34. Fahrradsternfahrt, 6. Juni 2010.
Heute fand in Berlin und Brandenburg die 34. Fahrrad-Sternfahrt statt. Die Sternfahrt unter dem Motto “Radfahren – aber sicher!” ist die größte Fahrraddemonstration weltweit! Auf 19 Routen konnten die Radfahrer aus dem Berliner Umland via Avus und Autobahn-Südring zum Großen Stern radeln. Die Sternfahrt endete gegen 14 Uhr beim traditionellen Umweltfestival der Grünen Liga am Brandenburger Tor.
Bei der Sternfahrt handelt es sich um eine Demonstration für den Fahrradverkehr, die nach dem Versammlungsrecht angemeldet ist. Ihr Zweck ist es, für die Anerkennung des Fahrrades als vollwertiges Verkehrsmittel zu demonstrieren. ADFC-Berlin
Ich hatte mich für die etwa 63,5km lange Tour Nummer 7 entschieden. Das Wetter war richtig gut. So gut, dass man sich gegen Sonnenbrand schützen musste. Bekleidet war ich mit einem T-Shirt und kurzer Hose. Startpunkt war für mich gegen 09:00 Uhr am Bahnhof Oranienburg. Mit der S-Bahn fuhr ich zum Bahnhof Oranienburg und reihte mich, als es endlich losging, hinter den Spitzenfahrern vom ADFC ein, die Tempo und Strecke vorgaben. Am Anfang war ich doch ein wenig enttäuscht darüber, dass das Tempo sehr gemütlich und ohne Schwitzen zu bewerkstelligen war. Aber mittendrin gefiel mir dieser gemütliche Charakter immer mehr, ich ließ mich mal fallen, holte wieder auf oder machte am Rand eine kurze Pause, um mir das Ganze von Außen anzugucken.

Zuerst waren es nur wenige hundert Leute, aber je weiter man mit dem Rad nach Berlin radelte, desto dichter wurde es, umso mehr Radfahrer stießen hinzu. In der Schönhauser Allee gab es dann auch die ersten kleinen Zwangspausen, weil es kurz nicht mehr weiter ging. Aber vor allem in den angrenzenden Straßen warteten Autofahrer darauf, endlich wieder freie Fahrt zu haben.

Aber durch die immer mehr werdenden Radfahrer waren Autofahrer zu erheblicher Wartezeit verdammt, die mit Sicherheit an den Kräften zerrte. Als Radfahrer war das Gefühl dafür umso schöner, die breiten Hauptverkehrsstraßen der Stadt für eine schöne und ungestörte Tour in Beschlag zu nehmen.

Highlight der Sternfahrt war das Befahren der Stadtautobahn, die man von allen Touren aus erreichte. Besonders die Fahrt durch den Autobahntunnel war beeindruckend und gerade deshalb wohl mit besonders lautem Klingel- und Trällerkonzert, mit begeistertem Gegrölle und mit Freudenschreie begleitet.
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Auf der Autobahn konnte ich dann auch das erste Mal richtig Geschwindigkeit aufnehmen. Andere wiederum machten eine kleine Snack-Pause am Standstreifen. Danach ging die Fahrt über den Kurfürstendamm zur Siegessäule und fand kurz vor dem Brandenburger Tor beim Umweltfestival ihr Ende. Ich lief hinter den Ständen der Aussteller an dem Ganzen vorbei, weil ich keine Möglichkeit hatte, mein Rad anzuschließen und verzichtete auf eine Erkundung des Umweltfestivals. Ich machte mich auf den direkten Heimweg und gönnte mir zu Hause ein schönes Vollbad und ein Nachmittagsschläfchen.

Fazit: Große sportliche Herausforderungen sind mit der Sternfahrt nicht zu bewältigen, weil man überwiegend gemächlich mit etwa 15-20km/h unterwegs ist. Also eigentlich eine ideale Veranstaltung für Familienausflüge. Jedenfalls eine Tour, auf der man ungestört immer Zeit und Kraft hat, mit anderen Radfahrern gemütlich Plausch zu halten. Nächstes Jahr gerne wieder…
Meine Fotos zur Sternfahrt, hier klicken!