Mein Blut ist für Alle da!


Ich spendete einmal in meiner Ausbildung, etwa im Jahr 1995, Blut. Damals tat ich es, weil alle es im Betrieb taten. Seitdem nicht wieder.
Als ich aber im Dezember 09 hörte, dass das DRK in regelmäßigen Abständen quasi direkt vor meiner Haustür Blut abzapft und weil ich im Laufe der Jahre eine leichte Spritzenphobie entwickelt hatte, wusste ich, dass der Zeitpunkt für regelmäßiges Blutspenden gekommen war! Ich informierte mich im Internet und musste dabei feststellen, dass die Vorteile die Nachteile bei weitem überwiegen.
Dazu kamen, als letzte notwendige Initialzündung, Werbesprüche wie folgender:
Nach Informationen des Deutschen Roten Kreuzes liegt der Anteil der Blutspender in Deutschland bei 2,3 Prozent derjenigen, die als Blutspender in Frage kommen. Wikipedia
Genau! Ich bin Einer und überhaupt nicht Mainstream! Ich bin Underground und Auserwählt!
Schließlich nutzte ich die automatische SMS-Erinnerungsfunktion, um beim nächsten Blutspendetermin dabei zu sein…
Vor zwei Tagen ging dann bei mir diese SMS ein:
Ihr Blutspendetermin: 23.02.2010 12:00 bis 17:00 in Berlin, Bezirksamt Reinickendorf, Eichborndamm 215
- Ihr DRK-Blutspendedienst.

Jetzt war es also soweit, man wollte mir an die Vene. Versprochen wurde mir eine tolle Kaffeetasse und ein leckeres Frühstück. Dafür sollte ich einen halben Liter Blut hergeben. Freiwillig und natürlich kostenlos, weil das DRK kein Geld für Blut ausgibt – obwohl die es wohl recht teuer verkaufen können… Egal. Ganz egal! Ich bin ja ein waschechter Lebensretter! Ein echter Lebensretter, sagt das DRK. – Und ein erkaufter Lebensretter ist nur halb so viel wert! Da ist mir Geld einfach egal. Da bin ich Idealist! Blutspende bleibt bei mir Blut-S-p-e-n-d-e-!
Alles was ich machen musste, war aus meine Haustür stolpern und zu Fuß zum Bezirksamt laufen. Vor Ort wurde ich gleich von einer Schwester begrüßt und die ersten Formalitäten wurden erledigt. Danach wurde ich an drei Stationen untersucht, mein Blut, mein Puls, meine allgemeine Verfassung und dann konnte ich mich auf die Liege legen, wo mir das Blut abgenommen wurde. Es dauerte keine 10 Minuten und ich durfte mich dem Frühstück und dem Teetrinken zuwenden. Das Blutspenden ist Alles in Allem eine sehr einfache, kaum unangenehme Sache. Ich hatte keine Probleme mit dem Kreislauf und fühlte mich schon kurz danach wieder richtig fit. Das Essen war frisch und lecker. Dort hab ich auch die versprochene Dankeschön-Kaffeetasse geschenkt bekommen. (Beim zweiten Mal Blutspenden kriege ich eine Erste-Hilfe-Tasche.) An den Essenstischen konnte man mit anderen Blutspendern ins Gespräch kommen, und es war recht interessant, wie manch einer zum Blutspenden kam. Ich hab mich rundum wohl gefühlt und werde beim Blutspenden bleiben, – nicht nur bis ich meine Phobie überwunden habe, sondern bis ich für meine Verdienste entsprechend ausgezeichnet wurde! -
Das sehe ich bereits recht sportlich! – Immer höher, immer weiter!

Kommentieren

Live-Vorschau