensemblestück DIE INVASION DER BARBAREN umso dankbarer. [...] ist ein Beispiel dafür, dass man Dialoge auch heute noch so lange schleifen kann, bis sie scharf sind wie Skalpelle, und dass man mit ihnen den Zynismus der Zivilisation und der Menschen, die sie hervorbringt, gleichermaßen scharf sezieren kann.” Der Spiegel
• “Eine kraftvolle, komische und herrlich unprätentiöse Ode an Familie, Freundschaft und den Sinn des Lebens ist DIE INVASION DER BARBAREN mächtig unterhaltsam, intelligent geschrieben und tief berührend. Mit reizvoll gebrochenen Charakteren und flottem Tempo konfrontiert der Film die Belange von Leben und Tod mit respektlosem Witz und einem empfindsamen Auge.” Variety

Your Mind About

Dienstag, 20. Januar 2009

Dschungelcamp
Das Dschungelcamp ist in aller Munde. Über das Camp, die Berichterstattung und über die Kandidaten berichtet das Feuilleton der FAZ.net in einem überaus interessanten Artikel von Stefan Niggemeier.
P.S.: Allgemeine Informationen findet man auf Wikipedia, alle Videos und Berichte zur aktuellen Staffel bei RTL.