City-Nacht 09
on August 14th, 2009 at 11:40
Am 01.08.2009 war es endlich so weit. Meine erste größere Laufveranstaltung sollte endlich sein – die Berliner City-Nacht. Mehr als 60 Mal zuvor bin ich in diesem Jahr alleine meine eigene 10km-Strecke gejoggt, und habe immer 1 Stunde 10 Minuten gebraucht. Mehr war nicht drin, vor allem wegen meinen Wehwehchen, die ich mit mir rum schleppe. Zuletzt waren es die Knieschmerzen, die ich einen Monat vor dem Lauf in der Reha halbwegs wegkurieren lies. Die letzten Läufe vor dem großen Start verliefen dann beinah Schmerzfrei und ohne Leistungseinbuße. Am Tag der City-Nacht endlich, am Morgen bin ich mit einer verhärteten Wade aufgewacht und dachte schon daran, nicht an den Start zu gehen. Ich verfluchte mein Unglück, behandelte die rechte Wade mit Massagen und mit einer Wärmesalbe und machte mich gegen 18.00 Uhr auf den Weg Richtung Kudamm.
• Streckenverlauf 2009:

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Kurz vor zwanzig Uhr reihte ich mich in den Rattenschwanz vor dem Startportal ein. An der Seite standen meine Bekannten und unterstützten mich. Die rechte Wade machte mir Kummer. Um 20:30 Uhr fiel der Startschuss und die vorderen Reihen liefen los. Allmählich rückte alles nach und wurde schneller. Ich wurde durch die laufende Menge mitgezogen und lief schon gleich nach dem Start sehr schnell. Ich dachte immer weniger an die Wade und schließlich mehr daran, wie einfach mir das Laufen fiel. Ab dem dritten Kilometer war ich schon sehr ins Schwitzen gekommen, ich wollte mein Tempo zügeln und langsamer laufen. Alle Läufer atmeten allmählich schwerer, und man musste kämpfen, ein wenig Sauerstoff abzubekommen. Darüber hinaus war es eh sehr warm an diesem Tag, ein wenig zu warm zum Laufen. Es lief trotzdem alles klasse! Ab dem fünften Kilometer merkte ich zwar meine Knie, ich war aber so euphorisiert, dass mir kein Schmerz die Lust nehmen konnte. Ich genoss es, durch die an dem Rand jubelnden Schaulustigen angetrieben zu werden – ab und an stand auch mal eine Musikband und heizte mit rhythmischen Klängen ein. Ab dem siebten Kilometer wurde ich aber deutlich langsamer und hatte mit mir zu kämpfen. Ich hatte viel Feuchtigkeit verloren und griff an den letzten zwei Getränkeständen jeweils einen Plastikbecher mit Wasser. Ein zwei Schlücke, den Mund ausspülen, den Rest über den Kopf, Plastikbecher achtlos zu den anderen Hunderten auf den Boden werfen. – Es war bereits dunkel, als ich die Gedächtniskirche am Ende der Strecke erblickte. Die letzten Streckenmeter vor dem Ziel waren wie eine Art “roter Teppich” ausgeleuchtet und ich lief nach unter eine Stunde umjubelt, erschöpft und überglücklich ein.
Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!
P.S.: Vielen Dank an Janine, Marc und Melissa für die Unterstützung!
18. City-Nacht Ergebnisse:
Name: Augstein, Andreas Wolfgang. Startnummer: 3051. Platz: 3318. Altersklasse: M30. Altersklassen-Platz: 378. Netto: 00:56:50. Brutto: 00:59:11.

Heute hat mir der Postbote meine Urkunde zugestellt.
Zur Urkunde!