Peymann nennt Berlin eine Verblödungsstadt

B.Z.-Interview mit Peymann (15.12.09, Auszug):

B.Z.: Ihrem Theater geht es doch glänzend…
Peymann: 80-90 Prozent Auslastung und die Leute kommen von weit her. Wir sind ein Magnet und ein Exportartikel. Das Publikum liebt das BE – und die Presse nörgelt… Mir ist es lieber so rum als umgekehrt!
B.Z.: Man hat manchmal den Eindruck, der intellektuelle Diskurs findet woanders statt.
Peymann: (explodiert) Sie wollen doch nicht andeuten, dass es in Berlin einen intellektuellen Diskurs gibt, in dieser Verblödungsstadt! Es gibt eine Theaterschickeria, die sich in bürgerlichen Zeitungen austobt. Das Theater ist leider aus der Mitte der Gesellschaft an den Rand gedrängt. Und das Schlimme ist: die Theater sind selbst schuld! Die vertreten heute nicht mehr die Botschaft der großen Stücke, der großen Themen. Wir am BE verstehen uns als moralische Anstalt – deshalb beschimpft man uns als konservativ. Na gut, dann sind wir eben konservativ!

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