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“Mikrofon kaputt: Eins, Vier.”

Mittwoch, 30. Juni 2010


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Die Berliner Philharmoniker geben jedes Jahr ihr letztes Konzert zum Abschluss der Saison unter freiem Himmel. Rund 20.000 Zuhörer lauschen dann in der Berliner Waldbühne den musikalischen Klängen. – Auch letzten Sonntag wieder, zu einer „Nacht der Liebe“, so das musikalische Motto. Und ich war, wie schon letztes Jahr, live dabei. Ein Jahr zuvor (2008) sah ich durch Zufall die Liveübertragung im Fernsehen und war sofort hin und weg: Bei sommerlichen Temperaturen im Freien von den letzten kraftvollen Sonnenstrahlen der Sommersonne über die Dämmerung bis in eine lauwarme Nacht hinein klassischen Klängen lauschen, zumal vom besten Symphonieorchester der Welt, das kann doch nur spitze sein. Letztes Jahr also war ich das erste Mal in der Waldbühne. Das Motto “Russische Rhythmen” und für mich ein Platz auf der Liegewiese, direkt vor der Bühne… Alles hätte damals schon so schön beschwingt und wundervoll werden können, wie es mich wegen der Fernsehübertragung 2008 ahnen ließ. Die Liegewiese aber war total überfüllt, ich saß beengt und unwohl, und zum letzten Drittel der Vorstellung regnete es aus allen Kübeln, wo dann zum Glück alle standen und ich eigentlich nur das eine Übel mit dem anderen tauschte. – Mit kurzer Hose und dünner Trainingsjacke überstand ich den Abend. Und nach all dem wusste ich: Wenn ich eine Karte zu der wohl immer ausverkauften Veranstaltung kriege, dann nächstes Jahr auf jeden Fall wieder! Und so war es auch. Im Januar konnte ich eine Karte, Block H, für 39 Euro ergattern. Diesmal lautete das Motto “Nacht der Liebe”.
Die Berliner Philharmoniker begleiteten die amerikanische Sopranistin Renée Fleming und und spielten außerdem stimmungsvolle Instrumentalstücke, in deren Mittelpunkt die Liebe steht. Dirigent war Ion Marin.
Es war einfach klasse! Ich hatte einen guten Platz und das Wetter stimmte bis zum Schluss. – Aber der Reihe nach…
Gegen Mittag machte ich mich nach Spandau auf, um in Ruhe das Achtelfinale der Fußball-WM 2010 in einer Kneipe gucken zu können. Die deutsche Nationalmannschaft gewann in einem geschichtsträchtigen Spiel gegen England souverän mit 4:1. Nach dem Spiel machte ich mich gleich in Richtung Waldbühne auf und stand wie letztes Jahr erst mal einige Zeit an.

Drinnen war die Waldbühne schon gut gefüllt und viele Besucher waren mit Picknick beschäftigt. Überall aßen und tranken die Menschen ihr Mitgebrachtes und überbrückten so die Zeit. Einlass war schon ab 18 Uhr, ich kam um 19 Uhr an und musste also nicht allzu lange warten, bis endlich gegen 20:15 Uhr das Musikkonzert los ging.

Direkt eine Sitzreihe vor mir nahm ein Pärchen Platz, die während der Berlinale im Kino, bei der Dokumentation “Deutsche Alkoholiker”, schon mal neben mir saßen. So als ob damals der Titel des Films auch bei dem Mann Programm war, trank dieser ordentlich viel Rotwein weg. Und diesmal war es nicht anders. Auch in der Waldbühne trank er so viel von dem Zeug, dass man immer wieder den Rotwein-Geruch in der Nase hatte. Damals im Kino fragte er mich nach dem Film, der davon berichtetet dass Alkoholiker nicht immer klischeehaft irgendwelche Stereotypen bestätigen: “Was war das denn jetzt? Fanden Sie den Film denn gut?” Ich sagte damals nichts dazu. Aber nicht nur, dass Er mir suspekt war, seine Freundin tat ihres dazu, weil sie immer wieder, wenn beide miteinander schmusten, seinen Hintern in einer absonderlichen Art mit der Hand liebkoste. Mir blieb nichts weiter übrig, als dies Schauspiel mit an zu gucken. Das Gute war, dass es während der Veranstaltung immer dunkler wurde. Die Leute rechts und links von mir waren und blieben eher unscheinbar. Aber alles in allem waren alle um mich herum angenehme Zeitgenossen. Endlich spielten sich die Musiker des Orchesters ein und starteten kurz vor Anpfiff noch einige Laola-Wellen, kurz nachdem der Dirigent unter stürmenden Beifall die Bühne betrat.

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Der Dirigent wünschte dem Publikum einen schönen Abend und meinte, dass nach dem furiosen deutschen Fußballsieg gegen England die Nacht der Liebe umso mehr genossen werden kann. Mittendrin rief er in das Mikrofon: “Mikrofon kaputt: Eins, Vier!” – Das Publikum applaudierte… Das Konzert war richtig toll, die Nacht war sommerlich warm und ab und an wehte ein angenehmer Wind von den Tannenwipfeln hinab ins Halbrunde. Überall im Publikum wurden Kerzen und Wunderkerzen entzündet und in die Höhe gehalten. Die Atmosphäre war, passend zum Thema, richtig romantisch. Zum Abschluss spielte das Orchester traditionell “Die Berliner Luft” und verabschiedete sich mittendrin und überraschenderweise noch mit dem Gedröhne aus den, in dieser WM berühmt und berüchtigt gewordenen, Vuvuzelas.

- Nächstes Jahr hoffentlich wieder… Dann will ich aber, wenn das Wetter stimmt, mit dem Fahrrad zur Walbühne radeln und in meinem Rucksack ein Sitzkissen, etwas zu Essen und zu Trinken, ein Fernglas (bei gleichem Sitzplatz) und vielleicht Wunderkerzen dabei haben.
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Themenabend: Nacht der Liebe
Die Berliner Philharmoniker in der Waldbühne, So., 27. Juni 2010.
Dirigent: Ion Marin.
Sopran: Renée Fleming.
Modest Mussorgsky (1839-1881)
Johannisnacht auf dem Kahlen Berge (1866/67)
Bearbeitung und Orchestrierung von Nikolai Rimsky-Korsakow (1886) mit dem originalen Finale von Modest Mussorgsky (1867)
Allegro feroce – Poco più sostenuto – Tempo primo – Poco più sostenuto – Animato – Poco meno mosso
Antonin Dvorak (1841-1904)
Rusalka
Oper in drei Akten op. 114 (1900), Libretto: Jaroslav Kvapil
“Mesicku na nebi hlubokém” (Lied an den Mond der Rusalka aus dem 1. Akt)
Bedrich Smetana (1824-1884)
Dalibor
Oper in drei Akten (1865-1870), Text: Josef Wenzig in tschechischer Übersetzung von Ervin Spindler
“Dobrá, Já mu je dám! Jak je mi?” (Arie der Milada aus dem 2. Akt)
Aram Chatschaturjan (1903-1978)
Spartakus
Ballett in vier Akten (1950-1954), Szenario: Nikolaj Wolkow
Adagio des Spartakus und der Phrygia aus dem 3. Akt
Richard Strauss (1864-1949)
Capriccio
Konversationsstück für Musik in einem Akt opt. 85 (1940/41), Text: Clemens Krauss
“Morgen mittag um elf!” (Letzte Szene: Gräfin allein)
PAUSE
Richard Wagner (1813-1883)
Rienzi, der Letzte der Tribunen
Oper in fünf Akten (1838-1840), Libretto: Richard Wagner
Ouvertüre: Molto sostenuto e maestoso – Allegro energico – Un poco più vivace – Molto più stretto
Erich Wolfgang Korngold (1897-1957)
Die tote Stadt
Oper in drei Akten op. 12 (1920), Libretto: Erich Wolfgang und Julius Korngold nach Georges Rodenbach
“Glück, das mir verblieb” (Mariettas Lied aus dem 1. Akt)
Richard Strauss
Zueignung op. 10 Nr. 1 (1885)
Fassung mit Orchesterbegleitung (1940), Text: Hermann von Gilm
Edward Elgar (1857-1934)
Salut d´amour op. 12 (1888/89)
Andantino – Tempo più lento
Giacomo Puccini (1858-1924)
La Bohème
Oper in vier Bildern (1896), Libretto: Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
“D`onde lieta usci” (Arie der Mimi aus dem 3. Bild)
Ruggero Leoncavallo (1857-1919)
La Bohème
Oper in vier Akten (1897), Libretto vom Komponisten
-“Musetta svaria sulla bocca viva” (Arie der Mimi aus dem 1. Akt)
-“Mimi Pinson, la biondinetta” (Arie der Musette aus dem 4. Akt)
Giacomo Puccini
Turandot
Oper in drei Akten (1926), Libretto: Giuseppe Adami und Renato Simoni
“Tu che di gel sei cinta” (Arie der Liù aus dem 3. Akt)
Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Romeo und Julia
Fantasie-Ouvertüre nach Shakespeare (1869/70)
Andante non tanto quasi Moderato – Allegro giusto – Moderato assai

34. Fahrradsternfahrt

Sonntag, 6. Juni 2010

34. Fahrradsternfahrt, 6. Juni 2010.
Heute fand in Berlin und Brandenburg die 34. Fahrrad-Sternfahrt statt. Die Sternfahrt unter dem Motto “Radfahren – aber sicher!” ist die größte Fahrraddemonstration weltweit! Auf 19 Routen konnten die Radfahrer aus dem Berliner Umland via Avus und Autobahn-Südring zum Großen Stern radeln. Die Sternfahrt endete gegen 14 Uhr beim traditionellen Umweltfestival der Grünen Liga am Brandenburger Tor.
Bei der Sternfahrt handelt es sich um eine Demonstration für den Fahrradverkehr, die nach dem Versammlungsrecht angemeldet ist. Ihr Zweck ist es, für die Anerkennung des Fahrrades als vollwertiges Verkehrsmittel zu demonstrieren. ADFC-Berlin

Ich hatte mich für die etwa 63,5km lange Tour Nummer 7 entschieden. Das Wetter war richtig gut. So gut, dass man sich gegen Sonnenbrand schützen musste. Bekleidet war ich mit einem T-Shirt und kurzer Hose. Startpunkt war für mich gegen 09:00 Uhr am Bahnhof Oranienburg. Mit der S-Bahn fuhr ich zum Bahnhof Oranienburg und reihte mich, als es endlich losging, hinter den Spitzenfahrern vom ADFC ein, die Tempo und Strecke vorgaben. Am Anfang war ich doch ein wenig enttäuscht darüber, dass das Tempo sehr gemütlich und ohne Schwitzen zu bewerkstelligen war. Aber mittendrin gefiel mir dieser gemütliche Charakter immer mehr, ich ließ mich mal fallen, holte wieder auf oder machte am Rand eine kurze Pause, um mir das Ganze von Außen anzugucken.

Zuerst waren es nur wenige hundert Leute, aber je weiter man mit dem Rad nach Berlin radelte, desto dichter wurde es, umso mehr Radfahrer stießen hinzu. In der Schönhauser Allee gab es dann auch die ersten kleinen Zwangspausen, weil es kurz nicht mehr weiter ging. Aber vor allem in den angrenzenden Straßen warteten Autofahrer darauf, endlich wieder freie Fahrt zu haben.

Aber durch die immer mehr werdenden Radfahrer waren Autofahrer zu erheblicher Wartezeit verdammt, die mit Sicherheit an den Kräften zerrte. Als Radfahrer war das Gefühl dafür umso schöner, die breiten Hauptverkehrsstraßen der Stadt für eine schöne und ungestörte Tour in Beschlag zu nehmen.

Highlight der Sternfahrt war das Befahren der Stadtautobahn, die man von allen Touren aus erreichte. Besonders die Fahrt durch den Autobahntunnel war beeindruckend und gerade deshalb wohl mit besonders lautem Klingel- und Trällerkonzert, mit begeistertem Gegrölle und mit Freudenschreie begleitet.
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Auf der Autobahn konnte ich dann auch das erste Mal richtig Geschwindigkeit aufnehmen. Andere wiederum machten eine kleine Snack-Pause am Standstreifen. Danach ging die Fahrt über den Kurfürstendamm zur Siegessäule und fand kurz vor dem Brandenburger Tor beim Umweltfestival ihr Ende. Ich lief hinter den Ständen der Aussteller an dem Ganzen vorbei, weil ich keine Möglichkeit hatte, mein Rad anzuschließen und verzichtete auf eine Erkundung des Umweltfestivals. Ich machte mich auf den direkten Heimweg und gönnte mir zu Hause ein schönes Vollbad und ein Nachmittagsschläfchen.

Fazit: Große sportliche Herausforderungen sind mit der Sternfahrt nicht zu bewältigen, weil man überwiegend gemächlich mit etwa 15-20km/h unterwegs ist. Also eigentlich eine ideale Veranstaltung für Familienausflüge. Jedenfalls eine Tour, auf der man ungestört immer Zeit und Kraft hat, mit anderen Radfahrern gemütlich Plausch zu halten. Nächstes Jahr gerne wieder…
Meine Fotos zur Sternfahrt, hier klicken!

Berliner Comicbörse

Sonntag, 18. April 2010

Beim morgendlichen Kaffee dudelte heute das Radio im Hintergrund und mittendrin berichtete der Moderator davon, dass in der City-West die Berliner Comicbörse für den heutigen Tag ihre Tore öffnet. Aha- Comicbörse! Noch nie was davon gehört… Aber neugierig war ich schon, weil ich einen guten Comic zu schätzen weiß. Ich suchte also im Internet nach weiteren Informationen: Für drei Euro Eintritt sollte man viele bedeutende Comicverlage, ebenso Comiczeichner und ganz ganz viele Comics bestaunen dürfen. Nachdem ich ausreichend informiert war, schrieb ich noch den fehlenden Wikipedia-Artikel und machte mich dann am Vormittag, mit drei Euro in der Tasche und meinem Fotoapparat, in Richtung Kurfürstendamm auf. – Es war ein herrlicher Tag. Ein strahlend blauer Himmel, kaum eine Wolke, und nur ab und an eine leichte Brise Wind, die dann aber angenehm erfrischend war, weil sich auch die Sonne von ihrer kräftigen Seite zeigte. Darüber hinaus ergrünt es endlich überall und der liebliche Duft der Sträucher liegt seit wenigen Tagen mal hier mal da in der Luft. Dieser Sonntag war wie dafür gemacht, die Biergartenzeit, die Grillsaison oder eine andere ritualisierte Freizeitaktivität unter freiem Himmel zu eröffnen. Sommerbekleidung war also angesagt. Dünne Hose und ein T-Shirt. Angekommen vor meiner U-Bahn-Station (Der südliche Ausgang) fand ich dann noch auf dem verkachelten Boden, eben dieser Station, ein durchaus regsames Schauspiel vor. Ameise Ameisen umkreisten ein kleines Stück Zucker und ackerten sich daran ab. Zwei Ameisenwege führten zum umtanzten Traum und wieder zurück. – - Halt mal! Wann komm ich denn endlich zur Comicbörse? Jetzt, den Ausschweifungen wegen, einen ordentlichen Sprung weiter in der Geschichte:… Am Ellington Hotel angekommen, gelangte ich über einen Nebeneingang zur Comicbörse. Ich lief durch die alle Räumlichkeiten, das erste Mal und auch ein zweites Mal und schwups, gute zwanzig Minuten später war ich wieder raus. Comicbörse Berlin
Der Charme der Börse gleicht einem ordentlichen aber zweitklassigen Trödelmarkt mit viel Ware in Pappkartons. Eyecatcher gab es eigentlich keine, und ohne vernünftige Orientierung muss man sich durch die unzählig vielen Comics manövrieren, als wäre man am Wühltisch. Und auch die anzutreffenden Comiczeichner sind in dem Gedränge derart verbaut, dass man meinen könnte, sie blickten nicht hinab, weil sie gerade ihr zeichnerisches Können unter Beweis stellen, sondern allein aufgrund des depressiv machenden Charakters der örtlichen Enge. Und so läuft man auch bei denen wieder und leider sehr schnell vorbei. – Ein Reinfall ist die Börse aber trotzdem nicht! Und beim nächsten Mal will ich wieder dabei sein: Dann aber mit Zeit und innerer Ruhe, denn Comicbörse Berlin mit Sicherheit ist für jeden Geschmack ein besonderer Comic dabei! Es gibt einfach alles. Es gibt die, in unzählige Themenbereiche aufgefächerten, Erwachsenencomics. Es gibt jene Comics, die man in seiner Kindheit gelesen hat, und die uns einladen, eine kleine Reise in die Vergangenheit zu machen. Es gibt neben antiquarischen Comics auch Neuerscheinungen der Verlage. Es gibt kostenlose Comics und kaum bezahlbare Raritäten und Kunstwerke. Es gibt an Comics einfach alles. Man muss sich auf den Comicbörsen-Wahnsinn nur einlassen. Dann aber auch Geld dabei haben – weil man mit Sicherheit irgendein Comic mit nach Hause nehmen möchte. Dieser Tag aber war einfach zu schön und mein Geldbeutel viel zu leer, als das ich mir die Zeit genommen hätte. – Zu Hause zurückgekehrt, machte ich eine lange Fahrradtour im schönen Tegeler Fließ und ließ damit den Tag ausklingen.
- Für den Terminkalender: Die nächste Comicbörse findet am 14. November 2010 statt.

30. Berliner Halbmarathon

Sonntag, 11. April 2010


Letzten Sommer hatte ich zum ersten Mal an einem allgemeinen Volkslauf teilgenommen. An dem 10km-Stadtlauf City-Nacht. Seit dem ist die City-Nacht für mich Pflichtprogramm. Für dieses Jahr stand zunächst aber der Halbmarathon als nächste Hürde fest, obwohl meine körperlichen Einschränkungen und auch mein Gewicht mich etwas zweifeln ließen, ob ich überhaupt dazu in der Lage wäre. Anfang des Jahres wog ich 113kg und ich hatte auch eine ganze Zeit nicht mehr trainiert. So setzte ich mir das Ziel, bis zum Anmeldeschluss des Halbmarathons unter Hundert Kilo zu kommen, und mich nur unter dieser Voraussetzung anzumelden. Im Januar legte ich ein ordentliches Sportprogramm ein, verzichtete auf Alkohol und Süßigkeiten und nahm ohne Probleme 10 kg ab. Seitdem blieb ich auf meinem Gewicht von 103kg sitzen, aber auch, weil ich mein Sportprogramm wieder mehr und mehr vernachlässigte. – Am 19. Februar bin ich dann aber trotz dessen zum ersten Mal die 21km am Stück gejoggt. Weil es absolut gut für mich lief, war für mich anschließend klar: Den diesjährigen 30. Berliner Halbmarathon laufe ich auf jeden Fall mit! Die Anmeldung wurde ausgefüllt und mit der Post abgeschickt. Die Wochen darauf blieb es aber bei meinem spärlichen Sportprogramm und nur weil der Tag des Halbmarathons immer näher rückte, absolvierte ich als Abschlussüberprüfung eine Woche davor, am Sonntag den 21.03., eine 20km-lange Joggingeinheit. Mit ordentlicher Quälerei schleppte ich mich mit einer Zeit von über zwei Stunden und zwanzig Minuten nach Hause. Die nächsten Tage hatte ich ordentlichen Muskelkater und eine leichte Zerrung am rechten, hinteren Oberschenkel, die erst am Freitag komplett abgeklungen war. Auch Verbrennungen an den Körperseiten und am Rücken heilten langsam ab. Das erfreuliche an der Sache war aber, dass egal wie, ich den Lauf auf alle Fälle bewältigen werde und das Ziel erreiche. Am Samstag den 27.03., einen Tag vor dem Lauf, besuchte ich die, in dem Gebäude und auf dem Flugfeld des ehemaligen Flughafen Tempelhof ausgerichtete Sportmesse “Berlin Vital“, um meine Startunterlagen abzuholen. Den ganzen Tag über aß ich nur leicht verdauliches Essen und auch nur soviel, um den großen Hunger zu stillen. Am Abend folgten dann die letzten Vorbereitungen zum Lauf. Ich packte Wechselwäsche und Laufsachen in meinen Halbmarathon-Plastiksack ein, ebenfalls eine Flasche Mineralwasser, meine Unterlagen… Und auch Heftpflaster, um eventuell meine Brustwarzen zu bekleben und damit vor Reibung zu schützen. Ich band den Champion-Chip (Zeitmesser) in den rechten Laufschuh ein und packte auch die Laufschuhe in den Plastiksack. Anschließend ging ich ausgiebig baden und cremte mich danach am ganzen Körper ein. Ich setzte noch Tee auf und versuchte, mich auch mental auf den folgenden Tag vorzubereiten, bevor ich dann schließlich in das Bett ging. Irgendwann schlief ich mehr schlecht als recht ein und wurde am nächsten Tag vom Wecker um acht Uhr aus dem Schlaf gerissen. Ich aß eine kleine Portion Haferflocken mit Wasser, ging nochmals baden und cremte mich wieder ein. Anschließend machte ich mich mit der U-Bahn in Richtung Alexanderplatz auf. Am Bahnhof und in der U-Bahn waren viele andere Gleichgesinnte, die man am sportlichen Erscheinungsbild, an Laufschuhe oder den weißen Halbmarathon-Plastiksack erkannte, und es stiegen bei jedem Halt immer wieder welche hinzu. Als die U-Bahn kurz vor 10 Uhr am Alexanderplatz ankam, waren bereits Scharren von Läufer und deren Anhang unterwegs. Als ich den U-Bahnhof verließ, hatte sich der Himmel bereits mit dunklen Wolken zugezogen und ein kalter Wind zischte über den Platz. Die ganze Woche über war absolutes Sonnen- fast Sommerwetter und pünktlich zum Wochenende und Lauf war es kalt und regnerisch. Mal wieder typisch! Ich verschaffte mir am Alexanderplatz zunächst einen kurzen Überblick und guckte mir zuerst den Startverlauf am Berliner Dom an, lief dann Richtung Rotes Rathaus und suchte hinter dem Zielbereich den von unzähligen abgestellten roten Lkw-Anhängern für mich zuständigen Anhänger aus, um meinen Plastiksack während des Laufs abgeben zu können. Als ich den richtigen Lkw-Anhänger gefunden hatte, zog ich mich wie viele andere am Anhänger um. Lange Jogginghose aus, kurze Hose an. Weißes T-Shirt aus, blaues Event-Shirt an. Laufschuhe an. Heftpflaster in die Hosentasche. Die Laufjacke wurde wegen des unbeständigen Wetters anbehalten. – Ich gab meinen Plastiksack ab. Vor dem Lauf Kurz vor halb elf traf ich mich mit meiner Mutter, meinem Bruder Marc, seiner Freundin Janine und deren Tochter am Neptunbrunnen, die zu meiner Unterstützung gekommen waren, und wir liefen dann gemeinsam zum Startbereich. Um 11:45 Uhr stand ich schon im Rattenschwanz vor der Startlinie an, meine Begleitung am Rand, und als der Regen immer kräftiger wurde, bat ich darum, nicht auf mich zu warten. Als der Startschuss fiel, trabten die insgesamt 23.800 Läufer endlich los. Mir wurde noch zugewunken und viel Glück gewünscht, anschließend lief ich über die Startlinie und der Lauf begann.
• Streckenverlauf 2010:

Große Bildansicht des Streckenverlaufs öffnen>>>
Ich lief los und behielt mir im Hinterkopf, nicht zu schnell zu laufen, um am Ende nicht schlapp zu machen. Die gesamte Strecke “Unter den Linden” regnete es kräftig und ich war froh, meine Laufjacke an zu haben. Hinter dem Brandenburger Tor klarte der Himmel aber auf und die Sonne kam hervor. Bis zum Kurfürstendamm herrschte richtig frühlingshaftes Wetter mit Sonnenschein und morgendlich-frisch aber doch warmer Luft. Die Laufjacke wurde da dann doch ein wenig zur Qual und ich überlegte schon, mich der Jacke einfach zu entledigen und sie an den Straßenrand zu werfen. Aber ich behielt sie an.
Es lief trotz der Jacke gut, ich hatte keine körperlichen Probleme, mir machte es einfach richtig Spaß, mitten der anderen Läufer an dieser attraktiven Strecke mitlaufen zu können. Mittendrin heizten am Rand postierte Musikbands die Läufer ein. Mal war es eine Jazzband, mal eine Rockband, oder auch Indigos und Trommler verschiedener Couleur. Auch die zahlreichen Zuschauer klatschten und feuerten den Läufern zu. Manche hielten Transparente oder kleine Pappschilder in die Höhe, wo zum Beispiel Sätze standen, wie: “Ihr seid Alle Sieger!”. Es machte richtig Spaß, ich lief ganz ruhig und recht langsam und griff bei jedem Erfrischungspunkt nach einem Plastikbecher mit Wasser. Auch in der Läuferschar entdeckte man Leute, die Sprüche auf den T-Shirts hatten, wie: “Ich bin über 50 Jahre alt und laufe hier mit, weil meine Frau mich angemeldet hat!”, oder mit anderen interessanten Sprüchen. – Am Kurfürstendamm, die Hälfte der Strecke lag hinter mir, bemerkte ich, dass meine Brustwarzen aufscheuerten, ließ es aber sein, die Heftpflaster aufzukleben (wenn sie denn überhaupt gehalten hätten, bei dem Schweiß), weil ich es nicht als sehr unangenehm empfunden hatte. Kurz vor dem ZielAb Kilometer 17 aber, am Potsdamer Platz, wurde es wieder kalt und windig, regnete aber zum Glück nicht, und die Beine wurden merklich schwerer. Auch die Brustwarzen begannen zu bluten und unangenehm zu schmerzen. Ab da hoffte ich auf jede weitere Kilometermarke, auf jedes weitere Schild, welches den aktuellen Kilometerstand angab, und zählte ab, nur noch so und soviel Kilometer vor mir zu haben. Als ich endlich, nach zwei Stunden und dreizehn Minuten, über die Ziellinie laufen konnte, war ich doch froh, es endlich geschafft zu haben, aber vor allem glücklich.
Hinter dem Zielbereich trank ich noch an den Verpflegungsstationen einige Becher Wasser und Zitronentee und aß zwei Bananen. Dann wurde mir meine Medaille um den Hals gehängt und ein Siegerfoto wurde gemacht. Schließlich gönnte ich mir noch einen halben Liter alkoholfreies Bier, holte meinen Plastiksack ab, erhielt meine provisorische Urkunde und machte mich dann auf dem Weg nach Hause.
Zu Hause gönnte ich mir ein volles Bad, cremte dann die leichten Verbrennungen ein und stellte mich auf die Waage, die das erste Mal seit einigen Jahren ein Gewicht von unter Hundert Kilo, genau 99,5kg, anzeigte!
- Das ist jetzt zwei Wochen her: Nach dieser sportfreien Erholungsphase wiege ich wieder meine 103kg. Meine leichten Blessuren sind auch wieder verheilt. Und jetzt ist schon gewiss: Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder! Dann aber mit abgeklebten Brustwarzen. Mit Pulsuhr. Und mit dem Ziel unter zwei Stunden zu kommen!

Alle eigenen Bilder vom Halbmarathon angucken

30. Halbmarathon Ergebnisse:
Name: Augstein, Andreas Wolfgang. Startnummer: 3308. Platz: 11676. Altersklasse: M30. Altersklassen-Platz: 1452. Netto: 02:13:49. Brutto: 02:29:11. Zeit pro km: 06:20. Geschwindigkeit: 9.46 km/h.

Video-Impression:

Trauerschwan am Tegeler See

Freitag, 26. März 2010


Wer die Greenwichpromenade in Berlin-Tegel entlang läuft, kann mit etwas Glück am Ufer des Tegeler Sees einen Trauerschwan ausmachen. Dieser schwarze Schwan ist selten in deutschen Gefilden und vor allem in Australien heimisch. Wie dieser Racker, der bereits das zweite Jahr in Folge am Ufer des Tegeler Sees seine Kreise zieht, nach Deutschland gekommen ist, lässt sich nur spekulativ beantworten. Wahrscheinlich ist er ein Gefangenschaftsflüchtling, da Trauerschwäne keine Zugvögel sind, und irgendwann mal dem Zoologischen Garten oder einer anderen größeren Parkanlage entwischt ist. Nun hat er sich in Tegel niedergelassen. Als Einziger seiner Art. Und wie es sich für Trauerschwäne gehört, wahrscheinlich für längere Zeit. – Wer diesen einsamen Recken, oder Reckin, begegnen möchte, der sollte über die schöne Grenwichpromenade flanieren…

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Es war einmal….

Donnerstag, 25. März 2010


Das Bild unter die Lupe nehmen: Normalzoom | Superzoom
…ein kleiner Vogel (RIP). Berlin: Die seit kurzem einsetzende Wärmeperiode hat in der Stadt bereits die ersten Opfer gefordert. In Berlin-Reinickendorf flog am heutigen Tage ein kleiner Vogel durch die offen stehenden Fenster in eine Wohnung und wurde wenig später durch den Wohnungsinhaber, der die Polizei verständigte, tot aufgefunden. Nach Aussagen der Polizei war der Wohnungsinhaber zum Zeitpunkt des Todes außer Haus. Die Ermittlungen richten sich zur Zeit mit Hochdruck gegen drei in der Wohnung lebende Katzen.
Über die genaue Todesart wollte sich die Polizei nicht äußern, gab aber an, dass vom Täter Speichelanhaftung und Rückstände von Magensäure am Tatort festgestellt wurden.
Die Polizei fordert die Bevölkerung auf, trotz des Gewaltverbrechens nicht in Unruhe zu verfallen, da die betreffende Umgebung in der Polizeistatistik bisher nicht besonders aufgefallen ist und man nicht mit weiteren Gewaltverbrechen rechnet.
P.S.: Für den Piepmatz tuts mir wirklich leid!

Offizieller Botschafter der Stadt Berlin

Donnerstag, 25. März 2010

Mit Schreiben des Regierenden Bürgermeisters von Berlin vom 23. März 2010, bei mir eingegangen am heutigen Tage, bin ich offiziell be Berlin Botschafter – ein, wie es auf der Rückseite der mir verliehenen Botschaftermedaille steht, “Offiziell ausgezeichneter Botschafter der Stadt Berlin”. Und das alles nur, weil ich bei www.sei.berlin.de meine persönlichen Erinnerungen an den Fall der Mauer als Geschichte veröffentlicht habe.
- Als kleines Dankeschön habe ich heute mein Botschafterpaket mit der speziell für die Kampagne geprägten Botschaftermedaille und eine vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit -in Kopie- unterschriebenen Urkunde erhalten. Das ist doch was!
Ich hoffe, die von der Staatlichen Münze Berlin geprägte Medaille kann ich irgendwann mal gewinnbringend verscherbeln! Wenn nicht, auch egal…

Berlinale Rückblende

Montag, 22. Februar 2010

Die 60. Internationalen Filmfestspiele in Berlin (11. bis 21. Februar), meine erste Berlinale, sind vorüber. Die Erinnerungen verschwimmen bereits und Notizen habe ich keine gemacht, um hier einen einwandfrei lückenlosen Bericht abzuliefern. – Als ich im Januar von der Berlinale erfuhr, nahm ich für die Zeit extra Urlaub und machte mit Beginn des Vorverkaufs den Wahnsinn mit, täglich eine ordentliche Portion an Arbeit, Wille und Geschick zu investieren, um Tickets für die favorisierten Vorstellungen zu kriegen. Der Vorverkauf lief für Premieren drei Tage zuvor an, für Wiederholungen vier Tage im Voraus. – Die Ticketjagd war mitunter sehr anstrengend: Ich stand einige Male am Zentralen Vorverkauf am Potsdamer Platz und ich nutzte auch andere Theaterkassen in Berlin-Mitte, die alle pünktlich um zehn Uhr öffneten. Bereits einige Stunden vorher ließen sich schon die ersten Ticketjäger mit Picknickdecken vor dem Zentralen Vorverkauf nieder und erwarteten die Öffnung. Ich nutzte daher vor allem die allgemeinen Theaterkassen, die zwar nur ein begrenztes Kontingent an Karten zur Verfügung hatten, aber allemal nicht solch einen Zulauf an Menschen bewältigen mussten. Ich stand häufig pünktlich um 10 Uhr an der Theaterkasse, ich hinterließ Vorbestellungen. Ich telefonierte immer wieder oder verschickte Faxe, wenn ich irgendwie verhindert war und nicht zur Theaterkasse konnte. Im Lauf der Zeit lernte ich so alle Mitarbeiterinnen meiner Theaterkassen kennen. Ich erstellte Listen, welche Filme ich sehen will und wann diese Filme gezeigt werden. Dazu verplante ich die Tage und versuchte dann endlich die betreffenden Tickets zu kriegen. Und weil dann die eine Vorstellung bereits ausverkauft war, musste der ganze Plan geändert werden. So hatte ich nach wenigen Tagen gelernt und schließlich auch noch Alternativpläne in der Tasche, als ich wieder an der Theaterkasse anstand. Im Großen und Ganzen konnte ich jedoch, mit Ausnahme der Premieren im Berlinale-Palast, alles sehen, was ich sehen wollte. Ich war bei diversen Welturaufführungen und Premieren dabei. – Ich war im Friedrichstadtpalast, im Babylon, im Kino International, im HAU1, in der Urania, im CinemaxX, im Collosseum und im Cinestar. Insgesamt war ich bei achtzehn Veranstaltungen und habe für die Tickets 170 Euro ausgegeben. Dazu kam noch Geld für das unterwegs gekaufte Essen, die Systemgebühr der Ticketbestellungen und die Berlinale-Tasche, mit der eine Vielzahl von Menschen in den U- und S-Bahnen unterwegs waren und die auch als Erkennungszeichen diente. – Die ganz großen internationalen Stars habe ich nicht zu Gesicht bekommen, den ganz großen Rummel nicht erlebt, weil der ja am Berlinale-Palast ablief. Dafür aber die Schauspieler vor den Kinos, die bei meinen besuchten Premierenfilmen beteiligt waren. Ich lief über rote Teppiche in die Kinohäuser ein. Mal mit Schauspielern, mal von ihnen getrennt, je nachdem, wie wichtig der Film und wie bekannt die Schauspieler waren. Kamerateams und Fotografen hielten sich am Rand auf, interviewten den Einen, fotografierten den Anderen. Alles war hell erleuchtet. Auch in den Zuschauerreihen entdeckte ich immer wieder bekannte Gesichter. Ich genoss das Flair und das Leben, welches selbst in den Vorführungen herrschte. Fast jede Vorstellung fand durch einen Moderator einleitende Worte und am Ende erschienen Regisseure, Darsteller und Produzenten auf die “Bühne”, vor die Leinwand, wurden durch den Moderator interviewt und standen dann dem Publikum für Fragen zur Verfügung. Jeder Film wurde durch Applaus des Publikums gewürdigt, und auch nachher kamen die beteiligten Schauspieler & Co unter Beifall auf die Bühne. Anschließend traf sich, wer wollte, noch im Foyer oder in einer Lounge und konnte mit einigen Schauspielern über den Film reden. Es war wirklich klasse. Leben herrschte auch sonst. Man kam sehr schnell ins Gespräch, man redete mit fremden Menschen, die im Kino neben einem saßen, die mit einem zufällig im selben Bus auf den Weg in die selbe Vorstellung waren, oder die gemeinsam mit mir am Ticketschalter warteten. Man redete über alles rund um Berlinale, über Tickets, Filme und Schauspieler. – Ich war ständig unterwegs, von der Theaterkasse zum Kino, dann vielleicht irgendwo hin was Essen oder noch mal zum Potsdamer Platz, nach Hause zum Schlafen, aber schließlich wieder in irgendein Kino. An einigen Tagen standen drei Kinobesuche auf dem Programm. Einmal hatte ich noch eine Vorstellung um 22:30 Uhr und war, weil ich die letzte S-Bahn verpasst hatte, mit dem Nachtbus erst gegen zwei Uhr nachts wieder zu Hause. Am nächsten morgen um 09:30 Uhr stand dann aber wieder der erste von drei Kinobesuchen an. Es war total anstrengend, aber auch wirklich toll! Und bei meinem Berlinale-Programm waren Glanzperlen, wie Metropolis oder L`Inferno dabei, klasse deutsche Filme und witzige, charmante Low-Budget und No-Budget Filme / Dokumentationen, die fast alle den Eintritt wert waren, und auf die man wohl bis zu einer Fernsehausstrahlung lange (und teilweise wohl auch vergebens) warten müsste. (Einen absoluten Reinfall gab es nur einmal mit dem Film Jud Süß.) Es war ein toller Berlinale-Urlaub. Nächstes Jahr vielleicht wieder…und wieder mit dem Schwerpunkt deutsche Filme, deutsche Dokumentation…

Der Frühling naht

Sonntag, 21. Februar 2010


Nicht mehr lang und wir können nicht nur nach links, sondern vor allem auch geradeaus: Für Nichtschwimmer wird die Mitnahme von Schwimmflossen empfohlen!
Berlin ist naturgegeben flach, doch der hartnäckige schneereiche Winter hat eine Miniaturlandschaft von durchziehenden Gebirgsketten und Hügellandschaften hinterlassen. Immer wieder wurde der Schnee an den Rand geschippt und gestapelt, um Straßen und Gehwege halbwegs frei zu halten, und so wuchsen mancher Stelle mannshohe Schneeberge empor. Seit einigen Tagen endlich setzt sich der Frühling durch und alles taut in einem atemberaubenden Tempo ab. Überall fließt das Schmelzwasser in die tiefsten Stellen. Große Pfützen haben sich gebildet und wachsen weiter an. Man hört es plätschern, fließen und tropfen. Von den Dächern, in die Gullys.
- Der Wechsel der Jahreszeiten kam so abrupt, wie unerwartet.
Es hat auch gereicht mit dem Winter und umso mehr freut man sich auf die kommende Zeit.
Wer genau hinschaut, sieht auch schon Knospen an Bäumen und Sträuchern. Nicht mehr lang: Bald wird es wieder grün.

Berlinale Tickets

Montag, 8. Februar 2010


FlickR-Bilder öffnen: Bild1 / Bild2; Ort: “Potsdamer Platz Arkaden”
Berlinale 2010: 1…, 2…, 3: Heute startete der Vorverkauf für die Berlinale. Mein Berlinale light Programm ist schon mal in Sack und Tüten! Die Ticket-Jagd ist eröffnet!