
Mir ist in diesem Jahr, am 28. Februar, unser heiß geliebter Kai Diekmann im Zoologischen Garten über den Weg gelaufen. Ich hielt mich zuvor im Affenhaus auf und ärgerte mich über die Unmenge an Touris, die sich nichts daraus machte, tausendfach mit Blitzlicht zu fotografieren. Mein eigentlicher Menschenhass manifestierte sich in meiner vordergründigen Gemütswelt, und mit einer Visage, die diese Abscheu widerspiegelte, verließ ich das Affenhaus. Draußen wollte gerade der frisch gestriegelte Diekmann mit einem kleinen Kind an der Hand in das Affenhaus rein gehen und starrte mich, als sich unsere Wege kreuzten, für eine Millisekunde angsterfüllt an. In diesem Moment müssen ihm Gedanken wie diesen durch den Kopf gerast sein: „Die haben die Affen raus gelassen und einer stürmt direkt auf meine Frisur! Argh“. Ich musterte den Mann, die Gesichtszüge, das dunkle wellige Haar und dann machte es Klick: Als ich Diekmann erkannt hatte, warf ich ihm ein kleines Lächeln zu, und er bekam seinen Frieden. Wir liefen aneinander vorbei. “Ich weiß nicht ob die Affen beissen!“, gab er dem kleinen Kind zur Antwort und verschwand im Affenhaus. Danach dauerte es keine zehn Sekunden, und er hatte mich vergessen. Heul.:-)